Sie suchen Gerechtigkeit für Tausende ermordeter Menschen, die so genannten "Falsos Postitivos". Während der Amtszeit Uribes töteten die Streitkräfte Zivilisten, die sie als gefallene Guerillakämpfer ausgaben, um "Erfolge im Kampf gegen den Terrorismus" zu verbuchen. Mittlerweile ist bekannt, dass Soldaten mit Prämien für bestimme Quoten belohnt wurden. Laut den Berichten der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP) gab es 6.402 solcher Fälle. Die Kläger:innen berufen sich dabei auf das Weltrechtsprinzip. Dies ist ein Grundsatz des Völkerrechts, der es Staaten ermöglicht, gegen die Täter:innen schwerer Verbrechen (Völkermord, Verbrechen gegen die Menschheit, Kriegsverbrechen, Folter und gewaltsames Verschwindenlassen) zu ermitteln, sie vor Gericht zu stellen und zu bestrafen. Dies kann unabhängig von der Nationalität der Opfer oder der Täter:innen geschehen, sofern die Länder, in denen die Verbrechen begangen wurden, selbst keine Ermittlungen einleiten.
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amerika21
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