Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
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georg.munich
Themenstarter - Kolumbien-Infizierte(r)

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Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
Kann mir jemand vor Ort in Santa Marta mitteilen, ob der gesamte Reiseverkehr am 6. Jan. 2012 lahmgelegt war. Und ist der Einfluß der 'Urabenos' in Santa Marta so stark, das die Stadt sämtliche Geschäfte schließen musste ? Sind die Urabenos irgendwie mit der Stadtverwaltung 'verknüpft' ? Mich würden Informationen hierzu sehr interessieren, da ich wiederholte Aufenthalte in Santa Marta plane.
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osterath
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Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
Wie Freunde in Uraba mir mitgeteilt haben liegt die Ursache des Streiks darin das der Chef der Urabenos von der Polizei vor den Augen der Familie erschossen worden ist. Die Urabenos haben Flugblätter verteilt in den ganz offen Mitgeteilt wird das Busse oder andere Fahrzeuge die sich nicht an ihrer Aktion beteiligen verbrannt werden.
Paro armado de narcoparamilitares en Colombia http://www.kolumbienforum.net/viewtopic.php?f=85&t=7386
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kreppi
Verified - Kolumbienfan

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Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
-Und das ist nicht nur in Santa Marta so , hier in Montelibano genauso, vorgestern und gestern hat man gemeint in einer Geisterstadt zu leben , heute geht es relativ wieder
-dabei Mittwoch abend noch 5 Geswchaeftsleute erschossen hier,auch angeblich von dieser Gruppe.
gruss kreppi
-dabei Mittwoch abend noch 5 Geswchaeftsleute erschossen hier,auch angeblich von dieser Gruppe.
gruss kreppi
¡Vive tu sueño, no el sueño de tu vida!
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Quay11
- Kolumbien-Neuling

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- Registriert: 31. Dezember 2011, 18:49
Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
Hier noch ein --->
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Nasar
- Forenanimator

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Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
In Bogotá habe ich nichts bemerkt. In Medellìn war jedoch die Comuna 13 lahmgelegt. Hoffentlich habe die die schöne Rolltreppe nicht kaputt gemacht

Fünf sind geladen, zehn sind gekommen, gieß Wasser zur Suppe, heiß alle willkommen.
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santamarta
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- Beiträge: 94
- Registriert: 27. September 2010, 17:45
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Santa Marta Streik der Urabenos 6.1.2012
In Santa Marta sind die Geschäfte in der Innenstadt geschlossen geblieben und am 05.01. ist kein Bus innerhalb des Stadtgebietes gefahren. Auch die kleinen Tiendas in den Stadtteilen der Einheimischen, z.B. La Paz, hatten alle geschlossen. Dringende Einkäufe konnten nur über die Hintertür abgewickelt werden. Die Ladenbesitzer und Busfahrer hatten große Angst vor den Verbrechern. Diese Angst ist sicherlich noch mit Erfahrungen in der Vergangenheit verbunden, es gibt hier keinen Zweifel, dass diese Gruppen ihre Ankündigungen umsetzen können. Die Sicherheitsgarantien der Staatsmacht wurden von den Betroffenen als für nicht ausreichend befunden (Tageszeitung Hoy).
Die Geschäfte und Tiendas in den Touristenzentren Rodadero und Bello Horizonte haben sich nicht dem Streik angeschlossen, auch die nationalen Buslinien und die Touristentransporte fuhren normal. Am 06.01 fuhren dann auch wieder im Stadtgebiet vereinzelt Busse und die ersten Geschäfte hatten wieder geöffnet. Am 07.01. lief das Leben weitesgehend wieder normal.
Soweit man den Zustand hier an der Küste als normal bezeichnen kann: Der Verkehr kam auch ohne Busse bestenfalls per "Stopp and Go" voran und es ist an diesem Wochenende noch nicht einmal eine Matratze in einer Garage als Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Die Playas , Restaurants und Straßen sind voller einheimischer Touristen: "Turistas Montañeros" - Eisbaer wo bist du ?
Die Verbrechergruppen haben eindrucksvoll ihre Macht demonstriert und der Staatsmacht seine Grenzen aufgezeigt. Viele Einheimische geben Santos persönlich die Schuld daran: "Uribe hätte es nicht so weit kommen lassen, er hätte vorher dazwischengeschlagen."
Wenn man jetzt sehr misstrauisch wäre, könnte man sich fragen wer von dieser Situation profitiert und ob derjenige nicht auch seine Finger in dieser Aktion mit drin hat ?
Für mich als Ausländer ist, als reiner Beobachter der Situation, hier niemals ein Gefühl der Unsicherheit aufgekommen. Ganz im Gegenteil, die Einheimischen hier an der Küste bemühen sich sehr um die ausländischen Touristen. Es gibt hier nicht so viele Möglichkeiten um Geld zu verdienen. Santa Marta hat keine nennenswerte Industrie - nur die Landwirtschaft und den Tourismus.
saludos von der Küste
Die Geschäfte und Tiendas in den Touristenzentren Rodadero und Bello Horizonte haben sich nicht dem Streik angeschlossen, auch die nationalen Buslinien und die Touristentransporte fuhren normal. Am 06.01 fuhren dann auch wieder im Stadtgebiet vereinzelt Busse und die ersten Geschäfte hatten wieder geöffnet. Am 07.01. lief das Leben weitesgehend wieder normal.
Soweit man den Zustand hier an der Küste als normal bezeichnen kann: Der Verkehr kam auch ohne Busse bestenfalls per "Stopp and Go" voran und es ist an diesem Wochenende noch nicht einmal eine Matratze in einer Garage als Übernachtungsmöglichkeit zu bekommen. Die Playas , Restaurants und Straßen sind voller einheimischer Touristen: "Turistas Montañeros" - Eisbaer wo bist du ?
Die Verbrechergruppen haben eindrucksvoll ihre Macht demonstriert und der Staatsmacht seine Grenzen aufgezeigt. Viele Einheimische geben Santos persönlich die Schuld daran: "Uribe hätte es nicht so weit kommen lassen, er hätte vorher dazwischengeschlagen."
Wenn man jetzt sehr misstrauisch wäre, könnte man sich fragen wer von dieser Situation profitiert und ob derjenige nicht auch seine Finger in dieser Aktion mit drin hat ?
Für mich als Ausländer ist, als reiner Beobachter der Situation, hier niemals ein Gefühl der Unsicherheit aufgekommen. Ganz im Gegenteil, die Einheimischen hier an der Küste bemühen sich sehr um die ausländischen Touristen. Es gibt hier nicht so viele Möglichkeiten um Geld zu verdienen. Santa Marta hat keine nennenswerte Industrie - nur die Landwirtschaft und den Tourismus.
saludos von der Küste
Berge ? - Mehr als Deichhöhe ist überflüssig ! (Jan Fedder)


