Ich habe im Haus der Eltern meiner Freundin etwas in die Sicherheit investiert.
Die Holzfenster wurden durch Aluminiumfenster ersetzt und vor den Fenstern und der Haustür wurden Gitter angebracht. Das sieht man hier überall. In der Haustür sind jetzt zwei Sicherheitsschlösser. Im Moment bin ich zur Weiterbildung in den USA. Wenn ich zurückkomme, lasse ich die Terrasse noch sichern. Alles auf einmal ging leider nicht.
Raubüberfälle mit Spray an der Haustür.
Mir wurde berichtet, dass am Wochenende zwei Raubüberfälle im Dorf stattgefunden haben. Eine Frau hat sich unter einem Vorwand am Sonntag an der Haustür einer Bekannten gemeldet und, wie mir berichtet wurde, ihr Opfer mit einem Spray besprüht, woraufhin die Bekannte ihr offenbar verwirrt das Eisentor von innen geöffnet hat. Dann haben sie ihr fast ungestört jene Sachen gestohlen.
Ich habe keine weiteren Informationen erhalten. Ich weiss nicht, ob es sich um Scopolamin oder eine andere Substanz handelt.
Anscheinend nicht der einzige Fall in diesen Tagen.
Hier wird empfohlen, sich nicht der Tür zu nähern, wenn jemand Unbekanntes ruft oder nach Informationen fragt, auch nicht bei verschlossenem Gittertor. Es wird empfohlen, das Eisentor und die Tür auch tagsüber geschlossen zu halten.
Vielen Dank für die Information. Die Einbrecher lassen sich immer neue Methoden einfallen.
Bei uns gibt es vor dem Haus eine Terrasse, die von einer sogenannten "Reja" umgeben ist. Die "Reja" hat eine Tür, die immer verschlossen ist. Der Abstand zur Haustür beträgt ca. 3 Meter. Die eigentliche Haustür ist noch einmal durch ein Gitter geschützt. Bei uns und auch bei den Nachbarn sind diese Türen immer geschlossen. Die vielen Gitter sind etwas gewöhnungsbedürftig. Durch den Schutz der Terrasse kommt kein Fremder direkt an die Haustür.
Don Maximo hat geschrieben: 2. April 2025, 03:15[...] boten darüber hinaus an, einen Fernüberwachungskamera mit Alarmsystem kostenlos einzurichten, was sie anscheinend als Zusatzleistung anbieten, ohne die monatliche Gebühr zu erhöhen, die sie letztes Jahr sogar gesenkt hatten. [...]
@Don Maximo
Du erwähnst ein Alarmsystem mit Fernüberwachung, das euch der Anbieter kostenlos eingerichtet hat.
Weißt du zufällig, was genau das für ein System ist? Also ob man z. B. per Handy darauf zugreifen kann oder ob es einfach nur lokal funktioniert?
Klingt auf jeden Fall nach einem interessanten Zusatzangebot, gerade in ländlichen Gegenden.
Da das Thema Videoüberwachung im Eigenheim immer aktueller wird, will ich kurz meine Erfahrung mit der durch die Hausverwaltung installierten Lösung teilen. Ich lebe in einer Eigentumswohnung in einem höheren Stockwerk im Norden Bogotás. Die Pforte ist rund um die Uhr besetzt, und das Gebäude inklusive Fahrstuhl wird zusätzlich videoüberwacht.
An der Wohnungstür selbst ist eine Kamera mit der Klingel verbunden. Wenn jemand klingelt, erscheint das Bild automatisch auf dem Monitor in der Wohnung. Zusätzlich gibt es eine App, über die man auch von unterwegs aus Zugriff hat. Praktisch, aber nicht zwingend notwendig, da das System auch lokal zuverlässig funktioniert.
Es geht dabei nicht um ständige Überwachung, sondern um ein gewisses Maß an Sicherheit und Übersicht, gerade in der größeren Wohnanlage.
Wir haben (noch) keine Videoüberwachung und leben auch nicht in einem conjunto cerrado.
Das Fenster und die Dachlüftungen sind sämtlich mit Gittern gesichert worden. Das Doppeltor (Garage) ist innen mit zwei stabilen Rohren gegen Öffnung von außen versehen worden. Die Eingangstüre hat außen noch eine zusätzliche Sicherheitstüre.
Auch hier in Cartago hat man von Überfällen am Fenster des Eingangsbereiches gehört. Daher nähern wir uns dem nicht, wenn jemand, den wir nicht kennen, nach einem Glas Wasser fragt oder ähnliches.
Bisher ist es gut gegangen....
Es wird auch weiterhin alles gut gehen, du brauchst nur ein bisschen positive Energie.
Ich bin selbst kein Freund von „conjunto cerrado“ oder Videoüberwachung, das ist eher was für Influencer, Fußballer oder Politiker.
Aber einen kleinen Tipp hätte ich trotzdem. Wenn ihr vor dem Haus eine Terrasse oder eine kleine Grünfläche habt, die zum Grundstück gehört, dann wäre eine einfache „Reja“ drumherum vielleicht sinnvoll.
Das schafft etwas Distanz zu spontanen Besuchern und wurde hier im Thema ja auch schon genannt.
@Benjamin:
Danke für den Tip. Daran hatte ich auch schon gedacht, aber Francisco, dem "unser" Haus gehört, möchte genau das nicht.
Danke dir für den Wunsch nach positiver Energie. Die habe ich und zwar reichlich, sonst wäre ich nicht mit meiner lieben Frau hergezogen.
Im Moment geniesse ich die Ruhe, die in unser Leben Einzug gehalten hat...
@Change
Die Videokameras mit Alarmsystem hatten sich als Fehlinformation seitens der Mitarbeiterin des lokalen Glasfaserunternehmens herausgestellt. Anfang Mai, zwei Tage vor unserer Reise in die Schweiz, wurden zwei davon installiert. Was die Mitarbeiterin und die „Techniker”, die die Kameras installiert haben, als Alarmsystem bezeichnen, ist letztendlich nichts anderes als die Funktion, eine Benachrichtigung auf die Kamera-App zu erhalten, wenn diese eine Person erkennt. Über die App kann man sich dann auf die Kameras mit Mikrofon un Lautsprecher in Echtzeit zugreifen.
Ich dachte, es handele sich z. B. um ein modulares, erweiterbares System, wie das, das ich in der Schweiz hatte.