Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung | Juli / August 2021

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Glboetrotter
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung | Juli / August 2021

Beitrag von Glboetrotter »

Vor einiger Zeit machte ich in einem unabhängigen Labor einen Bluttest (Spritze am linken Unterarm) in Bezug auf Covid-19. Ich wollte wissen, ob ich in den letzten Monaten einmal damit infiziert war. Bereits nach einigen Stunden hatte ich das Ergebnis vom Labor als PDF-Anhang erhalten. Tatsächlich war mein Resultat positiv für SARS-COV-2IgG (bedeutet, dass ich Covid-19 vor mehr als 12 Kalendertagen irgendwann einmal in meinem Körper hatte), und das Resultat war negativ für SARS-COV-2IgM (bedeutet, dass ich in den letzten 4 bis 7 Kalendertagen nicht mehr Covid-19 im Blut/Körper hatte), Zeitpunkt gemessen vom Tag des Bluttests. Ich hatte also Covid-19 und bin jetzt genesen.

Rund 2 1/2 Wochen vor dem Bluttest fühlte ich mich wirklich schlecht für drei Tage. Zuerst ist es ein Unwohlsein, dass innerhalb von einem Tag kam. Danach hatte ich abwechselnd kalt und warm nachts und tagsüber. Ich hatte starke Kopfschmerzen mit einem Stechschmerz mehrheitlich am Vorderkopf, jedoch auch am ganzen Kopf, obwohl ich sonst sehr selten Kopfschmerzen hatte (Migräne kenne ich nur aus dem Wörterbuch). Ebenfalls fühlte ich mich schwach, energielos/kraftlos und war sehr müde. Es war mir unmöglich, ein Buch oder schwierigere Zeitungsartikel zu lesen, und auch länger als 5 Minuten TV zu sehen, da dies mehr Konzentration erforderte, die ich wegen der Schwäche und der Müdigkeit nicht hatte. Ich bekam auch einen Hautausschlag mit roten Punkten am Hals und im oberen Brustbereich. Die Haut am Hals sah rot aus wie wenn ich starken Sonnenbrand hätte und dort schien ich um 10 Jahre älter zu sein (Haut sah gerunzelt aus); es war deutlich sichtbar. Es schmerzte und juckte auch. Ich nahm dagegen Sonnencreme und eine zusätzliche Hautcreme, weil es Flüssigkeitsmangel anzeigte. Ich hatte auch sehr viel Durst und trank dementsprechend viel Wasser, teilweise auch Coca-Cola und Gatorate. Täglich wusch ich (Waschmaschine natürlich) die getragenen Kleider und die Bettwäsche, um zu sehen, ob ich das überhaupt noch kräftemässig schaffte, was dann auch ging.

Ich holte mir in der Apotheke Zink-Tabletten und Vitamin D-Tabletten, die ich täglich einnahm. Ich hatte bereits die Vitamin-C vom D1 zu Hause und nahm diese auch. Gleich am Anfang als ich anfing mich unwohl zu fühlen, habe ich angefangen mit 8 Tropfen von Invermectin (in Kolumbien heisst das Produkt «Quanox» und kostet in der Apotheke um 23'000 Pesos für 5 mg; die Generika davon heisst «Simpiox» und kostet um 11'000 Pesos). Scheinbar waren 8 Tropfen davon nicht genug (2 Tage ausprobiert) und deshalb erhöhte ich die Dosis auf 15 Tropfen. Bereits ein Tag später fühlte ich mich deutlich gesünder und kräftiger. Am zweiten Tag mit den 15 Tropfen fühlte ich mich bereits fast schon bei 80 % des Normalzustands, also viel besser. Sorgen machte mir nur noch den roten Hautausschlag, wobei ich weiterhin fleissig Hautcreme darauf strich. Nach wenigen Tagen ging auch der Hautausschlug zurück. Heute spüre und sehe ich nichts mehr davon.

Nach mehr als zwei Wochen mit guter Gesundheit habe ich dann den Bluttest in Bezug zu Covid-19 gemacht. Nie war ich in der Situation, dass ich dachte, ich müsste ins Spital oder zum Arzt gehen. Ich hatte nie Probleme mit der Atmung, nie mit dem Geschmackssinn, Fieber auch nicht (Körpertemperatur war bei 37.0 Grad), und ich hatte nur einen kleinen, einmaligen Husten mehrfach über den Tag verteilt, jedoch keine Hustenanfälle oder etwas Ähnliches. Ich machte auch in einem anderen Labor die üblichen Bluttests, wobei die Blutwerte im normalen Bereich bei mir waren.

Kurz gesagt: Ich bin wieder voll fit, genesen und hoffentlich für längere Zeit immun gegen Covid-19. Die Bestätigung vom Labor ist scheinbar mindestens 6 Monate lang in Kolumbien gültig.
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Karibikotto
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Karibikotto »

Wie sagt man so schön GLÜCK GEHABT.
Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht, den ich mit großem Interesse aufmerksam gelesen habe.
Falls noch Spätfolgen der Erkrankung auftreten, bitte berichte dazu ebenfalls.
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Ernesto
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Ernesto »

Das klingt krass. Danke für die Berichterstattung.
Manchmal ist es für die Psyche besser, wenn man nicht weiss was man hat.
Ich wäre in deiner Situation bei diesen Symptomen zu einem Arzt gegangen, da ich kein Freund von Eigenmedikation bin ;-)
Was ist mit den Leuten, mit denen du zu dieser Zeit Kontakt hattest? Alle getestet und gesund?

Milawesi
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Milawesi »

@Glboetrotter

Danke, dass du deine Erfahrungen hier mit uns allen teilst. Das bestätigt mir einmal mehr, Covid-19 ist keine tödliche Infektionskrankheit.
Die Statistiken, Medienberichte, die kursieren, erwecken einen gegenteiligen Eindruck. Schwere Verläufe mit teilweise Todesfolge standen immer im Zusammenhang mit Vorerkrankungen der Patienten.
Auch die geschilderten Symptome spiegeln die Schwierigkeit wieder, die Infektion an typischen Merkmalen auszumachen. Viele sind infiziert und wissen es gar nicht.
Sehr schnell wusste man beispielsweise schon, dass Fieber kein eindeutiges Indiz ist, um eine Covid-19 Infektion zu erkennen. Zu diesem Zeitpunkt wurde aber in Kolumbien weiter an der Überprüfung der Körpertemperatur festgehalten.

Ich habe während meines Aufenthalts in Kolumbien immer Angst gehabt, mich zu infizieren. Mittlerweile habe ich mich für eine Impfung entschieden und halte trotzdem an den AHA- Regeln fest.

Auch beunruhigen mich nicht die heutigen Nachrichten, dass das PEI (Paul- Ehrlich- Institut) bislang 24 Personen meldet, die durch die Impfung mit Biontech an einer Herzmuskelentzündung erkrankten. Davon 2 weibliche Personen.
Letztendlich liegt die Entscheidung bei jedem selbst.
Bleiben wir gesund und passen wir auf uns auf.
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Pitalito
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Pitalito »

Gut das Glboetrotter die Sache gut überstanden hat.
Aber es Ist ja wohl auch kein statistisches Wunder.
Zudem vermute ich mal es war kein "Impfdurchbruch" denn ...

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach geht davon aus, dass die Zahl der Corona-Infektionen bei vollständig geimpften Menschen steigen wird. „Durchbruchinfektionen ereignen sich bei Personen, deren Corona-Impfung länger als sechs Monate zurückliegt“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Freitag. Bei allen Covid-Impfstoffen gegen das Coronavirus steige das Risiko eines Impfdurchbruchs nach sechs Monaten an, führte der Mediziner aus. Kollege Spahn heute zur Thematik : "In einem zweiten Schritt können wir dann darüber nachdenken, auch allen anderen eine Auffrischimpfung anzubieten“

Ring frei zur dritten Runde, alles wird gut.
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Ernesto
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Ernesto »

@Pitalito

Wenn du schon zitierst, dann zitiere vollständig und nicht nur den Teil der vielleicht Angst verbreitet.

Weiterhin sagte Lauterbach: In der Regel sei die Erkrankung dann aber nicht so gefährlich wie bei Ungeimpften. Lauterbach lobte in diesem Zusammenhang die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) für Auffrischungsimpfungen bei besonders alten Menschen und Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

Quelle: Stern und andere ...

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Glboetrotter
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Glboetrotter »

Danke für Eure Fragen, die ich gerne beantworten werde.
Ich (bis heute und bis auf weiteres ungeimpft; ohne bekannte Vorerkrankungen) habe bis jetzt keine Spätwirkungen oder Nebenwirkungen, für mögliche Long-Covid Schäden ist es noch viel zu früh, wobei auch hier die Chance prozentual sehr klein für meine Altersgruppe ist. Ein Restrisiko im Leben bleibt immer, auch bei Herzinfarkt, Schlaganfall usw.

Ich möchte noch hinzufügen, dass man mir bewusst - auf meinen Wunsch - auch das Blut (oder wie auch immer; ich bin kein Mediziner) in der Niere und Leber drei Wochen nach meiner Erkrankung überprüft hat, als auch den D-Dimmer Test (mögliche Auswirkungen von sogenannten "Spike Proteine", wo Geimpfte manchmal scheinbar irgendetwas an Ungeimpfte weitergeben, was in meinem Fall sehr gut möglich gewesen wäre - das hört sich kurios an und ich weiss selber auch nicht, was ich davon halten soll). Alle Bluttests waren im normalen Bereich.

Ich war selbstverständlich während dieser Zeit auf Distanz mit anderen Personen. Drei mir nahestehenden Personen (eine Geimpft, zwei Ungeimpft), die ich traf als ich mich noch gesund fühlte, fühlten sich für ein oder zwei Tage während meiner Krankheit auch nicht wohl. Ich werde ihnen den Bluttest für Covid in den nächsten Wochen zahlen (rund 50'000 Pesos für den Test). Dieser Bluttest für vergangene Covid-Infizierte ist ungültig für das internationale Reisen im Flugzeug; es ist kein PCR-Test oder Antigen-Schnelltest. Ich habe mir nie gross Gedanken gemacht, wo ich das Virus aufgelesen hatte, weil es eben so viele Möglichkeiten gibt, auch möglich von einer dieser drei Personen, die alle wieder schnell gesunden wurden.

Karl Lauterbach lag in allen seinen Horror-Prognosen extrem falsch. Man müsste ihn Anklagen für Panikmache und Einschüchterung.

Markeast
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Markeast »

Super, das du uns an deinen Erfahrungen teilhaben lässt,
Freue mich für dich, dass du alles gut überstanden hast.

Holger78
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Holger78 »

@Glboetrotter
Danke für deinen Bericht, war sehr aufschlussreich.
Schön zu lesen das er dir wieder gut geht, hoffentlich bleibt es so.
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CaribicStefan
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von CaribicStefan »

@Glboetrotter...felizidades...

So ähnlich gehts mir auch seit einer Woche...nur nicht ganz so heftig erschöpft wie Du und auch keinen Hautausschlag.
Bin zweimal geimpft...mal sehen wann es vorbei geht...heute Morgen gehts schon etwas besser!
https://www.youtube.com/watch?v=GJm7H9IP5SU
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Pitalito
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Pitalito »

Für CaribicStefan gute Besserung !!
OFFTOPIC
& guten Morgen @ Ernesto

Du hast Recht, so vieles könnte man zitieren.
Ich vermute zudem, das bei den Befürwortern, der staatlich verordneten Strategie(n),
die Überzeugung „das Richtige“ zu tun, wesentlich gefestigter ist als bei mir.

Denn wenn ich sage, das es doch derzeit -mitten im Experiment- wirklich noch nicht
beurteilt werden kann welche Strategie(n) denn die einzig Richtige ist, dürfte das
vermutlich auch schon auf Widerspruch treffen. Oder kann man sich darauf gar verständigen ?

Wer kann schon beantworten ob wir,
bei der von mir stets als wichtig und richtig angesehenen Vorsicht und bestem Schutz der wohl Gefährdeteren, nun so gaaanz anders dastehen würden, wenn man die gleiche Energie auf die >Behandlung< der Krankheit gerichtet hätte und nicht vorrangig auf die Behandlung der zum Behandlungszeitpunkt (noch) gesunden ? Ich sicher nicht.

Sicher beschäftige ich mich aber mit der Frage, ob es wirklich verwerflich ist, wenn der Gedanke das Bio(n)tech-nologie
in meinen Venen zirkulieren würde, so überhaupt nicht zu Gefühlen der Freude führt.

Da wir zum Glück im Kolumbienforum sind, denke ich das ich dieser Thematik an dieser Stelle einfach besser nicht mehr nachgehen sollte. Wie der Vorredner sinngemäß sagte, hoffentlich bleiben wir gesund. Denn das ist das Wichtigste Ziel, das jeder auf seine Weise erstreben sollte/ könnte.


Du hattest kritisiert das von mir in letzter Zeit viel Wirres käme. (Corona/politisch bezogen?)
Ja, wahrscheinlich sollte ich erkennen, das Ironie oder Umschreibungen mit einem Augenzwinkern nicht jedem liegen.
Ernst'haftigkeit ist ja prinzipell eine gute Eigenschaft und so viel besser, als die abstoßende Art der Herabwürdigens oder Draufhauens die ja auch vorkommen kann.
Ich gebe zu, das ich eine Neigung habe nicht alles so todernst zu nehmen und das Motto, leben und leben lassen gar nicht so übel finde.
Vielleicht gefällt es mir auch deshalb so gut in Kolumbien. Oder ich hab einfach Glück mit dem Umfeld hier... ist nicht Soledad.

Somit hier wieder mal ein Bezug oder Gedanke, der manchem Absurd erscheinen mag :
Ein Blick zum Hindukusch zeigt uns was von uns so überlegenen „Westlern“ am Ende zu halten ist.
Und wie vertrauenswürdig wir regiert werden.
Wieder mal wurden wir ganz schön hinter die Fichte geführt oder nicht ? Ein echtes Fanal
Aber bei Corona ist das ganz anders , da wollen die uns Regierenden nur das Beste. Ganz sicher.

Zusatz nochmal für Ernesto: vergiss bei solchen Einschüben von mir nicht, das Du (vermutlich) glücklicher Schweizer bist und ganz anders auf Dein Staatswesen schauen kannst. Aus gutem Grund.

Auch ich habe meine Erfahrungen gemacht, die man Kolumbien zu machen hat. Aber ich finde es traurig, das in vielen Zusammenhängen das Land dem diesen Forum gilt, so oft so negativ konnotiert wird > „Kolumbien halt“ . Wo ist die Dankbarkeit das wir dort sein dürfen ?
Machen sie wirklich alles so unfähig grottendumm (in Bezug auf Covid u.A.) wie der Leser hier denken könnte ? Kolumbien, nur schändliche Politk ?

Ich bin zutiefst dankbar für meinen Fluchtort in COL.
Die damaligen Bewohner der Ortschaft, aus der ich an diesem Morgen schreibe, hätten von 80 Jahren Jeden für vollständig geisteskrank erklärt,
der Ihnen gesagt hätte das Sie ziemlich bald einen Fluchtort brauchen. Vermutlich sind das auch wieder so gaaanz wirre Gedanken ;)

Beste Grüße mal explizit nach Zürich wo ich, Dank der derzeit hervorragenden Tarife, Anfang Oktober die Rückreise nach Pitalito antreten werde.
Si Dios quiere ;)
Anmerkung der Moderation:

Bei diesem Thema handelt es sich um die Beschreibung eines Mitglieds wie er die Krankheit überstanden hat.
Genesungswünsche und Rückfragen sind ausdrücklich erwünscht!
Eine Diskussion zur Corona-Politik ist in diesem Thema falsch platziert.
Daher wurde dieser Beitrag von der Moderation in einen Spolier gesetzt. (Kann von jedermann gelesen werden.)

Falls CaribicStefan ebenfalls nachweislich an Covid-19 erkrankt ist, ist er eingeladen ein eigenes Thema zu seinem Krankheitsverlauf zu erstellen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei @Glboetrotter für seinen wertvollen Beitrag bedanken.

Oswaldo
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Tenere-wue
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Tenere-wue »

Servus Glboetrotter, Danke für deine Geschichte und es freut mich sehr das alles gut verlaufen ist.
Das Ivermectin wurde auch in dem Verwandtenkreis meiner Frau oft genutzt.
Grüße
-vive tu sueno !
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Genuasd
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Genuasd »

@ Glboetrotter
es freut mich zu hören, dass du die Krankheit gut überstanden hast und wieder vollständig genesen bist.
Jedoch zeichnest du nur ein individuelles Bild und man neigt ja dazu von Einzelfällen auf die Grundgesamtheit zu schließen - sowohl positiv, als auch negativ, so wie es gerade passt.
Ein Bekannter anfang 20 hatte einen sehr harmlosen Verlauf, aber leider schmeckt sein Schnitzel jetzt nach Blei. Der hat einfach Pech gehabt.

Es wurde ja bereits zu Beginn der Pandemie von Fachleuten gesagt, dass für einen Großteil der Bevölkerung nicht lebensbedrohlich bis harmlos sein dürfte.
die große Unbekannte dabei sind unerkannte Vorerkrankungen auch bei jüngeren Menschen und natürlich die Entwicklung von so einem Virus.
Insofern lieferst du jetzt keine wirklich neuen Erkenntnisse und ich würde mal davon ausgehen, dass du eher jünger bist (unter 50).
Man sieht halt schön, wie der Ursprung mal wieder verloren ging, denn dabei ging es eben hauptsächlich die Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Ich möchte das Thema mal anhand von konkreten Zahlen angehen.
UK ist da ein gutes Beispiel, da man dort früh eine hohe Impfquote erreicht hat, bereits die Maßnahmen weit runtergefahren hat und die Inzidenzen wieder auf einem sehr hohen Level sind.
Anfang des Jahres war die britische Corona Mutation in aller Munde, weil sie sich schneller verbreitet.
im Januar gab es täglich rund 50k neue Fälle, von denen ca. 1k tödlich verliefen.
Aktuell gibt es täglich 30-40k neue Fälle, von denen aber nur noch 100 tödlich enden.
Das ist schon ein signifikanter Unterschied und dafür gibt es 2 Gründe.
die Delta-Variante soll zwar erheblich ansteckender sein als andere bisher, aber dafür wieder etwas harmloser.
Der Hauptgrund ist aber die Immunisierung durch das Impfen, denn Risikogruppen werden gezielt geschützt, das Virus würde sich ohne die Impfung viel unkontrollierter verbreiten und Verläufe sind trotz Impfdurchbrüchen viel harmloser und lassen sich deutlich leichter behandeln, was zur Entlastung der Intensivstation führt.

die Inzidenz in Deutschland ist nun wieder über der magischen 50 und das war die letzten Wochen deutlich absehbar und trotzdem hält man sich bedeckt mit neuen Restriktionen.
Hater würden sagen das ist Wahlkampf-bedingt, aber tatsächlich ist es einfach noch nicht nötig und das ist der guten Impfquote zu verdanken, die leider trotzdem noch zu niedrig ist.
Zumal die Schulen nun wieder öffnen.
Insofern... lasst euch impfen.. je weniger es tun, desto länger haben wir diesen Zirkus.
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anuja
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von anuja »

Dank dir @Glboetrotter Freue mich für dich das es dir wieder bestens geht. Nur nicht unterkriegen lassen.
Auch ich kenne Leute die auf Ivermectin schwören.
Dass der geschilderte Krankheitsverlauf ein individuelles Bild ist, sollte jedem klar sein. Danke @Genuasd das du uns noch einmal eindrücklich darauf hinweist, auch das andere einen weniger harmlosen Verlauf haben. :lkom:
Ich auf jeden Fall bin @Glboetrotter sehr dankbar, dass er uns an seiner individuellen Erfahrung teilhaben lässt.
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Genuasd
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Der Verlauf meiner COVID-19 Erkrankung / August 2021

Beitrag von Genuasd »

@ anuja
ich habe Zweifel, ob du meinen Beitrag richtig gelesen oder verstanden hast.
Aber das macht nichts.

@ Glboetrotter
was mich noch interessieren würde, wie du auf diesen Bluttest aufmerksam geworden bist?
ich wusste bis dato nicht, dass so etwas überhaupt angeboten wird.
Wäre der Antikörper-Test nicht auch gegangen?
hätte mich auch mal interessiert, ob ich unbewusst eine Infektion durchgemacht habe.