Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Druckfrische Pressemeldungen, Analysen und Hintergründe in Deutscher Sprache über Kolumbien.
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Eisbaer
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Eisbaer »

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Aktualisierte Magnitudenangaben

Seit der ersten Meldung haben sich die offiziellen Messwerte verändert und präzisieren sich weiter. Während die kolumbianische Katastrophenschutzbehörde UNGDR zunächst von einer Stärke von 6,6 in 79 Kilometern Tiefe ausgegangen war, erfolgte eine nachträgliche Korrektur durch den kolumbianischen Geologischen Dienst (SGC), der seine ursprüngliche Schätzung von 6,7 auf 7,4 nach oben angepasst hat. Unabhängige seismologische Einrichtungen registrierten das Ereignis mit einer Magnitude von 7,4 bei einer hypocentralen Tiefe von etwa 107 Kilometern. Diese Abweichungen zwischen verschiedenen Messstellen sind bei Tiefenbeben nicht untypisch, führen jedoch zu unterschiedlichen Einschätzungen des tatsächlichen Risikos und Schadenspotenzials.

Opferzahlen und Humanitäre Lage

Gegenüber dem ersten Lagebericht liegen nun konkretere Angaben zur Opferbilanz vor. Mindestens 18 bis 20 Menschen wurden bisher als getötet gemeldet. Allein in Pereira sollen 18 Todesopfer gezählt worden sein, während in Manizales zwei weitere Verstorbene registriert wurden. Daneben gibt es zahlreiche Verletzte, deren genaue Anzahl sich erst im Laufe der weiteren Untersuchungen ergeben wird. Besonders besorgniserregend ist die Lage in der regionalen Hauptstadt Quibdó, wo Gouverneurin Nubia Carolina Córdoba-Curi von schweren Gebäudeschäden und Verletzungen berichtete.
Infrastrukturelle Schäden

Die Schäden haben sich als weitreichender erwiesen als zunächst angenommen. In mehreren betroffenen Städten stürzten Gebäude ganz oder teilweise ein. In Quibdó wurden eingestürzte Strukturen dokumentiert. Auch in Cali kam es zu sichtbaren Gebäuderissen, und Rettungskräfte mussten Personen aus Trümmern bergen. In Pereira und Manizales, beiden Zentren der Kaffee-Region, wurden ebenfalls zerstörte Bauwerke gemeldet. Ein besonderes Augenmerk gilt dem neogotischen Dom von Manizales, dessen Turm auf das Hauptschiff kollabiert ist – ein Verlust an historischem Kulturerbe.

In Bogotá wurden aufgrund der Stärke der Erschütterungen massenhafte Evakuierungen aus Bürogebäuden und Wohnhäusern ausgelöst. Ähnliche Maßnahmen waren aus Medellín sowie anderen Großstädten wie Cali bekannt geworden. Die Menschen sammelten sich auf öffentlichen Plätzen und Straßen, bis die Behörden Entwarnung gaben.

Ausstrahlung des Bebens

Die Erdstöße machten nicht an den Landesgrenzen halt. Im gesamten nördlichen Südamerika war das Beben spürbar. In Ecuador wurden in Quito Gebäudeschwankungen gemeldet, die Bewohner zu Vorsichtsmaßnahmen veranlassten. Auch nach Panama hin wurden Tremors registriert. Selbst entlang der venezolanischen Grenze war das Beben wahrnehmbar – ein Umstand, der angesichts der verheerenden Doppelbeben in Venezuela vor zwei Monaten besondere Aufmerksamkeit erregt.

Staatliche Reaktionen

Präsident Abelardo de la Espriella, der erst vor drei Tagen sein Amt angetreten hatte, kündigte unmittelbar an, die Rettungsmaßnahmen persönlich zu überwachen. Er verkündete die Einrichtung eines Notfallzentrums in San José del Palmar, der Gemeinde in unmittelbarer Nähe zum Epizentrum. Lokale Behörden stehen laut Katastrophenschutzbehörde UNGRDR im direkten Austausch mit den betroffenen Gemeinden, um den Umfang der Schäden abschließend zu bewerten und zusätzliche Unterstützungsmittel bereitzustellen.
Geologische Einordnung

Kolumbien befindet sich in einer der aktivsten Erdbebenzonen der Welt. Die Pazifikküste liegt an der Schnittstelle tektonischer Platten, die regelmäßig zu starken Erdstoß-Ereignissen führen. Fachleute warnen daher vor möglichen Nachbeben in den kommenden Tagen bis Wochen. Die Bevölkerung wird zur Wachsamkeit aufgerufen und gebeten, behördliche Anweisungen strikt zu befolgen.

Lagebewertung: Die Gesamtsituation entwickelt sich weiterhin dynamisch. Offizielle Finalzahlen zu den Opferzahlen, Verletzten und dem wirtschaftlichen Schaden werden von den zuständigen Behörden in den nächsten 24 bis 48 Stunden erwartet. Besondere Aufmerksamkeit gilt der Region Chocó, wo aufgrund der infrastrukturellen Bedingungen und der eingeschränkten Erreichbarkeit die Rettungskräfte vor besonderen Herausforderungen stehen.
Videos

Aufnahme einer Kirche in Manizales
Quelle: X



Aufnahmen der Kathedrale von Manizales und des Zentrums von Pereira
Quelle: El Pais
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Nico
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Nico »

Danke für den detaillierten Bericht und die Videos! Ich bin derzeit in Manizales. Sollten sich hier ähnliche Nachbeben wie nach den Beben in Venezuela ereignen, werde ich Kolumbien vorerst wieder verlassen. Bleibt alle sicher!
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Holger78
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Holger78 »

Danke auch von mir @Eisbaer für den detaillierten Bericht und der laufenden Updates. Ich sehe das gerade in Caracol TV und bin geschockt.
Ich hoffe das alle unserer Forenmitglieder, deren Familien und Freunde wohlauf sind. Ich wünsche euch viel Kraft diese schwere Zeit zu überstehen.

Max
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Max »

Bei uns alles gut hat schwer geschaukelt.
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smokeout
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von smokeout »

Hoffe alles io .. habe Diverse Die Bis jetz nicht erreichen konnte … Flughäfen sind zu … Also in der Region Pereira … .

111 Tote, 87 Verletzte, 1.575 betroffene Häuser, 37 Häuser vollständig zerstört, 61 Gebäude eingestürzt, 18 Gesundheitszentren betroffen, 52 Schulen betroffen, 17 Gemeindezentren betroffen, 18 Straßen beschädigt und sechs Flughäfen betroffen: Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella berichtet um 12:30 Uhr über das schwere Erdbeben...
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Eisbaer
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Ergänzung zum Erdbeben-Bericht – Auswirkungen auf den Flugverkehr

Beitrag von Eisbaer »

Eine weitere Dimension der Krise zeigt sich im Luftfahrtbereich. Die kolumbianische Zivilluftfahrtbehörde (Aerocivil) bestätigte am Montagmittag, dass infolge des Erdbebens sieben Flughäfen im Land strukturelle Beeinträchtigungen meldeten. Aus Sicherheitsgründen wurden daraufhin kommerzielle Flugoperationen in fünf dieser Terminalanlagen vorübergehend eingestellt, bis abschließende Verifizierungen der Infrastruktur durchgeführt sind.

Die betroffenen Flughäfen sind:
  • Pereira (Flughafen Matecaña)
  • Manizales
  • Cartago
  • Armenia
  • Buenaventura
  • Quibdó
  • Popayán (zusätzlich durch Vulkanaktivitäten beeinträchtigt)
Flugbetriebsstatus: Nur Notfallflüge zugelassen

Während kommerzielle Linienflüge vollständig pausieren, sind in den fünf Hauptterminalen ausschließlich "medizinische Flüge und Staatsluftfahrt" weiterhin gestattet. Die Aerocivil aktivierte umgehend ihre Teams für Brandschutz, Bergung und Rettungsdienste (SAR), um bei Bedarf Einsätze zu koordinieren und Risikomanagement sicherzustellen.

Im Speziellen wurde der internationale Flughafen Matecaña in Pereira als einer der betroffenen Punkte identifiziert. Bildmaterial, das nach dem Erdstoß kursierte, dokumentiert Schäden in Teilen des Terminalgebäudes sowie Evakuierungen von Reisenden aus den Anlagen.

Empfehlungen für Passagiere

Die Aerocivil wies betroffene Reisende an, sich ausschließlich über offizielle Kanäle der Behörde über aktuelle Entwicklungen zu informieren. Flugpassagiere mit gebuchten Verbindungen sollten zudem direkte Kommunikation mit ihren Airlines aufnehmen, um Änderungen ihrer Reisepläne zu erfahren. Service-Teams der Behörde stehen für Anfragen und Vermittlung zur Verfügung.

Parallel zur Evaluierung der Infrastrukturschäden hat die Aerocivil ihre Überwachungsmaßnahmen für die gesamte luftfahrtbezogene Infrastruktur intensiviert. Eine abschließende Bewertung möglicher struktureller Beeinträchtigungen steht noch aus.

Besondere Situation Popayán

In Popayán kommt eine zusätzliche Komplexität hinzu: Dort bestehen bereits vor dem Erdbeben operative Einschränkungen wegen Emissionen des Vulkans Puracé. Die Kombination aus vulkanischer Aktivität und erdbebenbedingten Folgen stellt die Luftfahrtbehörden hier vor besondere Herausforderungen bei der Freigabeentscheidung.

Wirtschaftliche Konsequenzen

Die vorübergehende Sperrung wichtiger Luftdrehscheiben in der Kaffeeregion sowie an der Pazifikküste wird erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben. Pereira und Armenia zählen zu den wichtigsten Handelszentren der Region, während Buenaventuras Hafeninfrastruktur zusätzliche logistische Verzögerungen erwarten lässt. Wie lange die Sperren aufrechterhalten bleiben, hängt vom Fortgang der technischen Inspektionen ab.

Status: Diese Entwicklung bleibt dynamisch. Die Aerocivil kündigte kontinuierliche Updates an, sobald weitergehende technische Gutachten vorliegen. Reisende sollten mit erheblichen Verspätungen, Stornierungen oder Umleitungen rechnen und Flexibilität bei ihren Transportplänen einplanen.

Diese Meldung ergänzt den vorherigen Erdbeben-Bericht vom 10. August 2026.
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Eisbaer
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Ergänzung zum Erdbeben-Bericht – Besondere Lage in Cali

Beitrag von Eisbaer »

Schwerpunktregion: Cali verzeichnet massivste Gebäudeschäden

Unter allen betroffenen städtischen Zentren zeichnet sich Cali als eine der am stärksten getroffenen Regionen ab. Bürgermeister Alejandro Éder gab am Montagnachmittag bekannt, dass sich in der Stadt mindestens 20 eingestürzte Gebäudestrukturen befinden, wobei sich weiterhin Personen in den Trümmern befinden könnten. Diese offizielle Bestätigung stellt die bislang höchste Einzelzahl für eingestürzte Bauwerke innerhalb einer einzigen Stadt dar.

Bildmaterial unabhängiger Medienquellen dokumentiert Bewohner beim selbstorganisierten Rettungseinsatz unter Einsturzruinen. Die visuelle Dokumentation unterstreicht das akute Ausmaß der Zerstörungen jenseits offizieller Statistiken.

Rettungskräfte im Dauereinsatz

Die örtlichen Behörden haben sämtliche verfügbare Rettungseinheiten der Stadt in Alarmbereitschaft versetzt. Alle Organisationsbereiche für Katastrophenhilfe in Cali sind derzeit vollumfänglich auf die Bewältigung der Notlage ausgerichtet. Koordinierte Such- und Bergungsoperationen laufen kontinuierlich, während gleichzeitig medizinische Notfallversorgung für Verletzte sichergestellt wird.

Die Intensität der Zerstörungen in Cali verdeutlicht nochmals die Reichweite des Erdbebens, das über die unmittelbare Epizentrum-Region im Departamento Chocó hinaus gravierende infrastrukturelle Schäden hinterlassen hat. Cali als drittgrößte Stadt Kolumbiens mit über zwei Millionen Einwohnern befindet sich etwa 350 Kilometer südöstlich des Epizentrums, womit die Erschütterungen über größere Distanz hinweg erhebliche Wirkung entfalten konnten.

Weiterentwickelter Status

Die Lage in Cali bleibt dynamisch. Weitere Gebäudesicherungen werden vorgenommen, während parallele Evaluierungen struktureller Integrität benachbarter Bauvorhaben laufen. Bewohner der betroffenen Stadtteile wurden zur Vorsicht bei der Nutzung öffentlicher Räume angehalten.

Hinweis: Diese Meldung bildet die dritte inhaltliche Ergänzung zum Erdbeben-Bericht vom 10. August 2026. Zusammenfassend stehen drei Schwerpunkte nebeneinander: (1) Gesamtschadenslage und Opferzahlen, (2) Auswirkung auf Flugverkehrsinfrastruktur, (3) konkrete Betroffenheit einzelner Großstädte.
Video Cali


Quelle Video: BBC


NEUE ENTWICKLUNG: Ausgangsperre und Militarisierung in Cali

Am späten Montagnachmittag hat Bürgermeister Alejandro Éder zusätzliche Maßnahmen erlassen, die die Eskalation der Situation verdeutlichen:
  • Ausgangsperre (Toque de queda):
    Von 20:00 Uhr Montag bis 06:00 Uhr Dienstag gilt eine allgemeine Ausgangssperre. Bürger wurden aufgefordert, sich zu Hause aufzuhalten, um Rettungskräften ungehinderten Zugang zu ermöglichen.
  • Militarisierung der Stadt:
    Polizei- und Militäreinheiten patrullieren verstärkt, insbesondere in den betroffenen Kommunen Comuna 17 und Comuna 19. Die Maßnahme dient dem Schutz vor möglichen Plünderungen und der Gewährleistung der Einsatzfähigkeit von Rettungsteams.
  • Begründung der Behörden:
    „Wir haben Drohungen bezüglich Plünderungen. Deshalb habe ich die Ausgangsperre und Militarisierung angeordnet." Bürgermeister Éder appellierte an die Bevölkerung, jegliche Unsicherheitsvorfälle zeitnah zu melden.
  • Zusätzliche Rettungskräfte:
    60 weitere Bergungsteams aus Bogotá sowie 32 Soldaten der Streitkräfte werden zur Unterstützung entsendet.
  • Hospital-Notfall:
    Die Stadt hat hospitalären roten Alarm ausgerufen. Nicht-dringende Operationen wurden verschoben, um Kapazitäten für Erdbeben-Opfer freizugeben.
Quelle: La FM | Stand: Montagabend, 10. August 2026
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Eisbaer
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Schweres Erdbeben in Kolumbien – Aktuelle Bilanz vom 10. August 2026

Beitrag von Eisbaer »

Präsident Abelardo de la Espriella hat am Montagnachmittag die aktuelle Opferbilanz offiziell bestätigt. Demnach kamen bei dem Erdbeben der Stärke 7,4 mindestens 111 Menschen ums Leben. Weitere 87 Personen wurden verletzt. Diese Zahlen gelten als vorläufig, da weiterhin Personen unter den Trümmern eingeschlossener Gebäude vermutet werden.

Opferverteilung nach Städten (aktualisiert)
  • Pereira: 40 Tote (neu bestätigt, zuvor 18 gemeldet)
  • Valle del Cauca (Region): 27 Tote
  • Manizales: 3 Tote
  • Buenaventura: 1 Toter
  • Cali: Bisher unbekannt – 25 eingestürzte Gebäude, Personen weiterhin unter Trümmern vermutet
  • Quibdó: Bisher unbekannt – mehrere Verletzte und erhebliche Gebäudeschäden gemeldet
Hauptfakten im Überblick
  • Magnitude: 7,4 (bestätigt durch USGS und Servicio Geológico Colombiano)
  • Tiefe: 82–107 Kilometer (unterschiedliche Messungen)
  • Epizentrum: San José del Palmar, Departamento Chocó
  • Zeitpunkt: 10. August 2026, 07:34 Uhr Ortszeit
  • Betroffene Bevölkerung: Etwa 1,9 Millionen Menschen im Hochrisikogebiet
  • Verletzte: Mindestens 87 bestätigte Fälle
Infrastruktur: Schwere Schäden an Flughäfen und Verkehrswegen

Flughäfen: Sieben Flughäfen weisen strukturelle Schäden auf. Fünf davon sind für den kommerziellen Verkehr vollständig gesperrt:
  • Pereira (Matecaña)
  • Manizales
  • Armenia
  • Cartago
  • Buenaventura
Derzeit sind nur medizinische Evakuierungsflüge und Einsätze der staatlichen Luftfahrt zugelassen.

Straßen: Zwei Hauptverbindungen sind gesperrt, darunter die Route Cali–Loboguerrero aufgrund von Felsstürzen und Erdrutschen.

Gebäudeschäden:
  • Cali: 25 eingestürzte Gebäude
  • Pereira: Schwere Schäden am Flughafen Matecaña, mehrere Bereiche evakuiert
  • Manizales: Turm des neogotischen Doms eingestürzt
  • Quibdó: Schwere Gebäudeschäden, Evakuierungen laufen
Rettungskräfte im Einsatz

Die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen laufen auf Hochtouren:
  • Bogotá: 100 Rettungskräfte wurden nach Cali und in andere betroffene Regionen entsandt.
  • Medellín: Ähnliche Einheiten wurden angekündigt und sind auf dem Weg.
  • Präsident de la Espriella: Leitet die Notfallmaßnahmen persönlich und hat ein Notfallzentrum in San José del Palmar eingerichtet.
Warnung vor Nachbeben

Die Gouverneurin von Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi, hat öffentlich vor möglichen Nachbeben gewarnt. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Gebäude mit sichtbaren Rissen sofort zu verlassen und sich nicht in gefährdeten Strukturen aufzuhalten.

Die USGS stuft die Intensität in der betroffenen Zone auf Stufe 7 von 10 der Modified Mercalli Scale ein – das bedeutet schwere bis verheerende Schäden.

Internationale Einordnung

Dieses Erdbeben folgt auf zwei schwere Beben in Venezuela Ende Juni 2026 (Magnituden 7,2 und 7,5), die mehr als 5.000 Todesopfer forderten. Seismologen vergleichen die aktuelle Situation mit diesen Ereignissen und warnen vor ähnlichen Langzeitfolgen – insbesondere vor der Gefahr weiterer Nachbeben und damit verbundener Gebäudeeinstürze.

Das Beben war auch in Ecuador, Panama und an der Grenze zu Venezuela deutlich spürbar.

Fazit: Mit mindestens 111 bestätigten Todesopfern zählt dieses Erdbeben bereits jetzt zu den schwerwiegendsten Naturkatastrophen in Kolumbiens jüngster Geschichte. Die erhebliche Diskrepanz zwischen den aktuell bestätigten Zahlen und den USGS-Prognosen zeigt, dass die endgültige Bilanz noch deutlich steigen könnte.

Die kommenden 48 Stunden werden über das Schicksal weiterer Verschütteter und das vollständige Ausmaß der Zerstörung entscheiden.



Quellen: Associated Press (AP), NBC News, TIME Magazine, Miami Herald, US Geological Survey (USGS), kolumbianische Regierungsmitteilungen via X/Twitter, Aerocivil

Stand: Montagabend, 10. August 2026
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Bogotano
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Bogotano »

Ein dickes Danke für die ausführliche Berichterstattung und die Ergänzungen! Ich habe in meiner Wohnung Gott sei Dank von alldem nichts mitbekommen. Gerne schließe ich mich @Holger78 an und wünsche euch viel Kraft, diese schwere Zeit zu überstehen.

Max
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Max »

@Max,

wir haben deinen Beitrag entfernt. Private Anfragen dieser Art gehören nicht in öffentliche Forenbereiche, insbesondere bei laufenden Nachrichten-Threads wie diesem zum Erdbeben.

Für Fragen ohne Bezug zum Thema bitten wir um Nutzung privater Kanäle ([Email] oder [Telefon]). So bleiben persönliche Daten geschützt und der Fokus auf den offiziellen Informationen gewahrt.

Danke für deine Kooperation!

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Nico
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Ergänzender Bericht zum Erdbeben in Kolumbien – Stand: 10. August 2026

Beitrag von Nico »

Hey Leute, hier ist kurz ein Update von mir aus Manizales, wo ich mich gerade aufhalte.

Was die Lage angeht, sind wir wirklich schwer betroffen. Der Strom fiel ab und an aus, Handynetz funktioniert noch. Der Dom hat uns allen einen Schrecken eingejagt – der Turm ist tatsächlich eingestürzt, das sieht man auf den Videos. Die ganze Stadt ist im Dauer-Krawall.

In meiner Gegend waren die Schäden überschaubarer, aber ihr müsst wissen, dass viele ältere Gebäude beschädigt wurden. Die Stimmung ist angespannt.

Ich melde mich wieder, wenn ich Neuigkeiten habe. Bis dahin passt alle gut auf euch auf.
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Beitrag von Tenere-wue »

In Cartago wurden einige Gebäude im Zentrum stark beschädigt. Ebenfalls wurden 2Hochhäuser beschädigt. Den beiden Forumsmitgliedern aus Cartago geht es gut. Das Beben war sehr stark zu spüren. Es gab horizontale und vertikale Bewegungen gleichzeitig. Das Epizentrum war 38km von Cartago entfernt.Wir werden hier vsl.Familienmitglieder aus Armenia aufnehmen. Im Norden von Armenia hat es an vielen Gebäuden schwere Schäden gegeben. Supermärkte sind geschlossen,Wasser gibt es in Armenia auch keines. In Circasia gibt es ebenfalls kein Wasser,über Gebäudeschäden würde mir nicht berichtet. Ich hoffe allen in Kolumbien lebenden Forumsmitgliedern geht es gut.. Grüße
-vive tu sueno !

Dolfi
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Beitrag von Dolfi »

Habe gestern Abend mit der Schwiegermutter in medellín telefoniert, soweit alles OK, keine größeren Schäden in der Stadt (zumindest in Bello). Aber es sind wohl alle auf die Straße gelaufen. Sie meinte, so heftig hätte sie das noch nie erlebt.