Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Persönliche Berichte und Austausch über Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und chirurgische Behandlungen mit oder ohne Krankenversicherung.
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Carlo
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Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Beitrag von Carlo »

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Ich schließe mich den Vorrednern an: Ich wünsche dir einen schnellen und schmerzfreien Weg zurück zur Gesundheit. Bleib genau so, wie du bist – nimm dir Zeit zum Ausruhen und schone dich gut.

Benny56
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Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Beitrag von Benny56 »

Hallo Eisbaer,

zuallererst von Herzen gute Besserung! Bleib so lange es geht vom Computer fern, konzentriere dich ganz auf deine Gesundheit und mach langsam mit den Gehübungen.

Dein OP-Leitfaden ist wirklich spannend zu lesen. Ich habe selbst wieder einiges dazugelernt, denn ich bin ja hier auch ganz normal über eine EPS versichert. Solche ehrlichen Berichte sind einfach unbezahlbar für uns alle.

In der liebevollen Signatur deines News-Roboters steht ja, dass er dich schon seit fast 16 Jahren glücklich macht. Ich hoffe sehr, dass wir noch mindestens weitere 16 Jahre unter deiner Leitung hier im Forum erleben dürfen!

Richte dich in Ruhe ein bei deiner Bettruhe und lass den Laden hier einfach mal ein paar Tage von alleine laufen.

Beste Grüße und komm bald wieder auf die Beine,
Benny
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Eisbaer
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Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Beitrag von Eisbaer »

Nachtrag vom 16. Juni: Der Kontrolltermin und das Fazit zur medizinischen Handwerkskunst

Nachdem nun genau fünf Wochen seit dem Eingriff vergangen sind, stand am heutigen Dienstag der offizielle Kontrolltermin beim operierenden Chirurgen an. Dieser Termin liefert den passenden Anlass, um diese Dokumentation mit den letzten medizinischen Erkenntnissen und einem abschließenden Fazit abzurunden.

Der heutige Besuch verlief in einer ausgesprochen positiven und von gegenseitigem Respekt geprägten Atmosphäre. Bei der gründlichen Untersuchung und dem Abtasten der betroffenen Stellen zeigte sich der Arzt sichtlich zufrieden mit dem bisherigen Heilungsverlauf. Das Laufen im Haus klappt mittlerweile wieder problemlos, und selbst größere Stufen im Gebäude stellen im Alltag kein Hindernis mehr dar. Die restlichen Hämatome sind fast vollständig abgeklungen.

Im Rahmen des heutigen Gesprächs kamen auch die Details der Operation zur Sprache, die alles andere als ein routinemäßiger Standardeingriff war. Das im Jahr 2004 implantierte, großflächige Stoppa-Netz stellte in der Praxis die größte Herausforderung dar, da es über die Jahrzehnte hinweg massiv mit dem körpereigenen Gewebe verwachsen war. Ein vollständiges Herausreißen hätte zu schweren Verletzungen von Nerven und Gefäßen geführt. Der Chirurg bewies hier echte handwerkliche Präzision der alten Schule: Er entfernte fachgerecht nur den problematischen Teil des alten Materials und verflocht den verbleibenden Rest meisterhaft mit dem neuen Netz. Angewandt wurde hierbei die offene Methode nach Lichtenstein.

Bezüglich des vorab diagnostizierten, dritten kleinen Bruches auf der linken Seite bestätigte der Mediziner seine damalige Entscheidung, diesen vorerst unberührt zu lassen. Die körperliche Reaktion sei hier individuell: Während sich ein solcher Befund bei manchen Patienten durch den Verschluss der anderen Schwachstellen stabilisiert, sucht sich der Druck bei anderen im Laufe der Zeit einen neuen Weg. Um der Bauchdecke die nötige Zeit zur endgültigen biologischen Verwachsung zu geben, verordnete mir der Arzt für die kommenden 45 Tage weiterhin strikte und umsichtige Vorsicht im Alltag. Insbesondere starker Druck auf die Bauchdecke durch schweres Heben oder heftiges Husten muss zwingend vermieden werden – für Letzteres wurde mir die temporäre Nutzung einer medizinischen Kompressionsbandage (Faja) empfohlen. Ein weiterer Kontrolltermin wurde für in 30 Tagen vereinbart.

Abschließendes Fazit:
Diese Odyssee findet damit ein rundum erfolgreiches Ende. Neben der bereits erwähnten Erkenntnis, dass man Diagnosen stets kritisch hinterfragen sollte, hinterlässt dieser Fall noch eine zweite, ebenso wichtige Lehre: Man darf die medizinische Qualität in der kolumbianischen Provinz nicht unterschätzen. Während eine modern durchorganisierte Einrichtung voreilig eine unnötige Organentfernung diktieren wollte, fand sich die tatsächliche Rettung und handwerkliche Spitzenleistung bei einem bodenständigen Chirurgen in einer kleineren Klinik statt. Es braucht keine teure Privatklinik in den Metropolen, um auf echte Berufsethik und meisterhaftes chirurgisches Können zu treffen. Der Mut zum Arztwechsel und das Vertrauen in die handwerkliche Kunst vor Ort haben sich vollkommen ausgezahlt – ich habe die Klinik mit allen meinen Organen verlassen und die Brüche sind stabil versorgt.

Nachtrag: In vier Wochen wurde ein weiterer Kontrolltermin beim Chirurgen von diesem angeordnet.



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coentros
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Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Beitrag von coentros »

Herzlichen Glückwunsch & weiterhin gute und vollständige Genesung. Gut Ding will Weile haben. Vielen Dank für Deine ausführliche Berichterstattung. Es bestätigt meine Meinung, dass gutes und solides Handwerk in Kolumbien in allen Bereichen eine Realität sein kann. Man muss sie "nur" finden. In Deinem konkreten Fall hat sich der Mut den Arzt zu wechseln ausgezahlt. Ich hoffe Du hast hier nun Ruhe, mindestens für die nächsten 25 Jahre.
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Holger78
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Ein Erfahrungsbericht: Leistenbruch‑Operation über die EPS ohne Zusatzversicherung

Beitrag von Holger78 »

Auch von mir herzlichen Glückwunsch und weiterhin eine gute Genesung.
Danke Dir auch für den Bericht.