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"Irgendwann bekommt man wohl zu spüren, dass man dort auch nur der "Ausländer" ist.", das schrieb Hombre248 und damit hat er zu 100% recht.Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
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Ernesto
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padrino
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
@FreeLibertarian
Besten Dank! ja wer weiss, das wäre doch super, genau deshalb liebe ich das Leben, man weiss nie wo es einem hinführt, ich freu mich auf jedenfall unheimlich auf die Zukunft, was immer kommen möge, ich bin bereit!
Besten Dank! ja wer weiss, das wäre doch super, genau deshalb liebe ich das Leben, man weiss nie wo es einem hinführt, ich freu mich auf jedenfall unheimlich auf die Zukunft, was immer kommen möge, ich bin bereit!
el sucio de mi carro vale mas que tu carro...hahaaaaaa prrrrrrrrrrrraaaa Arcangeeeeeeeeeeel
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FreeLibertarian
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
@Ernesto: Die Mehrheit deiner Posts hier empfinde ich als negativ, warum dann in Kolumbien bleiben? Du sagtest, du kamst nach KOL um zu helfen, hast es dann aber gelassen, was hält dich dann noch in KOL? Warum nicht zurück in die Schweiz oder nach Panama, Chile, Mexiko...?
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Bambus
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
An diesem einen, speziellen Beitrag sehe ich nichts negatives, denn ich als Ausländer bekomme das jeden Tag zu spüren das ich Ausländer bin. Liegt wohl an mir selbst, aber leider ist es so.
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Ally
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
Ich war in Costa Rica und finde Kolumbien weitaus angenehmer zum Leben! Also keine Frage,Costa Rica ist wunderschoen,landschaftlich,Tier und Pflanzenwelt,alles. Aber sicherer? Als europaerin kann ich mich hier in Bogota viel freier bewegen als damals in San Jose! Und wirklich reicher ist Costa Rica meines Wissens auch nicht,gibt genau wie hier mehr oder weniger gut entwickelte Infrastruktur,je nach Gegend. Kolumbien ist doch eigentlich im Vergleich sehr gut entwickelt,ich war letzten Sommer noch in Ecuador und danach kam mir Kolumbien geradezu europaeisch vor,von der Infrastruktur und allem.
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Renato
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
Das Problem an Kolumbien ist, dass die Kosten langsam aber sicher Europa ueberfluegeln. Also es richtig teuer hier. Dass Essen teurer als in der USA oder Europa teilweise, in einem guten Restaurant in Bogota. Auch die mieten sind 100% angestiegen. Suchst Du eine schoene 3.5 Zimmer Wohnung im Estrato 5 im Norden dann kostet das ueber 1000 Euro.
Ecuador ist als Land sehr schoen, einfach zum reisen, sehr guenstig im Vergleich zu Colombia. Nur die Frauen sind um ein vielfaches Schoener in Ecuador.
Ecuador ist als Land sehr schoen, einfach zum reisen, sehr guenstig im Vergleich zu Colombia. Nur die Frauen sind um ein vielfaches Schoener in Ecuador.
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Don-Pedrinio
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
interesanntes Thema, schade habe ich verpasst.
aber ich hoffe ihr akzeptiert meine Ansicht auch noch am 21. Jan.
als ich 2006 nach Kolumbien auswanderte, sah alles recht viel rosiger aus als dass es sich für mich entwickelte. (meine erste Reise nach Col war 2004)
ab 2008 habe ich dann eine Lösung gefunden die ich bis heute durchziehe und die für mich selbst so stimmt.
grundsätzlich sagte man mir damals: wenn du in eine neue Kultur ziehst hast du zuerst mal 2 Grundperspektiven die für dich wichtig sind. entweder du ziehst in eine Siedlung von Ausländern (wie z.B. Pataya dass mehrfach erwähnt wurde) oder du ziehst in jene fremde Kultur. bei letzterer musst du wissen, dass eine solche Ausländern aus Prinzip skeptisch gegenüber stehen (ist bei uns nicht anders) und du zum Beispiel in Kolumbien sicherlich 2 volle Jahre brauchst bis ein grossteil deiner Umgebung dich akzeptiert hat. ehe du davon reden kannst Teil jener Kultur zu sein. ich denke es bei mir mind. 3 Jahre dauerte heute aber viele Kolumbianer sagen, du bist mehr paisa als Ausländer, was ich pers als kompliment entgegen nehme.
in einer Enklave von Ausländern wirst du Zeit deines Aufenthaltes dort Ausländer bleiben, egal wie gut oder schlecht du jene sprache sprichst. du wirst dort auch eher unter andern, wenn möglich gleicher Muttersprache deine neuen Freunde suchen und finden. wirklich zufälligerweise ich am Sa Abend mit jemandem lange redete der in Pataya lebt. er denn sagte dass er mal hörte, dass es dort rund 10`000 Schweizer gäbe. man mit Hochdeutsch problemlos durch käme wenn es sein müsste....
wenn du in einer neuen Heimat lebst brauchst du also viel Zeit bis dich die Menschen akzeptieren. Neid aber stets Begleiter sein kann, es an einem selbst liegt dass dieser mit der Zeit verblasst.
ich las von einer Hitparade. Platz 2 Dom Rep. dazu möchte ich erwähnen dass ich 2 CH Freunde, welche eine Ehe dorthin haben. beide wollten sorgfälltig einen Ausstieg planen. aus der CH. beide sich langsam etwas aufbauten im Tourismus sektor. beiden ihr hab und gut in der Dom Rep abgefackelt wurden, als sie eben nicht vor Ort waren. ich selbst innert 25 Jahren insgesamt 6 Mal dort in den Ferien war. Dom Rep ist kein ideales Land um dorthin auswandern zu wollen. jeder muss aber seine eigenen Erfahrungten machen. sich aber nicht von Meer und schönem Leben täuschen lassen, denn das Hinterland ist mausarm. und der Tourist der das Land überflutet lässt den Einheimischen unbeschwerter Wohlstand spüren. auch derjenige der dort etwas aufbauen will, denn er trägt für den Einheimischen den selben Pass auf dem Rücken wie alle andern die nur für kurze Zeit sich dort austoben.
Kolumbien wird immer teurer, ein EU schon fast überflügeln.... wow, welch Aussage...
ich habe 4 Jahre lang in verschiedenen Stadtteilen Medellins Wohnungen gehabt. hier unterscheidet sich für mich bei einem angegebenen Estrato 5, eine alte herkömliche Bauweise mit dem neuen Trend der bessergestellten Kolumbianern.
besagte 3.5 Zi Wohnung: bis vor wenigen Jahren sehr viele Bewohner in solchen Wohnungen lebten mit ca. 60m2. der heutige Trend läuft aber in überdimensionale WGs.
Bauart älter als 2008 findet man in Medellin Wohnungen sogar im Estrato 6 für rund 1 bis 1,3 Mio Pesos/ Mt. hingegen neuere WGs problemlos ein doppeltes übersteigen können. entsprechend auch eine Grundfläche auch schnell 100m2 übersteigen kann. hinzu kommen Nebenkosten die sich auf rund 500 000 belaufen inkl admin. egal nun ob älter oder neuer.
kosten für Essen im Restaurant. in einem einfachen Rest in der aglomeration einer Grosstadt in der CH kostet ein Abendessen schnell 100`000 Pesos und mehr. D sollte wohl etwas günstiger sein. der Vergleich denn auch von Bogota aus gemessen wurde.... sprich Grosstadt. Medellin wird wohl kaum gigantisch unterschiedlich dazu sein... ich in Medellin sehr oft in 1.Klass Rest. Abendesse. aber solche nicht in Touristenvierteln suche, sondern eben da wo kaum Ausländer vorbei kommen. wenn ich 50 000 Pesos bezahle, dann war in meinem Cola auch noch ein Rum drin. zumeist esse ich für max 40 000. das sind für mich im Vergleich mit Europa nach wie vor Welten. klar kann ich in einen Parque lleras auch teurer Essen gehen, teurer und Qualitativ auch schlechter... allerdings müsste ich irgendwann mit einem erstklass Rest aus Europa vergleichen. ein Madrid, Paris, Berlin, Bern, Rom... Renato, bist du sicher, dass Bogota ein Europa schon eingeholt hat ???
in den letzten 3 Jahren lerne ich vermehrt Menschen kennen, welche zuvor über Jahre in Costa Rica gelebt haben. ihnen dort aber die Lebensunterhaltskosten langsam aber sicher über den Kopfwachsen und nun in Kolumbien sich umsehen. ein nach Kolumbien umsiedeln ins Auge fassen.
aber ich hoffe ihr akzeptiert meine Ansicht auch noch am 21. Jan.
als ich 2006 nach Kolumbien auswanderte, sah alles recht viel rosiger aus als dass es sich für mich entwickelte. (meine erste Reise nach Col war 2004)
ab 2008 habe ich dann eine Lösung gefunden die ich bis heute durchziehe und die für mich selbst so stimmt.
grundsätzlich sagte man mir damals: wenn du in eine neue Kultur ziehst hast du zuerst mal 2 Grundperspektiven die für dich wichtig sind. entweder du ziehst in eine Siedlung von Ausländern (wie z.B. Pataya dass mehrfach erwähnt wurde) oder du ziehst in jene fremde Kultur. bei letzterer musst du wissen, dass eine solche Ausländern aus Prinzip skeptisch gegenüber stehen (ist bei uns nicht anders) und du zum Beispiel in Kolumbien sicherlich 2 volle Jahre brauchst bis ein grossteil deiner Umgebung dich akzeptiert hat. ehe du davon reden kannst Teil jener Kultur zu sein. ich denke es bei mir mind. 3 Jahre dauerte heute aber viele Kolumbianer sagen, du bist mehr paisa als Ausländer, was ich pers als kompliment entgegen nehme.
in einer Enklave von Ausländern wirst du Zeit deines Aufenthaltes dort Ausländer bleiben, egal wie gut oder schlecht du jene sprache sprichst. du wirst dort auch eher unter andern, wenn möglich gleicher Muttersprache deine neuen Freunde suchen und finden. wirklich zufälligerweise ich am Sa Abend mit jemandem lange redete der in Pataya lebt. er denn sagte dass er mal hörte, dass es dort rund 10`000 Schweizer gäbe. man mit Hochdeutsch problemlos durch käme wenn es sein müsste....
wenn du in einer neuen Heimat lebst brauchst du also viel Zeit bis dich die Menschen akzeptieren. Neid aber stets Begleiter sein kann, es an einem selbst liegt dass dieser mit der Zeit verblasst.
ich las von einer Hitparade. Platz 2 Dom Rep. dazu möchte ich erwähnen dass ich 2 CH Freunde, welche eine Ehe dorthin haben. beide wollten sorgfälltig einen Ausstieg planen. aus der CH. beide sich langsam etwas aufbauten im Tourismus sektor. beiden ihr hab und gut in der Dom Rep abgefackelt wurden, als sie eben nicht vor Ort waren. ich selbst innert 25 Jahren insgesamt 6 Mal dort in den Ferien war. Dom Rep ist kein ideales Land um dorthin auswandern zu wollen. jeder muss aber seine eigenen Erfahrungten machen. sich aber nicht von Meer und schönem Leben täuschen lassen, denn das Hinterland ist mausarm. und der Tourist der das Land überflutet lässt den Einheimischen unbeschwerter Wohlstand spüren. auch derjenige der dort etwas aufbauen will, denn er trägt für den Einheimischen den selben Pass auf dem Rücken wie alle andern die nur für kurze Zeit sich dort austoben.
Kolumbien wird immer teurer, ein EU schon fast überflügeln.... wow, welch Aussage...
ich habe 4 Jahre lang in verschiedenen Stadtteilen Medellins Wohnungen gehabt. hier unterscheidet sich für mich bei einem angegebenen Estrato 5, eine alte herkömliche Bauweise mit dem neuen Trend der bessergestellten Kolumbianern.
besagte 3.5 Zi Wohnung: bis vor wenigen Jahren sehr viele Bewohner in solchen Wohnungen lebten mit ca. 60m2. der heutige Trend läuft aber in überdimensionale WGs.
Bauart älter als 2008 findet man in Medellin Wohnungen sogar im Estrato 6 für rund 1 bis 1,3 Mio Pesos/ Mt. hingegen neuere WGs problemlos ein doppeltes übersteigen können. entsprechend auch eine Grundfläche auch schnell 100m2 übersteigen kann. hinzu kommen Nebenkosten die sich auf rund 500 000 belaufen inkl admin. egal nun ob älter oder neuer.
kosten für Essen im Restaurant. in einem einfachen Rest in der aglomeration einer Grosstadt in der CH kostet ein Abendessen schnell 100`000 Pesos und mehr. D sollte wohl etwas günstiger sein. der Vergleich denn auch von Bogota aus gemessen wurde.... sprich Grosstadt. Medellin wird wohl kaum gigantisch unterschiedlich dazu sein... ich in Medellin sehr oft in 1.Klass Rest. Abendesse. aber solche nicht in Touristenvierteln suche, sondern eben da wo kaum Ausländer vorbei kommen. wenn ich 50 000 Pesos bezahle, dann war in meinem Cola auch noch ein Rum drin. zumeist esse ich für max 40 000. das sind für mich im Vergleich mit Europa nach wie vor Welten. klar kann ich in einen Parque lleras auch teurer Essen gehen, teurer und Qualitativ auch schlechter... allerdings müsste ich irgendwann mit einem erstklass Rest aus Europa vergleichen. ein Madrid, Paris, Berlin, Bern, Rom... Renato, bist du sicher, dass Bogota ein Europa schon eingeholt hat ???
in den letzten 3 Jahren lerne ich vermehrt Menschen kennen, welche zuvor über Jahre in Costa Rica gelebt haben. ihnen dort aber die Lebensunterhaltskosten langsam aber sicher über den Kopfwachsen und nun in Kolumbien sich umsehen. ein nach Kolumbien umsiedeln ins Auge fassen.
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Ernesto
Verified - Kolumbien-Veteran

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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
Kolumbien ist ein Land im Krieg! Keine Menschenrechte! Kein funktionierendes Sozialsystem, das kannst du nicht mit anderen Ländern vergleichen. In Tschechien ist das Leben fast gleich wie in Kolumbien. Poblado wird immer teurer, jetzt kommt wieder eine enorme Steuer aus die "Reichen" zu. Ich kann Renato nur unterstützen, denn abgesehen von krimineller Energie entwickelt sich hier sehr wenig. Auch ich kenne die Schweiz. Meine Eltern leben in Zürich.
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Toska
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
Hallo,
ich bin erst seit kurzem "Beute-Kolumbianer" und hierhin ausgewandert und verfüge sicherlich nicht über die gesammelten Erfahrungen von jenden, die schon seit Jahren hier leben. Auf der anderen Seite sind meine Erinnerungen an das Leben in Deutschland noch recht frisch. Nur mal zu den Lebenshaltungskosten: Ich lebe hier in Kolumbien von der selben Arbeit, die ich auch in D-Land verrichtet habe - für die selben Kunden (Internet-Dienstleistungen). In Deutschland sind mir trotz ziemlich gutem Einkommen und massiver Einschränkungen des Lebensstandards die Kosten davongelaufen. In 2011 und 2012 (bis zur Auswanderung) gab es kaum Phasen, wo ich nicht jeden Euro doppelt umdrehen musste, oder noch noch offene Rechnungen danach sortiert habe, wie hartnäckig und schnell die Gläubiger überlichweise den Vollstrecker schicken. Es hat dann zwar immer irgendwie alles (mehr oder weniger) funktioniert. Aber ohne Stress ging es nie. Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel, Sprit ... die Preise kennen seit Jahren nur den Weg nach oben. Erhöhungen um 25-30% von heute auf morgen? Kein Problem. Und wenn wirklich mal 'n bissel Geld über war, kam das Finanzamt und wollte das 3-5 fache davon. Zum Mitnehmen, bitte.
Dann denke ich noch an all die anderen Dinge, ohne die es nicht geht. Kosten, die dir vom Staat, vom Land, der Gemeinde, Vereinen, Verbänden und sonstwem vorgeschrieben werden: Private Krankenversicherung, private Altersvorsorge (jeweils das billigste vom billigsten auf niedrigstem Niveau), Zwangsmitgliedschaft in IHK und Verpackungsverordnungsvereinigung, Zwangssteuer der GEZtapo der öffentlich (un)rechtlichen Verdummungsanstalten, ständige Korrespondenz vom Finanzamt (inklusive spannender "Umsatzsteuersonderprüfung" während der Betriebsferien), der Unmöglichkeit ohne Steuerberater-Kosten in Deutschland eine Firma zu führen (auf 15 Jahre gerechnet hab ich ein Jahr nur für meine Steuerberater geschuftet), Glühbirnenverordnung, Kehrwoche, Neidbürgertum und notleidende Banken. Oh, und Griechenland will auch noch gerettet werden! Und Kreta! Oder war das Zypern? Egal, denn in Deutschland will jeder immer nur dein Bestes. Am liebsten sofort und in bar.
DAS sind alles Dinge, die ich an Deutschland nicht vermisse. Und wir haben da noch nichtmal annähernd über das Thema Politik oder Medienlandschaft in Deutschland gesprochen.
In Kolumbien ist nicht alles Gold was glänzt und es es sicherlich nicht das Paradies. Man lebt hier so gut oder so schlecht, wie man es mit seiner eigenen Hände Arbeit einrichten kann. Aber wenn ich mir die Kosten für Miete, Strom, Gas, Telefon, Internet, Wasser (u.s.w.) anschaue und mit Deutschland vergleiche, dann kann ich mir das Grinsen nicht verkeifen. Vor allem ist es HIER eines: Deutlich weniger Stress, weniger Gängelei und weniger Bevormundung. Der kolumbianische Staat schaut mir nicht ständig über die Schulter und flüstert mir beständig ein, was ich wie zu tun und zu lassen habe. Das sind Freiheiten und Freizügigkeiten, die im "geeinten" Europa und speziell in Deutschland schon vor Jahrzehnten tief in die Tonne geklopft wurden. Dafür nehme ich gerne all die kleinen und großen Besonderheiten Kolumbiens in kauf und freue mich daran, nicht mehr in der EU(dSSR) zu leben.
ich bin erst seit kurzem "Beute-Kolumbianer" und hierhin ausgewandert und verfüge sicherlich nicht über die gesammelten Erfahrungen von jenden, die schon seit Jahren hier leben. Auf der anderen Seite sind meine Erinnerungen an das Leben in Deutschland noch recht frisch. Nur mal zu den Lebenshaltungskosten: Ich lebe hier in Kolumbien von der selben Arbeit, die ich auch in D-Land verrichtet habe - für die selben Kunden (Internet-Dienstleistungen). In Deutschland sind mir trotz ziemlich gutem Einkommen und massiver Einschränkungen des Lebensstandards die Kosten davongelaufen. In 2011 und 2012 (bis zur Auswanderung) gab es kaum Phasen, wo ich nicht jeden Euro doppelt umdrehen musste, oder noch noch offene Rechnungen danach sortiert habe, wie hartnäckig und schnell die Gläubiger überlichweise den Vollstrecker schicken. Es hat dann zwar immer irgendwie alles (mehr oder weniger) funktioniert. Aber ohne Stress ging es nie. Strom, Gas, Wasser, Lebensmittel, Sprit ... die Preise kennen seit Jahren nur den Weg nach oben. Erhöhungen um 25-30% von heute auf morgen? Kein Problem. Und wenn wirklich mal 'n bissel Geld über war, kam das Finanzamt und wollte das 3-5 fache davon. Zum Mitnehmen, bitte.
Dann denke ich noch an all die anderen Dinge, ohne die es nicht geht. Kosten, die dir vom Staat, vom Land, der Gemeinde, Vereinen, Verbänden und sonstwem vorgeschrieben werden: Private Krankenversicherung, private Altersvorsorge (jeweils das billigste vom billigsten auf niedrigstem Niveau), Zwangsmitgliedschaft in IHK und Verpackungsverordnungsvereinigung, Zwangssteuer der GEZtapo der öffentlich (un)rechtlichen Verdummungsanstalten, ständige Korrespondenz vom Finanzamt (inklusive spannender "Umsatzsteuersonderprüfung" während der Betriebsferien), der Unmöglichkeit ohne Steuerberater-Kosten in Deutschland eine Firma zu führen (auf 15 Jahre gerechnet hab ich ein Jahr nur für meine Steuerberater geschuftet), Glühbirnenverordnung, Kehrwoche, Neidbürgertum und notleidende Banken. Oh, und Griechenland will auch noch gerettet werden! Und Kreta! Oder war das Zypern? Egal, denn in Deutschland will jeder immer nur dein Bestes. Am liebsten sofort und in bar.
DAS sind alles Dinge, die ich an Deutschland nicht vermisse. Und wir haben da noch nichtmal annähernd über das Thema Politik oder Medienlandschaft in Deutschland gesprochen.
In Kolumbien ist nicht alles Gold was glänzt und es es sicherlich nicht das Paradies. Man lebt hier so gut oder so schlecht, wie man es mit seiner eigenen Hände Arbeit einrichten kann. Aber wenn ich mir die Kosten für Miete, Strom, Gas, Telefon, Internet, Wasser (u.s.w.) anschaue und mit Deutschland vergleiche, dann kann ich mir das Grinsen nicht verkeifen. Vor allem ist es HIER eines: Deutlich weniger Stress, weniger Gängelei und weniger Bevormundung. Der kolumbianische Staat schaut mir nicht ständig über die Schulter und flüstert mir beständig ein, was ich wie zu tun und zu lassen habe. Das sind Freiheiten und Freizügigkeiten, die im "geeinten" Europa und speziell in Deutschland schon vor Jahrzehnten tief in die Tonne geklopft wurden. Dafür nehme ich gerne all die kleinen und großen Besonderheiten Kolumbiens in kauf und freue mich daran, nicht mehr in der EU(dSSR) zu leben.
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Grüße, Toska
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FreeLibertarian
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
Bravo, Toska! Genauso kann man die Situation in der EU zusammenfassen. Wegen genau diesen Gründen denke ich ebenfalls über eine Auswanderung nach.
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Don-Pedrinio
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Kolumbien - Nein danke! Auswandern nach XYZ in Lateinamerika
@Ernesto, ja es stimmt, es entwickeln sich enorme kriminelle Energieen. vorwiegend aus gelangweilten jüngeren Kreisen, unterer Estratos, wohl vorwiegend aus Neid besser gestellteren, welche einfacher eine Berufskarriere erklimmen können als sie. die Entwicklung ist für mich erschreckend, denn aus ihren teilweise fast hoffnungslosen Entwicklungsmöglichkeiten sinkt eine Hemmschwelle laufend, kriminelle Handlungen zu tun.
dies darf man aber nicht auf ein ganzes Kolumbien projezieren, sondern vielleicht auf jene Städte, welche früher als sicher galten als andere. der Mensch schneller etwas mehr verdiente als anderswo. noch in einem 2006 zum Beispiel ein Pereira als eher gefährlich gehandelt wurde, ein Medellin damals als sehr sicher galt.
kleine unwesentliche Dinge die veiel nicht kennen:
bis 2008: in einem Pereira man Nachts nach 12 nicht auf die Strasse sollte. so wie auch in Cali damals man vom bestellten Taxi abgeholt wurde, jener Fahrer wartete bis man am Zielort sicher in einer Haustür verschwand, ehe der Taxifahrer losbrauste. in einem Neiva ich noch 2009 nach 20 Uhr im gesperrten Stadtzentrum unter Polizeischutz zu meinem Hotel geführt wurde. alles solches gab es in einem Medellin bereits 2004 nicht mehr... auch nicht an der Küste und in Bogota dies unterschiedlich gehandhabt wurde, jenachdem wohin man wollte.
Entwicklung schlecht hin: schön, dass für viele eine solche von heute auf morgen statt finden muss. nach zig jährigem Krieg erst mal eine Grundinfrastruktur wieder aufgebessert werden musste. Ernesto, damals warst du noch nicht in Medellin, als zum Beispiel an einer av Poblado man links und rechts der Strasse man auf Kieswegen von einer Clinica Poblado zu einem Einkaufszentrum Ovioedo spazierte. sondern als du ankamst, sowas bereits luxuriös verbessert war. eine Autobahn im Norden erst letztes Jahr vollumfänglich in Betrieb genommen wurde und jene ausserhalb der Stadttoren endete. danach es nur noch holprige 2 spuhrige Pisten waren.
meine Vergleiche kann ich natürlich fast nur zu Medellin machen, aber mit ändern von Namen von Spitälern und Einkaufszentren dieses Szenario in x beliebige andere Städte projeziert werden können.
wir sind hierbei von unseren Systemen in Europa verwöhnt und vergleichen nur zu gerne damit. in einem Kolumbien und in einem Jahre 2000 nicht mehr sehr viel ging, alles war am verlottern, wer würde schon irgendwohin investieren wollen, wenn die Gefahr bestand jenes von einer Guerilla geraubt oder vernichtet würde...
darum möchte ich immer wieder dies erwähnen. egal ob ich mit dieser Meinung wohl alleine da stehe. ohne eine gesunde Grundinfrastruktur nirgens auf der Welt etwas geht. eine Entwicklung in Kolumbien in den letzten Jahren derart rasant vorwärts geht, dem ein Staat Kolumbien kaum die Stirn zu bieten vermag... wie sieht es zum Beispiel mit Bogota aus bezüglich Verkehr. das nakte chaos, weil die Entwicklung der Stadt x fach schneller verläuft als die Stadt die Möglichkeit hat, dieser auch Herr zu werden.
dies darf man aber nicht auf ein ganzes Kolumbien projezieren, sondern vielleicht auf jene Städte, welche früher als sicher galten als andere. der Mensch schneller etwas mehr verdiente als anderswo. noch in einem 2006 zum Beispiel ein Pereira als eher gefährlich gehandelt wurde, ein Medellin damals als sehr sicher galt.
kleine unwesentliche Dinge die veiel nicht kennen:
bis 2008: in einem Pereira man Nachts nach 12 nicht auf die Strasse sollte. so wie auch in Cali damals man vom bestellten Taxi abgeholt wurde, jener Fahrer wartete bis man am Zielort sicher in einer Haustür verschwand, ehe der Taxifahrer losbrauste. in einem Neiva ich noch 2009 nach 20 Uhr im gesperrten Stadtzentrum unter Polizeischutz zu meinem Hotel geführt wurde. alles solches gab es in einem Medellin bereits 2004 nicht mehr... auch nicht an der Küste und in Bogota dies unterschiedlich gehandhabt wurde, jenachdem wohin man wollte.
Entwicklung schlecht hin: schön, dass für viele eine solche von heute auf morgen statt finden muss. nach zig jährigem Krieg erst mal eine Grundinfrastruktur wieder aufgebessert werden musste. Ernesto, damals warst du noch nicht in Medellin, als zum Beispiel an einer av Poblado man links und rechts der Strasse man auf Kieswegen von einer Clinica Poblado zu einem Einkaufszentrum Ovioedo spazierte. sondern als du ankamst, sowas bereits luxuriös verbessert war. eine Autobahn im Norden erst letztes Jahr vollumfänglich in Betrieb genommen wurde und jene ausserhalb der Stadttoren endete. danach es nur noch holprige 2 spuhrige Pisten waren.
meine Vergleiche kann ich natürlich fast nur zu Medellin machen, aber mit ändern von Namen von Spitälern und Einkaufszentren dieses Szenario in x beliebige andere Städte projeziert werden können.
wir sind hierbei von unseren Systemen in Europa verwöhnt und vergleichen nur zu gerne damit. in einem Kolumbien und in einem Jahre 2000 nicht mehr sehr viel ging, alles war am verlottern, wer würde schon irgendwohin investieren wollen, wenn die Gefahr bestand jenes von einer Guerilla geraubt oder vernichtet würde...
darum möchte ich immer wieder dies erwähnen. egal ob ich mit dieser Meinung wohl alleine da stehe. ohne eine gesunde Grundinfrastruktur nirgens auf der Welt etwas geht. eine Entwicklung in Kolumbien in den letzten Jahren derart rasant vorwärts geht, dem ein Staat Kolumbien kaum die Stirn zu bieten vermag... wie sieht es zum Beispiel mit Bogota aus bezüglich Verkehr. das nakte chaos, weil die Entwicklung der Stadt x fach schneller verläuft als die Stadt die Möglichkeit hat, dieser auch Herr zu werden.
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Also wenn ich die Posts von Ernesto lese, frage ich mich schon wieso du überhaupt noch in Kolumbien bist. Und was du z.t. von Dir gibst... Kolumbien im Krieg.. Ich weiss ja nicht, evtl. wirst du viel ausgeraubt oder man trifft dich sonst wie, aber bei meiner Novia ist in den letzten Jahren nichts derartiges passiert, niemand hat Angst und die Lebensqualität ist wesentlich höher als in EU, auch wenn sie nicht viel haben und mehr arbeiten müssen, ich spüre keine Unzufriedenheite, der Drang auf good old europa hat niemand, denn mittlerweile ist es auch in Südamerika angekommen wie die Mentalität hier ist.
Doch Leute, Kolumbien ist hier eigentlich nicht das Thema... sondern eben andere Länder, wo man auswandern kann!
Doch Leute, Kolumbien ist hier eigentlich nicht das Thema... sondern eben andere Länder, wo man auswandern kann!
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@Don-Pedrinio
Dein letzter Abschnitt ist top, den genau das triffts auf den Punkt. Ich kenn dasselbe bei Fortaleza (Brasilien).
Dein letzter Abschnitt ist top, den genau das triffts auf den Punkt. Ich kenn dasselbe bei Fortaleza (Brasilien).
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