Santiago Uribe Bruder des Ex-Präsident Alvaro Uribe
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Santiago Uribe Bruder des Ex-Präsident Alvaro Uribe
Santiago Uribe Bruder von Kolumbiens Ex-Präsident Uribe verhaftet
Dem Viehzüchter wird Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Der Familie des konservativen Ex-Präsidenten Uribe wird schon länger eine gewisse Nähe zu den rechten Paramilitärs nachgesagt, die bis zu ihrer Demobilisierung 2006 gegen die linke Guerilla kämpften und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verübten.
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Tiroler Tageszeitung
Dem Viehzüchter wird Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Der Familie des konservativen Ex-Präsidenten Uribe wird schon länger eine gewisse Nähe zu den rechten Paramilitärs nachgesagt, die bis zu ihrer Demobilisierung 2006 gegen die linke Guerilla kämpften und zahlreiche Menschenrechtsverletzungen verübten.
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Bruder des Ex-Präsidenten verhaftet: Wenn Uribe schweigt
Seit der Verhaftung seines Bruders ist Uribe aussergewöhnlich ruhig. Er denke nach und werde sich am Sonntag äussern, war das Einzige, was er verlauten liess. Uribe hat allen Grund, nachdenklich zu sein. Eine Diskussion über den Paramilitarismus könnte höchst unangenehm werden.
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nzz
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nzz
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Renato
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Santiago Uribe Bruder von Kolumbiens Ex-Präsident Uribe verhaftet
Der Ex-Uribe Kandidat fuer das Praesidentenamt ZULUAGA hat das Land Richtung USA verlassen. Wohl aus Angst verhaftet zu werden.
Santos soll endlich Eier haben und Uribe verhaften lassen.
Santos soll endlich Eier haben und Uribe verhaften lassen.
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Hauptverfahren in Kolumbien gegen Bruder von Ex-Präsident Uribe wegen Paramilitarismus
Anklage wegen Mord und Bildung einer kriminellen Vereinigung. Gerichtshof erkennt nur wenige Beweismittel an. Sieben von zwölf Zeugen ermordet. Parallel zum Prozess bearbeitet der Oberste Gerichtshof den Antrag auf Freilassung von Uribe. Die Verteidigung strebt an, dass der Angeklagte während des Hauptverfahrens auf freiem Fuß sein darf. Am 18. Oktober soll der Oberste Gerichtshof seine Entscheidung darüber mitteilen.
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Quelle: amerika21
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Ernesto
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Keine vorübergehende Freilassung für Santiago Uribe
Heute wurde das Gesuch von Santiago Uribe auf Freilassung während der Hauptverhandlung gegen ihn, von der Sala Penal de la Corte Suprema de Justicia abgelehnt. Uribe befindet sich seit 19 Monaten im Militärbataillon Juan del Corral im Rionegro (Antioquia) in Haft. Am 27ten Oktober wird ein spannender Prozess erwartet. Expräsident Alvaro Uribe, Bruder des Angeklagten, setzt alle Hebel in Bewegung, um einen Freispruch zu erlangen. Dabei wird er unter anderem vom ehemaligem Polizeichef Kolumbiens und jetzigem Vizepräsident General (r) Óscar Naranjo unterstützt.
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Richter im Verfahren gegen Bruder von Ex-Präsident in Gefahr
In Kolumbien hat der Richter Jaime Herrera, der ein Paramilitarismusverfahren gegen den Bruder von Ex-Präsident (2002-2010) Álvaro Uribe führt, über mangelnde Schutzmaßnahmen für seine Person geklagt. Obwohl er sehr "heikle Prozesse" wie den Fall von Santiago Uribe betreue, sei der ihm zugeteilte Panzerwagen vor vier Monaten in eine Werkstatt geschickt worden, ohne seither ersetzt zu werden.
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Quelle: amerika21
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Ernesto
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Santiago Uribe aus Haft entlassen
Kam gerade in den Nachrichten von BLU Radio:
Ein Richter des Gerichtshofes Medellín verordnete die Freilassung von Santiago Uribe gegen eine Kaution von 30 Mindestgehältern. Grund: Fristen der Anklage wurden nicht eingehalten. Zwei Jahre verbrachte Santiago Uribe in Haft. Der Prozess soll im April fortgesetzt werden.
Ein Richter des Gerichtshofes Medellín verordnete die Freilassung von Santiago Uribe gegen eine Kaution von 30 Mindestgehältern. Grund: Fristen der Anklage wurden nicht eingehalten. Zwei Jahre verbrachte Santiago Uribe in Haft. Der Prozess soll im April fortgesetzt werden.
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tico
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Santiago Uribe Bruder von Kolumbiens Ex-Präsident Uribe verhaftet
Ich weiss da zuwenig im Hintergrund. Aber die Frage "Ja und was wird kommen?" stellt sich mir schon.
In Costa Rica hat man vor gut 10 Jahren gleich drei Expraesitenden auf einen Schlag wegen Korruption verhaftet, huebsch mit Handschellen den einen aus dem Flugzeug geholt.
Und was kam am Ende heraus?
Nichts, gar nichts, nicht das geringste.
Man sollte so nuechtern sein und sehen, dass, wer viel Geld hat, auch das Recht hat. Manchmal gibt es Irritationen und es erwischt Einen, aber im Prinzip....ich habe da keine Illusionen mehr.
In Costa Rica hat man vor gut 10 Jahren gleich drei Expraesitenden auf einen Schlag wegen Korruption verhaftet, huebsch mit Handschellen den einen aus dem Flugzeug geholt.
Und was kam am Ende heraus?
Nichts, gar nichts, nicht das geringste.
Man sollte so nuechtern sein und sehen, dass, wer viel Geld hat, auch das Recht hat. Manchmal gibt es Irritationen und es erwischt Einen, aber im Prinzip....ich habe da keine Illusionen mehr.
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Juicio a Santiago Uribe
El juez que lleva el caso en contra del hermano de Álvaro Uribe Vélez aceptó que el próximo 10 de octubre a las 8:00 de la mañana, Santiago Uribe responda a los cuestionamientos de las partes en el juicio en su contra por paramilitarismo. La misma defensa del ganadero había pedido ampliar la declaración de Uribe Vélez. En esa misma audiencia serían escuchados tres testigos de la defensa citados para este jueves, quienes no aparecen.
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Fuente: Blu Radio
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Fuente: Blu Radio
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Se inicia recta final en juicio contra ganadero Santiago Uribe Vélez
El hermano del senador Álvaro Uribe es investigado por el caso de los '12 apóstoles'. uego de varias dilaciones, se inició la que parece ser la recta final del caso de Santiago Uribe Vélez, ganadero y hermano del senador Álvaro Uribe Vélez por el sonado caso del grupo paramilitar conocido como los '12 apóstoles' y por el asesinato del conductor Camilo Barrientos Durán, registrado en 1994, en Yarumal (Antioquia). Desde la mañana de este miércoles, 6 de noviembre, se lleva a cabo en la sala de audiencias 35, del piso 18, del Palacio de Justicia Jose Félix de Restrepo, en Medellín, la audiencia en la que se presentan los alegatos de conclusión del caso.
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Los 7 testigos falsos que presentó Santiago Uribe Vélez
El juicio en contra de Santiago Uribe, hermano del expresidente Álvaro Uribe, deberá esperar hasta el próximo año para continuar. Este viernes, después de dos días de audiencias, el juez del caso decidió aceptar la petición de la defensa y aplazar el juicio hasta abril de 2020, debido a que el fiscal cambió uno de los delitos por los que acusa al ganadero: el de homicidio agravado, que pasó de ser “en calidad de coautor propio” a “autor mediato por aparato organizado de poder”.
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Las 2 Orillas
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Datos clave del fallo que no llega sobre Santiago Uribe
Santiago Uribe Vélez, hermano del expresidente Uribe, es actualmente procesado por concierto para delinquir, homicidio y la conformación del grupo paramilitar Los Doce Apóstoles. Según la Fiscalía, este grupo es acusado de cometer al menos 533 asesinatos en la población antioqueña de Yarumal y sus alrededores.
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Lista la sentencia al hacendado Santiago Uribe Vélez
El caso judicial más moroso en la historia de Colombia entregará, por fin, decisión de primera instancia. 1.368 días han pasado, 3 años y 9 meses que se cumplirán mañana, desde que terminó el juicio al caballista Santiago Uribe Vélez por el caso del grupo paramilitar llamado ‘Los 12 apóstoles’… Y no hay sentencia. O mejor dicho: no había porque está lista para notificación y quizás hoy mismo se conozca.
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Eisbaer
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Freispruch trotz schwerer Vorwürfe: Santiago Uribe Vélez und das anhaltende Korruptionsproblem in Kolumbien
Santiago Uribe Vélez, Bruder des ehemaligen kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe, wurde von einem Richter in Medellín von der Anklage freigesprochen, an der Gründung und den Aktivitäten der paramilitärischen Gruppe "Los 12 Apóstoles" beteiligt gewesen zu sein. Diese Gruppe operierte in den 1990er Jahren im Norden Antioquias und war für zahlreiche Verbrechen verantwortlich.
Vor fast drei Jahrzehnten hat alles angefangen. Seitdem steht Santiago Uribe Vélez wegen schwerer Verbrechen wie Mord und Verschwörung zur Begehung von Straftaten vor Gericht. Trotz der langen Dauer des Verfahrens und der zahlreichen Zeugenaussagen hat das Gericht entschieden, dass die Beweise nicht ausreichen, um eine Verurteilung zu rechtfertigen.
Die Verteidigung von Uribe Vélez hat erfolgreich argumentiert, dass die Beweise und Zeugenaussagen nicht glaubwürdig sind und von persönlichen Interessen beeinflusst wurden. Der Freispruch beendet einen langen und umstrittenen Prozess, der in Kolumbien und international viel Aufmerksamkeit erregte.
Ich bin überrascht von diesem Urteil. Es zeigt wieder einmal, dass Korruption in Kolumbien bis in die höchsten Positionen reicht.
Vor fast drei Jahrzehnten hat alles angefangen. Seitdem steht Santiago Uribe Vélez wegen schwerer Verbrechen wie Mord und Verschwörung zur Begehung von Straftaten vor Gericht. Trotz der langen Dauer des Verfahrens und der zahlreichen Zeugenaussagen hat das Gericht entschieden, dass die Beweise nicht ausreichen, um eine Verurteilung zu rechtfertigen.
Die Verteidigung von Uribe Vélez hat erfolgreich argumentiert, dass die Beweise und Zeugenaussagen nicht glaubwürdig sind und von persönlichen Interessen beeinflusst wurden. Der Freispruch beendet einen langen und umstrittenen Prozess, der in Kolumbien und international viel Aufmerksamkeit erregte.
Ich bin überrascht von diesem Urteil. Es zeigt wieder einmal, dass Korruption in Kolumbien bis in die höchsten Positionen reicht.
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Eisbaer
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Kolumbianisches Gericht verurteilt Bruder von Ex-Präsident Uribe zu 28 Jahren Haft – Freispruch von 2024 aufgehoben
In einer dramatischen Wende hat ein Gericht den Ex-Senator Santiago Uribe Vélez, den Bruder des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez, zu einer langen Haftstrafe verurteilt. Das Tribunal Superior de Antioquia sprach ihn in zweiter Instanz schuldig, eine paramilitärische Todesschwadron gegründet und finanziert zu haben. Diese Entscheidung hebt eine Freisprechung aus dem Vorjahr auf und markiert einen Meilenstein in der Aufarbeitung der dunklen Kapitel der kolumbianischen Gewaltgeschichte. Im Folgenden ein Überblick über das Urteil, seinen Hintergrund und den Weg dorthin.
Wer ist Santiago Uribe Vélez?
Santiago Uribe Vélez, geboren 1957, ist ein ehemaliger Senator und Viehzüchter aus der einflussreichen Familie Uribe in Antioquia. Sein Bruder Álvaro Uribe war von 2002 bis 2010 Präsident Kolumbiens und gilt als Ikone der Rechten. Die Familie ist tief in der Politik und Wirtschaft des Landes verwurzelt, steht aber seit Jahren im Fokus von Vorwürfen, Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen zu haben – jenen rechtsgerichteten Milizen, die in den 1980er und 1990er Jahren gegen linke Guerillas wie die FARC kämpften und dabei Tausende Zivilisten ermordeten.
Der Hintergrund: Die "Los Doce Apóstoles" und die Anklage
Die Anklage gegen Santiago Uribe dreht sich um die paramilitärische Gruppe "Los 12 Apóstoles" (Die Zwölf Apostel), die Ende der 1980er Jahre in der ländlichen Region Yarumal im Departamento Antioquia entstand. Diese Ultrarechtsmiliz soll von Santiago Uribe gegründet und mit Geld aus seinem Viehgeschäft finanziert worden sein. Die Gruppe war berüchtigt für brutale Massaker, Entführungen und Morde an mutmaßlichen Linken, Gewerkschaftern und Aktivisten. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Uribe vor, am verschärften Mord (homicidio agravado) am 17. November 1994 an dem 17-jährigen Camilo Barrientos beteiligt gewesen zu sein, der als "Guerilla-Sympathisant" hingerichtet wurde. Weiterhin wird ihm ein "verschärftes Konzert zum Verbrechen" (concierto para delinquir agravado) vorgeworfen, also die Organisation krimineller Aktivitäten.
Diese Vorwürfe wurzeln in Kolumbiens langem Bürgerkrieg, in dem Paramilitärs oft mit Teilen des Establishments kooperierten. Zeugenaussagen von Überlebenden und ehemaligen Mitgliedern der Gruppe belasteten Uribe über Jahre hinweg, obwohl Details zu spezifischen Beweisen in diesem Prozess nicht öffentlich detailliert wurden.
Der Prozessverlauf: Von der Freisprechung zur Verurteilung
Der Fall zog sich über Jahrzehnte hin. Die Ermittlungen begannen in den 1990er Jahren, eskalierten aber erst 2016, als der linke Senator Iván Cepeda – ein langjähriger Kritiker der Uribes – den Fall vorantrieb. Im November 2024 sprach ein Richter in Medellín Santiago Uribe in erster Instanz frei: Die Beweise seien unzureichend, und es fehlten konkrete Verbindungen zu den Taten. Diese Entscheidung wurde als Sieg für die Uribe-Familie gefeiert, die den Prozess immer als politisch motiviert brandmarkte.
Doch die Freisprechung hielt nicht stand. Die Staatsanwaltschaft (Fiscalía), die Ombudsstelle (Procuraduría) und betroffene Zivilkläger legten Berufung ein. Heute, am 25. November 2025 hob das Tribunal Superior de Antioquia die Freisprechung auf und verurteilte Uribe in zweiter Instanz. Das Gericht folgte den Argumenten der Anklage und erklärte ihn für strafrechtlich verantwortlich. Der Grund: Neue Bewertung der Zeugenaussagen und Indizien, die die Gründung und Finanzierung der Gruppe belegen. Uribe war nicht persönlich an allen Taten beteiligt, aber als "Intellektueller Autor" haftbar gemacht – also als Planer und Förderer.
Die Strafe: Harte Konsequenzen
Die Richter verhängten eine Gesamthaftstrafe von 28 Jahren und drei Monaten (genau 340 Monate). Dazu kommen:
Reaktionen: Schmerz, Jubel und Appell
Die Entscheidung spaltet Kolumbien. Álvaro Uribe, der selbst in Korruptions- und Bestechungsprozessen verwickelt ist, äußerte auf "tiefen Schmerz": "Siento profundo dolor por la condena contra mi hermano. Dios nos ayude." Seine Unterstützer sehen darin einen Angriff auf die Rechte.
Ganz anders der linke Senator Iván Cepeda, der den Fall vorangetrieben hat: Er feierte das Urteil als "exzellente Nachricht für die Opfer, die Wahrheit und die Justiz in Kolumbien" und wies auf die historischen Verbindungen der Uribe-Familie zu Paramilitärs hin. Opferverbände und Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch begrüßten die Verurteilung als Schritt zur Rechenschaftspflicht.
Die Verteidigung kündigte umgehend eine weitere Berufung vor dem Obersten Gerichtshof (Impugnación especial) an. "Die Wahrheit und die Justiz werden siegen", hieß es in einer Erklärung. Experten rechnen mit einem langen Rechtsstreit, der die Spaltungen im Land weiter vertiefen könnte.
Ausblick: Ein Kapitel in der Kolumbianischen Wahrheitssuche
Diese Verurteilung ist mehr als ein Familiendrama – sie symbolisiert den Kampf Kolumbiens mit seiner Vergangenheit. Unter Präsident Gustavo Petro, der den Friedensprozess vorantreibt, werden alte Wunden aufgerissen, um Versöhnung zu ermöglichen. Ob das Urteil Bestand hat, bleibt abzuwarten. Für die Opfer der "Los Doce Apóstoles" bedeutet es jedoch einen Hauch von Gerechtigkeit nach Jahrzehnten des Leids.
(*) Das Urteil wird erst rechtskräftig, sobald die von der Verteidigung angekündigte Berufung vor der Corte Suprema de Justicia entschieden ist – ein Prozess, der typischerweise Monate bis zu einem Jahr oder länger dauern kann und Santiago Uribe Vélez bis dahin vor einer Haftverfügung schützt.
Wer ist Santiago Uribe Vélez?
Santiago Uribe Vélez, geboren 1957, ist ein ehemaliger Senator und Viehzüchter aus der einflussreichen Familie Uribe in Antioquia. Sein Bruder Álvaro Uribe war von 2002 bis 2010 Präsident Kolumbiens und gilt als Ikone der Rechten. Die Familie ist tief in der Politik und Wirtschaft des Landes verwurzelt, steht aber seit Jahren im Fokus von Vorwürfen, Verbindungen zu paramilitärischen Gruppen zu haben – jenen rechtsgerichteten Milizen, die in den 1980er und 1990er Jahren gegen linke Guerillas wie die FARC kämpften und dabei Tausende Zivilisten ermordeten.
Der Hintergrund: Die "Los Doce Apóstoles" und die Anklage
Die Anklage gegen Santiago Uribe dreht sich um die paramilitärische Gruppe "Los 12 Apóstoles" (Die Zwölf Apostel), die Ende der 1980er Jahre in der ländlichen Region Yarumal im Departamento Antioquia entstand. Diese Ultrarechtsmiliz soll von Santiago Uribe gegründet und mit Geld aus seinem Viehgeschäft finanziert worden sein. Die Gruppe war berüchtigt für brutale Massaker, Entführungen und Morde an mutmaßlichen Linken, Gewerkschaftern und Aktivisten. Konkret wirft die Staatsanwaltschaft Uribe vor, am verschärften Mord (homicidio agravado) am 17. November 1994 an dem 17-jährigen Camilo Barrientos beteiligt gewesen zu sein, der als "Guerilla-Sympathisant" hingerichtet wurde. Weiterhin wird ihm ein "verschärftes Konzert zum Verbrechen" (concierto para delinquir agravado) vorgeworfen, also die Organisation krimineller Aktivitäten.
Diese Vorwürfe wurzeln in Kolumbiens langem Bürgerkrieg, in dem Paramilitärs oft mit Teilen des Establishments kooperierten. Zeugenaussagen von Überlebenden und ehemaligen Mitgliedern der Gruppe belasteten Uribe über Jahre hinweg, obwohl Details zu spezifischen Beweisen in diesem Prozess nicht öffentlich detailliert wurden.
Der Prozessverlauf: Von der Freisprechung zur Verurteilung
Der Fall zog sich über Jahrzehnte hin. Die Ermittlungen begannen in den 1990er Jahren, eskalierten aber erst 2016, als der linke Senator Iván Cepeda – ein langjähriger Kritiker der Uribes – den Fall vorantrieb. Im November 2024 sprach ein Richter in Medellín Santiago Uribe in erster Instanz frei: Die Beweise seien unzureichend, und es fehlten konkrete Verbindungen zu den Taten. Diese Entscheidung wurde als Sieg für die Uribe-Familie gefeiert, die den Prozess immer als politisch motiviert brandmarkte.
Doch die Freisprechung hielt nicht stand. Die Staatsanwaltschaft (Fiscalía), die Ombudsstelle (Procuraduría) und betroffene Zivilkläger legten Berufung ein. Heute, am 25. November 2025 hob das Tribunal Superior de Antioquia die Freisprechung auf und verurteilte Uribe in zweiter Instanz. Das Gericht folgte den Argumenten der Anklage und erklärte ihn für strafrechtlich verantwortlich. Der Grund: Neue Bewertung der Zeugenaussagen und Indizien, die die Gründung und Finanzierung der Gruppe belegen. Uribe war nicht persönlich an allen Taten beteiligt, aber als "Intellektueller Autor" haftbar gemacht – also als Planer und Förderer.
Die Strafe: Harte Konsequenzen
Die Richter verhängten eine Gesamthaftstrafe von 28 Jahren und drei Monaten (genau 340 Monate). Dazu kommen:
- Eine Geldstrafe in Höhe von 6.500 Mindestlöhnen (ca. 10,5 Milliarden kolumbianische Pesos, umgerechnet etwa 2,7 Millionen US-Dollar),
- Eine 20-jährige Sperre für öffentliche Ämter,
- Die Ablehnung von Hausarrest – Uribe muss ins Gefängnis.
Reaktionen: Schmerz, Jubel und Appell
Die Entscheidung spaltet Kolumbien. Álvaro Uribe, der selbst in Korruptions- und Bestechungsprozessen verwickelt ist, äußerte auf "tiefen Schmerz": "Siento profundo dolor por la condena contra mi hermano. Dios nos ayude." Seine Unterstützer sehen darin einen Angriff auf die Rechte.
Ganz anders der linke Senator Iván Cepeda, der den Fall vorangetrieben hat: Er feierte das Urteil als "exzellente Nachricht für die Opfer, die Wahrheit und die Justiz in Kolumbien" und wies auf die historischen Verbindungen der Uribe-Familie zu Paramilitärs hin. Opferverbände und Menschenrechtsorganisationen wie Human Rights Watch begrüßten die Verurteilung als Schritt zur Rechenschaftspflicht.
Die Verteidigung kündigte umgehend eine weitere Berufung vor dem Obersten Gerichtshof (Impugnación especial) an. "Die Wahrheit und die Justiz werden siegen", hieß es in einer Erklärung. Experten rechnen mit einem langen Rechtsstreit, der die Spaltungen im Land weiter vertiefen könnte.
Ausblick: Ein Kapitel in der Kolumbianischen Wahrheitssuche
Diese Verurteilung ist mehr als ein Familiendrama – sie symbolisiert den Kampf Kolumbiens mit seiner Vergangenheit. Unter Präsident Gustavo Petro, der den Friedensprozess vorantreibt, werden alte Wunden aufgerissen, um Versöhnung zu ermöglichen. Ob das Urteil Bestand hat, bleibt abzuwarten. Für die Opfer der "Los Doce Apóstoles" bedeutet es jedoch einen Hauch von Gerechtigkeit nach Jahrzehnten des Leids.
(*) Das Urteil wird erst rechtskräftig, sobald die von der Verteidigung angekündigte Berufung vor der Corte Suprema de Justicia entschieden ist – ein Prozess, der typischerweise Monate bis zu einem Jahr oder länger dauern kann und Santiago Uribe Vélez bis dahin vor einer Haftverfügung schützt.
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