Streik der Kaffeebauern

Forum für politische Information und Kommunikation rund um Kolumbien ... die Freiheit des Wortes!
Forumsregeln
Gesundheitswarnung: Dies ist nur ein Internet-Forum. Wer auf Dauer mit konträren oder mißliebigen Meinungen nicht umgehen kann, sollte eine Zeit lang hiervon Abstand nehmen. Das wirkliche Leben findet vor der Haustüre statt. Dort befindet sich auch die notwendige "frische Luft". Admin
Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 16:11

Unglaublich dass das jetzt schon fast eine Woche geht. Viele Reisende sind blockiert und viele Strassen sind zu. So zum Beispiel viele Peruaner, welche in Bogota letztes Wochenende am Herbalife Kongress waren und jetzt schlussendlich durch das Peruanische Militär aus Cali ausgeflogen wurden. Ein enormer Schaden für Kolumbien. Und unverständlich, dass man nach fast 1 Woche Blockade der wichtigsten Strassen des Landes nach wie vor keine Lösung gefunden hat. Die Bauern protestieren meines Wissens gegen den Ankauf Preis von Kaffee, wie kann die kolumbianische Regierung diesen beeinflussen? Geht doch gar nicht. Die kolumbianische Regierung subventioniert die Kaffeebauer schon sehr stark. Momentan sind paar Kollegen in Villavieja Huila und die wollten heute nach San Agustin fahren, doch geht nicht, gestern sah es so aus als würde eine Lösung gefunden, heute Morgen kam der Entscheid, dass der Streik und die Blockaden aufrecht erhalten werden. Unglaublich welcher Schaden so entsteht. Langsam kommt es zu Problemen mit Versorgungsmittel etc. Eure Meinung? Soll man sich tatsächlich dermassen von den Kaffeebauern auf der Nase rumtanzen lassen oder wäre es schon lange Zeit gewesen die Blockaden durch die Polizei räumen zu lassen? Auf jeden Fall sieht Santos ganz schlecht aus, eine Woche lang sind die wichtigsten Strassen zu, diese Woche war die Tourismusmesse in Bogota, viele ausländische Agenturen waren hier und was sehen die? Ein Land, welches von Bauern lahmgelegt werden kann. Nicht gerade eine gute Werbung. Klar soll man die Kaffeebauern ernst nehmen doch ich würde verlangen, dass zuerst die Blockaden aufgelöst werden, dann kann verhandelt werden.

Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5014
Registriert: 05.10.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Ernesto » 3. Mär 2013, 17:31

Es gab noch nie so viele Streiks in Kolumbien wie in diesem Jahr. Gut das Alvaro Uribe entmachtet ist, denn dieser hätte längst seine Mörderbanden los gelassen. Gut das wir Santos haben!

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 17:42

Meinst Du eigentlich tatsächlich ernst was Du schreibst oder provozierst Du absichtlich mit Schwachsinn?
Von welchen Mörderbanden sprichst Du? Denkst Du nicht, es geht schlicht zu weit, wenn eine
Interessengruppe wie die Kaffeebauern kurzerhand das ganze Land blockieren und der kolumbianischen
Wirtschaft immens grosse Schäden zufügen aus einem Grund, der von der Regierung eigentlich gar nicht
beeinflusst werden kann, da sie eben kein Einfluss auf den weltweiten Kaffeepreis hat? Ich finde, Santos
ist hier zu nachsichtig. Es sollte nicht erlaubt werden, dass eine Interessengruppe kurzerhand das ganze Land
blockiert?

Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5014
Registriert: 05.10.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Ernesto » 3. Mär 2013, 18:09

Vollkommen richtig finde ich, dass das Land lernt sich nicht so einfach zu beugen! Und du willst noch nie von den Mörderbanden Uribes gehört haben? Komisch? URIBE MÖRDER - URIBE = MASSENMÖRDER!

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 18:20

Von welchen Mörderbanden sprichst Du?

Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5014
Registriert: 05.10.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Ernesto » 3. Mär 2013, 18:31

Diese Frage stellst du wie ein unwissendes Kind!
Und stets behauptete Uribe, er habe von dem traurigen Treiben nichts gewusst. Seine Popularität lag konstant bei 70 Prozent oder höher, zeitweise war er der mit Abstand beliebteste Regierungschef Lateinamerikas. Offensichtlich ist es ihm gelungen, ein politisches Naturgesetz ausser Kraft zu setzen – nämlich, dass ein Präsident irgendwann selbst dann die Verantwortung für eine Schweinerei übernehmen muss, wenn er sie nicht persönlich angerichtet hat. Sofern Letzteres überhaupt zutrifft.
Lese weiter im Tagesanzeiger --> tagesanzeiger.ch/ausland/amerika/Er-feierte-Erfolge-und-ignorierte-Skandale/story/23369691

Aber bitte alles Lesen und Verstehen ;-)

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 18:44

Warum wurde Uribe dann nicht verurteilt oder in den Knast gesteckt wenn er tatsächlich hinter Morden stand?

Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5014
Registriert: 05.10.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Ernesto » 3. Mär 2013, 18:53

Frage einfach bei der Justiz an! Und nun zurück zum Thema der streikenden Kaffeebauern.

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 19:38

LOL, jetzt machst Du aber einen Rückzieher. Ich wollte eigentlich schreiben und nun zurück zum Thema der streikenden Kaffeebauern.
Fakt: Du behauptest Sachen, kannst diese aber nicht tiefer begründen oder beweisen. Ende der Diskussion. Jetzt wirklich zurück zum
Streik der Kaffeebauer.

Es sieht nicht so aus als würde der Konflikt heute gelöst und auch nicht morgen. Schade, Touristen kommen nicht nach San Agustin.
Wieso kann die Polizei die Strassen nicht frei machen? Das geht doch nicht, dass eine Gruppe wie die Kaffeebauer dem Land einen dermassen
grossen Schaden zufügen.

Benutzeravatar

Ernesto
Kolumbien-Veteran
Kolumbien-Veteran
Beiträge: 5014
Registriert: 05.10.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Ernesto » 3. Mär 2013, 19:47

In der DRITTEN WELT wie ein anderes Mitglied gerade Kolumbien nannte, da ist alles möglich. DRITTE WELT ;-)

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 3. Mär 2013, 20:14

Einmal mehr Schwachsinn was Du hier postest. Kein Inhalt, Schwachsinn pur. Sorry aber muss Deine Postings leider so nennen.


scooby
Kolumbienfan
Kolumbienfan
Beiträge: 65
Registriert: 22.10.2011

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von scooby » 3. Mär 2013, 21:53

komm doch einfach mal an deutsche flughäfen :lach:

Benutzeravatar

KolumbienLindaTours
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 335
Registriert: 12.10.2012
Wohnort: Cali

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von KolumbienLindaTours » 3. Mär 2013, 22:40

Mal eine sachliche Information zum Thema:
Ich hab mich mal auf den Weg von Cali nach Popayan gemacht um Touristen die dort feststeckten ggf. nach Cali zu holen da es bis heute keine verfügbaren Flüge mehr nach Bogota gab. Ab CAli aber schon. Die Touristen waren in San Agustin und haben es nach Popayan geschafft die Strecke war letzten Montag noch frei. Ich bin von Cali nach Santander de Quilichao mit dem Bus gefahren, dann war esrstmal schluss. Mit dem Mototaxi ging es dann nach Mondomo, für normale Fahrzeuge war dort schluss - 1. Strassensperre. Wir sind aber weiter gefahren Richtung Pescador: Die Strasse war voll mit Stacheldraht, brennenden Autoreifen, Steine oder sogar Felsen irgendwann kam noch Öl auf der Fahrbahn und gefällte Bäume dazu. Über die Bäume konnten wir das Motorrad nicht ständig schleppen also haben wir abgebrochen. Die Bauern haben für die, die durch wollte private Maut-Stationen aufgebaut - also ein ziemlich abenteuerliches unterfangen ohne Ergebnis. Wenn die Blockade aufhört muss die Strasse erstmal restauriert werden.

Hier mal interessanter Artikel:
--> amerika21.de/analyse/79565/streik-der-kaffeebauern

Die Bauern produzieren ihren Kaffee für 5.200COP und müssen ihn für 3.500COP verkaufen - sie verschenken den Kaffee und machen sogar noch verlust und zum Leben müssen sie halt noch einen Zweit- oder Dritt Job ennehmen. Kann den Streik sehr gut verstehen. Als Reiseanbieter sind wir natürlich jetzt auch betroffen aber doch eher gelassen - wir sind ja auch in Kolumbien und nicht in Deutschland.

Benutzeravatar

Themenstarter
Renato
Ehrenmitglied
Ehrenmitglied
Beiträge: 2133
Registriert: 12.05.2010

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von Renato » 4. Mär 2013, 00:04

Ist schon ein Problem wenn die den Kaffee verschenken müssen. Aber trotzdem keine Art so zu protestieren und alle anderen Wirtschaftszweige zu sabotieren, in einigen Regionen wurde der Notstand ausgerufen, Spitäler kriegen keine lebensnotwendigen Materialien mehr, schwerverletzte mussten per Helikopter in die nächsten grössere Städte geflogen werden. Sie hätten ja vor den Büros der Gobernacion ein Zeltlager errichten können und erst wieder abziehen wenn eine Lösung gefunden ist. Aber einfach rasch das ganze Land lahmlegen und Tausende von Leuten fest zu setzen (sogar Ausländer; über 200 Peruaner vegetierten 5 Tage im Terminal von Cali vor sich hin)? Fraglich ob das Symphatien bringt.

Benutzeravatar

KolumbienLindaTours
Reiseagentur
Reiseagentur
Beiträge: 335
Registriert: 12.10.2012
Wohnort: Cali

Streik der Kaffeebauern

Beitrag von KolumbienLindaTours » 4. Mär 2013, 03:00

Ja klar es gibt bestimmt andere Möglichkeiten zu protestieren. Die Cafeteros ziehen praktisch auch unschuldige in die Sache rein oder wie du schon sagst legen teile des normalen lebens lahm. In Popayan ist die Situation ganz schön angespannt - leere Supermärkte und kein Benzin, die sind echt abgeschnitten von Cali kommt niemand hin und auch von Pasto nicht und auch von Neiva nicht. Nur San Agustin - Popayan geht noch meines wissenstandes. Die Peruaner hat es ganz hart getroffen, ich hab die Busse von denen in Mondomo stehen gesehen aber auch andere Busse von Fronteras oder Boliviariano stecken dort fest. LKW's verkauften bereits ihre Ladung zum Bsp. Obst und Gemüse. Die Busse können auch teilweise nicht einfach nach Cali umdrehen, da vor ihnen und auch hinter ihnen die Strasse versperrt ist. Zwischen den Absperrungen fährt fast niemand rum fast schon ein Geister-Zustand und irgendwie beängstigend auf dieser vielbefahrened Strasse. Wenn das Benzin in Popayan ausgegangen ist würde mich mal interssieren wie ruhig es dort ist - kann ich mir kaum vorstellen.