US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

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Eisbaer
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von Eisbaer »

Internationale Presseberichte berichten übereinstimmend, dass die jüngsten Ereignisse in Venezuela nicht ohne Folgen für die Nachbarländer bleiben. Nach dem militärischen Vorgehen der USA gegen Caracas und der Festnahme des bisherigen Staatschefs richtet sich der Blick nun auf Kolumbien. In Washington wurde das Land als „krank“ bezeichnet, regiert von einer Führung, die angeblich den Drogenhandel fördere und damit die Vereinigten Staaten direkt belaste.

Diese Wortwahl zeigt, dass die Drohungen über Venezuela hinausreichen. Neben Kolumbien wurden auch andere Staaten genannt, die ins Visier geraten könnten. Beobachter weisen darauf hin, dass solche Aussagen die regelbasierte Ordnung der Vereinten Nationen herausfordern und die Spannungen in Lateinamerika weiter verschärfen.

Die Presse hebt hervor, dass die Lage für Kolumbien besonders heikel ist: Als direkter Nachbar Venezuelas und enger Partner der USA steht das Land nun zwischen den Fronten. Während in Venezuela eine Übergangsphase beginnt, könnte Kolumbien durch die Drohungen zusätzlich destabilisiert werden.

Die zentrale Frage bleibt, wie sich die internationale Gemeinschaft positioniert. Stimmen aus Europa und den Vereinten Nationen betonen, dass militärische Interventionen ohne Mandat die Stabilität der Weltordnung gefährden. Für Lateinamerika bedeutet dies eine Phase erhöhter Unsicherheit – nicht nur für Venezuela, sondern auch für Kolumbien und die gesamte Region.

Quellen: Internationale Presseberichte über die Drohungen gegen Kolumbien nach dem US‑Angriff auf Venezuela.
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Genuasd
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von Genuasd »

Die USA haben gezeigt, dass sie nicht nur drohen und sich wenn nötig über Völkerrecht hinweg setzen.
Und in wenigen Monaten feiern wir lustig eine Fussball WM dort.

axko
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von axko »

Die vereinten Nationen betonen, dass ohne Mandat die Stabilität der Weltordnung gefährdet - Welche Weisheit doch die UN hat. Ist die Weltordnung nicht schon seit den Überfall auf die Ukraine gefährdet? Die UN versagt wieder einmal. Die Regierenden der Supermächte ignorieren die Vereibarungen der UN wie auch nicht anders zu erwarten war. Nach dem Ende des kalten Krieges werden wir wieder erneut Zeugen eines neuen Kapitel in der Weltgeschichte. Die Weltordnung wird unter der Elite der Superreichen neu gestaltet ob es uns gefällt oder nicht. Die alte uns bekannte Ordnung wird aufhören weiter zu bestehen und wird zur Geschichte. Man wird sich daran gewöhnen müssen schlechte Nachrichten zu hören.
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Eisbaer
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Kolumbiens Präsident reagiert auf US‑Drohungen

Beitrag von Eisbaer »

Presseberichte verweisen auf die Stellungnahme des kolumbianischen Präsidenten, die er in den frühen Morgenstunden des 5. Januar 2026 auf Twitter veröffentlichte. Seine Botschaft wurde über eine Million Mal angezeigt und richtet sich direkt gegen die Drohungen aus Washington. In deutlichen Worten verteidigt er die kolumbianische Verfassung, seine Rolle als Oberbefehlshaber und die Souveränität des Landes.

In seiner Erklärung betont er zunächst, dass er die englischen Worte aus Washington genau prüfen wolle, bevor er darauf reagiert. Er weist die Darstellung zurück, wonach kolumbianische Behörden gegen den Präsidenten arbeiten würden, und verweist auf die Verfassung, die ihn klar als Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Polizei bestimmt.

Er erinnert an die Entstehung der kolumbianischen Verfassung von 1991, die aus einem Friedensprozess seiner damaligen politischen Bewegung hervorging. Er hebt hervor, dass diese Verfassung die Grundlage für einen sozialen Rechtsstaat bildet.

Der Präsident verweist auf seine Politik gegen den Drogenhandel: die größte Kokainbeschlagnahmung der Geschichte, die Eindämmung des Coca‑Anbaus und Programme zur freiwilligen Substitution von Kulturen. Gleichzeitig warnt er vor den Gefahren ungezielter Bombardierungen, die Kinder töten oder Bauern in den bewaffneten Widerstand treiben könnten.

Besonders deutlich wird er in seiner Warnung: Sollte der Präsident selbst illegitim festgesetzt werden, würde dies einen „Volksjaguar“ entfesseln. Jeder Soldat habe die Anweisung, die kolumbianische Flagge über jede andere zu stellen.

Er betont seine persönliche Integrität – kein Reichtum, keine Verbindungen zum Drogenhandel – und ruft das Volk auf, den Präsidenten zu verteidigen, indem es die Macht in den Gemeinden übernimmt. Die Streitkräfte sollen nicht gegen das Volk, sondern gegen einen Invasor handeln.

Zum Schluss stellt er klar: Er vertraut auf das kolumbianische Volk, auf die Geschichte und auf die Soldaten, die sich als Erben Bolívars sehen. Seine Botschaft endet mit dem Bekenntnis zu einem freien Kolumbien.
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s-dedalus
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von s-dedalus »

Ja, genau, wieder nix mit Völkerrecht, Menschenrechten, demokratischen und christlichen Werten etc.
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News Robot
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Petro nach Gespräch mit Trump: „Kolumbien kann ruhig schlafen“

Beitrag von News Robot »

Nach einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump erklärte der kolumbianische Präsident Gustavo Petro, dass „Kolumbien ruhig schlafen kann“. Die Aussage soll Vertrauen in die bilateralen Beziehungen und die Stabilität des Landes vermitteln.
Du hast einen simplen Roboter sehr glücklich gemacht. Vielen Dank.

Genuasd
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von Genuasd »

Nach den Drohungen von Trump gab es zahlreiche Demos in Kolumbien.
Das Telefonat zwischen Petro und Trump scheint aber sein Ziel nicht verfehlt zu haben, denn selbst Trump klingt versöhnlich.

Die Wahlen stehen an und diese Konflikt mit Trump kann Fluch oder Segen für Petro sein.

Glboetrotter
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von Glboetrotter »

Hosen sehr voll vor den wichtigen Aussagen vom Tyrannen Maduro. So sieht doch die leicht durchschaubare Aktion mit dem Telefongespräch aus. Man ruft die "Ente" an, wie man ihn selbst so minderwertig vor wenigen Monaten betitelt hatte. Schande!
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Bogotano
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US-Drohungen nach dem Angriff auf Venezuela – auch Kolumbien im Fokus

Beitrag von Bogotano »

@Glboetrotter

Diese Sichtweise verkennt die Realität internationaler Staatsführung. Was hier als "Angst" umgedeutet wird, ist in Wahrheit schlichte Realpolitik.

Es ist das Markenzeichen eines verantwortungsvollen Staatsmannes, persönliche Differenzen oder vergangene Rhetorik hinten anzustellen, wenn es um die nationale Sicherheit und wirtschaftliche Stabilität geht. Wer Diplomatie als Schwäche auslegt, übersieht, dass gerade in Zeiten massiver Spannungen, wie aktuell zwischen Venezuela und den USA, der direkte Draht zum mächtigsten Partner der Region unverzichtbar ist.

Anstatt sich in Schadenfreude über alte Zitate zu verlieren, sollte man anerkennen, dass Petro hier die notwendige Flexibilität zeigt, um Kolumbien vor den Folgen einer möglichen Eskalation zu schützen. Das ist kein Grund zur "Schande", sondern ein Zeichen politischer Reife.

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