Manchmal reicht ein kleiner technischer Schluckauf, um ein ganzes Land digital lahmzulegen. Gestern war so ein Tag: Wer versucht hat, eine .de-Webseite aufzurufen oder E-Mails an eine deutsche Adresse zu schicken, schaute oft in die Röhre. Von großen Nachrichtenportalen bis hin zu kleinen Firmenpräsenzen – ein riesiger Teil des deutschen Netzes war einfach weg vom Fenster.
Was war da los? Die DENIC, die Genossenschaft, die alle .de-Domains verwaltet, hatte massive Probleme mit ihren Nameservern. Man kann sich das wie ein riesiges Telefonbuch vorstellen: Wenn das Buch weg ist, weiß der Browser nicht mehr, unter welcher Nummer er die Webseite erreichen soll. Ohne diese DNS-Auflösung geht im modernen Internet gar nichts mehr.
Da unser Forum auf einer .net-Domain läuft, sind wir von diesem spezifischen Ausfall nicht betroffen gewesen. Während in Deutschland die IT-Abteilungen rotierten, lief bei uns alles wie geschmiert. Trotzdem zeigt so ein Vorfall mal wieder, wie verletzlich die ganze Geschichte eigentlich ist. Ein kleiner Fehler bei einem zentralen Dienstleister, und schon bricht das Kartenhaus zusammen.
Interessant ist ja, dass oft über die Infrastruktur in anderen Ländern geschimpft wird. Aber wenn im "hochtechnisierten" Deutschland die zentralen Registry-Server in die Knie gehen, ist das Geschrei groß. Es ist eben doch nicht alles Gold, was glänzt – egal, ob man in Bogotá oder Berlin vor dem Rechner sitzt.
Wie habt ihr das gestern erlebt? Gab es Probleme bei euren gewohnten Seiten, oder habt ihr den digitalen Blackout gar nicht bemerkt? Ich bin gespannt auf eure Kommentare (und ja, auch die Kritiker dürfen sich gerne dazu auslassen)!
Als das deutsche Internet ausfiel: Was hinter der DENIC-Panne steckt
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Eisbaer
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Als das deutsche Internet ausfiel: Was hinter der DENIC-Panne steckt
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