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Diplomatischer Kahlschlag: De La Espriella streicht 14 Botschaften – darunter drei Standorte in EuropaBogotá. Der gewählte kolumbianische Präsident Abelardo De La Espriella greift im diplomatischen Korps hart durch. Wie der Nachrichtensender NTN24 berichtet, kündigte das künftige Staatsoberhaupt im Rahmen seines angekündigten Sparkurses die Schließung von 14 kolumbianischen Botschaften weltweit an.
Unter den betroffenen Auslandsvertretungen befinden sich auch drei europäische Standorte: die Botschaften in der Tschechischen Republik, Ungarn und Rumänien. Neben weiteren Vertretungen in Algerien, Aserbaidschan, Barbados, Äthiopien, Ghana, Malaysia, Senegal und Südafrika trifft die Maßnahme auch ideologisch bedeutsame Adressen – konkret die Vertretungen in Kuba, Nicaragua und Haiti. Zudem ordnete De La Espriella an, das von der Vorgängerregierung unter Gustavo Petro eingeleitete Verfahren zur Eröffnung einer kolumbianischen Botschaft in Palästina umgehend zu stoppen.
Neben den reinen Schließungen steht eine Verschlankung des diplomatischen Apparats auf dem Programm: Doppelstrukturen an wichtigen Standorten werden zusammengelegt. So sollen die separaten Missionen für Frankreich und die UNESCO in Paris sowie für Italien und die FAO in Rom künftig jeweils unter der Führung eines einzigen Botschafters vereint werden.
De La Espriella begründete diesen Schritt damit, dass die diplomatische Vertretung des Landes effizient arbeiten müsse und nicht als Versorgungsanstalt für politische Weggefährten dienen dürfe. Die durch den Abbau von Bürokratie eingesparten Mittel sollen direkt in Kernbereiche wie innere Sicherheit, Bildung, Gesundheit und Infrastruktur reinvestiert werden.



