Der kolumbianische Präsident Abelardo de la Espriella hat seine ursprünglichen Pläne verworfen und wird die Casa de Nariño in Bogotá nun doch als offiziellen Hauptamtssitz der Regierung nutzen. Zusammen mit seiner Ehefrau, der First Lady Ana Lucía Pineda, absolvierte er am vergangenen Freitag seinen ersten offiziellen Rundgang durch das Palastgebäude und sprach in den sozialen Medien von einem „neuen Abschnitt“ für das Land.
Wie das Nachrichtenportal Infobae berichtet, wollte De la Espriella das geschichtsträchtige Gebäude nach seinem Amtsantritt eigentlich in ein öffentlich zugängliches Museum umwandeln und die Regierungsgeschäfte stattdessen aus dem Palacio de San Carlos führen. Der Alltag der ersten Wochen im Amt sowie die logistischen Herausforderungen nach dem schweren Erdbeben zwangen das Regierungsteam jedoch zum Umdenken.
Der historische Palacio de San Carlos im Zentrum der Hauptstadt erwies sich für den täglichen Regierungsbetrieb als unpraktisch: Enge Zufahrten, Straßenblockaden bei Diplomatenempfängen sowie fehlende Sicherheits- und Kommunikationstechnik schränkten die Arbeit stark ein. Die Casa de Nariño hingegen bietet neben moderner Infrastruktur auch einen eigenen Hubschrauberlandeplatz, was die Mobilität des Präsidenten und seiner Minister erheblich erleichtert.
Ganz soll der ursprüngliche Gedanke aber nicht sterben: Die Regierung plant weiterhin, Teile des Palastkomplexes für kulturelle Veranstaltungen zu öffnen und regelmäßig Regierungsgeschäfte direkt aus den verschiedenen Regionen Kolumbiens zu führen. Für den Regierungsalltag in der Hauptstadt bleibt die Casa de Nariño jedoch die unangefochtene Zentrale.
Kurswechsel in Bogotá: Espriella zieht nun doch in den Präsidentenpalast "Casa de Nariño"
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Kurswechsel in Bogotá: Espriella zieht nun doch in den Präsidentenpalast "Casa de Nariño"
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