Prüfung der ausreichenden Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts bei Europareise

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Gordi_K
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Prüfung der ausreichenden Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts bei Europareise

Beitrag von Gordi_K »

Hallo,

mein Schwigervater ist sicher mit weniger als 1000€ nach Europa gereist, er hat nur seine Bankomat- und Kreditkarten mit.

Da er bei uns wohnen sollte, hat er kein Hotel gehabt. Deswegen hat er bei der Ausreise Probleme gehabt - wir haben einfach über booking das erste stornierbare Angebot gebucht, das hat er vorgelegt, nach der einreise haben wir die Unterkunft abgesagt und fertig. Er ist über Spanien eingereist.

Ich habe nur "positives" über die Einreise von Kolumbianer gehört - also auch wenn es zum Problemen gekommen ist, hat man relativ schnell eine Lösung gefunden. Dass jemand nach dem Vermögen/Reisemitteln gefragt wurde, habe ich nie gehört, alle reisen meist nur mit Kreditkarte - da man auch Euro in Kol. schwer bekommt, ist einfacher in Europa abzuheben. Wenn man als Tourist Versicherung und Hotel vorweisen kann, dann ist alles OK.

Lange Rede kurzer Sinn - hat jemand erlebt, dass am Flughafen nach den Reisemitteln gefragt wurde und man diese Vorweisen musste? Wie läuft es dann ab, wenn man nur Kreditkarte hat?



Moderation: Beitrag von Visumsfreie Einreise von Kolumbianern über anderen Schengenstaat (z.B. Spanien oder Frankreich) nach Deutschland abgetrennt und als eigenständiges Thema erstellt. Eisbaer - Moderator
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schweizer
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Prüfung der ausreichenden Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts bei Europareise

Beitrag von schweizer »

Um solche Vorfälle zu vermeiden sollte dem Reisenden einfach, wie im anderen Thema mehrfach gesagt, eine formlose Einladung in Verbindung mit der formlosen Verpflichtungserklärung zugestellt werden.
Das eine Hotelreservierung kein Granat für eine problemlose Einreise ist habe ich gerade => hier gelesen. Kolumbianische Kreditkarten haben meist ein sehr geringes Limit. Kann die Bundespolizei bei der Einreise das abfragen? Die Frage von Gordi_K ist gut, wie prüft die Bundespolizei die Vermögensverhältnisse?

Die Bundespolizei selbst schreibt zu diesem Thema sehr wenig.
Bundespolizei hat geschrieben:Darüber hinaus müssen Drittstaatsangehörige für einen geplanten Besuchsaufenthalt den Zweck und die Umstände des beabsichtigten Aufenthalts belegen. Sie müssen über ausreichende Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts sowohl für die Dauer des beabsichtigten Aufenthalts als auch für die Rückreise in den Herkunftsstaat verfügen.
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Noch etwas passendes zum Thema.
El Tiempo hat geschrieben: Solvencia económica. Como parte de los requisitos para viajar a España que tendrás que presentar al llegar al país, deberás comprobar que tienes los suficientes recursos económicos para pagar todos los gastos de tu viaje, entre hoteles, tours, desplazamientos, comidas, bebidas y demás. Entonces, lleva contigo un extracto de tu cuenta bancaria actualizado del último mes, muestra tus tarjetas de crédito (si las tienes) y algunos euros en efectivo. En promedio, por persona, deberás probar que puedes gastar entre 90 y 120 euros por cada día de estadía. Seguramente el oficial de migración no va a sacar la calculadora para sumar si tu presupuesto cumple con esta cifra, así que con que le des una cifra redonda como 5 mil o 10 mil euros, y muestres extractos bancarios y tarjetas de crédito, habrás cumplido este requisito.
Kreditkarte alleine scheint nicht zu reichen wenn es zu einer Kontrolle kommt!


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Gordi_K
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Prüfung der ausreichenden Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts bei Europareise

Beitrag von Gordi_K »

Ich glaube hier werden zwei Sachen vermischt.

Wenn jemand mehr als 90 Tage (zumindest in AT) bleiben will, braucht einen Aufenthaltstitel (Visum). Es ist möglich, ein Visum auf Einladung eines EU-Bürgers zu bekommen (https://www.oesterreich.gv.at/themen/le ... 50100.html)

Wenn jemand als Tourist nach Europa reist, dann habe ich noch nie davon gehört, dass man bei der Einreise Geldmittel vorlegen müsste. Die Familie "meiner" Tante (5 Personen) hat einmonatiges Urlaub in Europa gemacht - die haben keine zwei drei Tausend Euro bar gehabt...

Basierend auf Erfahrungen von mir und meinen Arbeitskollegen - wenn man schon ein paar Visa im Reisepass hat, dann prüfen die Grenzpolizisten in der Regel gar nichts - da man als vertrauenswürdige Person eingestuft wird. D.h. ich habe nie gehört, dass man Geldmittel vorlegen müsste, aber die Personen reisen relativ viel, haben teilweise US Visa.

Was jedoch sehr wohl sein kann - wenn man im Reisepass noch kein Stempel hat, nicht Englisch spricht und nervös ist, dann werden die Grenzpolizisten vermutlich aufmerksam und beginnen nachzufragen. Wenn man den Pokerface nicht bewährt und z.B. die Unterkunft nicht weiß, dann wird es verdächtigt. Aber wie gesagt - aus der Familie oder Bekanntenkreis habe ich nie über Probleme bie der Einreise in die EU gehört.
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spitfire88
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Prüfung der ausreichenden Mittel zur Bestreitung des Lebensunterhalts bei Europareise

Beitrag von spitfire88 »

Es gibt diesbezüglich klare Verfahrensregelungen in der EU / Schengen-Raum:
FINANZIERUNGSNACHWEISE
- Bargeld, Reiseschecks oder Kreditkarten in Höhe von 45 €, - für jeden Tag des Aufenthalts oder eine Verpflichtungserklärung.
REISEKRANKENVERSICHERUNG
- mit einer Mindestdeckung von 30.000 €, gültig für alle Schengen-Staaten.
HIN- UND RÜCKFLUGTICKET
- innerhalb von 90 Tagen.
Das ist die Theorie. Inwieweit dies im Einzelfall überprüft wird, ist halt so wie beim Autofahren in der Stadt, wo nur 50km/h erlaubt sind. Ich habe aber gehört, dass es Leute gegeben haben soll, die schneller gefahren sind, ohne dass sie bestraft wurden ...