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In Kolumbien zeichnet sich ein deutlicher Kurswechsel in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik ab. Wie die Zeitung El País berichtet, hat Abelardo de la Espriella den pensionierten General Jorge Eduardo Mora als künftigen Verteidigungsminister nominiert. Die Entscheidung gilt als strategischer Meilenstein und signalisiert eine spürbare Verschärfung der Gangart in der inneren Sicherheit des Landes.Mit der Nominierung von Jorge Eduardo Mora holt de la Espriella einen Mann in die erste Reihe, der die kolumbianischen Streitkräfte und deren innere Strukturen aus jahrzehntelanger eigener Erfahrung kennt. Mora blickt auf eine lange militärische Laufbahn zurück und war in verschiedenen Schlüsselpositionen des Heeres tätig. In Militärkreisen und Teilen der Opposition wird seine Ernennung als Signal gewertet, dass der Fokus künftig wieder stärker auf der klassischen Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung, dem Schutz der ländlichen Regionen und einer harten Linie gegenüber bewaffneten Gruppierungen liegen wird.
Gleichzeitig sorgt die Personalie für intensive politische Debatten. Kritiker äußern die Befürchtung, dass die Berufung eines ehemaligen Generals an die Spitze des eigentlich zivil geführten Ministeriums die ohnehin festgefahrenen Friedensgespräche mit verschiedenen Guerilla- und Milizgruppen endgültig blockieren könnte. Befürworter hingegen sehen in Mora den nötigen Strategen, um die Moral der Truppe zu stärken und der zunehmenden Kriminalität in den Provinzen wirksam zu begegnen.
Die Nominierung markiert den Auftakt für eine grundlegende Neuordnung des Sicherheitsapparates, deren konkrete Auswirkungen auf die ohnehin fragile Lage in Kolumbien in den kommenden Monaten genau zu beobachten sein werden.




