Gefahren des Massentourismus in Medellín: Ein Aufruf zur Vorsicht

Hier werden die aktuellen Reise- & Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes, des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten und vom Bundesministerium Österreichs veröffentlicht.
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Eisbaer
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Gefahren des Massentourismus in Medellín: Ein Aufruf zur Vorsicht

Beitrag von Eisbaer »

Medellín hat sich in den letzten Jahren zu einem beliebten Touristenziel entwickelt. Das hat zwar viele positive Auswirkungen auf die Stadt, bringt aber auch neue Herausforderungen mit sich. Der Massenauftrieb von Touristen kann negative Folgen für die Stadt und ihre Bewohner haben, wenn er nicht verantwortungsvoll gehandhabt wird.

Einer der besorgniserregendsten Aspekte des Massentourismus in Medellín ist die Verdrängung von einheimischen Mietern. Einheimische Einwohner berichten von Mieterhöhungen und Kündigungen, da Vermieter ihre Wohnungen zu deutlich höheren Preisen an Touristen vermieten können. Dies führt zu einer Verknappung des Wohnraums für die einheimische Bevölkerung und kann zu einer Verschärfung der sozialen Ungleichheit führen.

Gier und Abzocke: Leider nutzen einige Menschen die Situation aus und versuchen, von Touristen zu profitieren. Abzocke und Wucherpreise sind in touristischen Gebieten leider keine Seltenheit. Touristen, die sich nicht bewusst sind, was angemessene Preise sind, können leicht Opfer dieser Machenschaften werden.

Es ist wichtig, dass sowohl Touristen als auch Einheimische sich dieser Gefahr bewusst sind und Maßnahmen ergreifen, um ihr entgegenzuwirken.

Tipps für verantwortungsvolle Touristen:
  • Seit preisbewusst: Informiert Euch vorab über die angemessenen Preise für Waren und Dienstleistungen.
  • Verhandelt: Scheut Euch nicht, über Preise zu verhandeln, insbesondere bei Taxifahrten oder auf Märkten.
  • Kleidet Euch unauffällig: Vermeidet es, teuren Schmuck oder elektronische Geräte offen zur Schau zu stellen.
  • Lernt ein paar Brocken Spanisch: Grundlegende Sprachkenntnisse können helfen, Missverständnisse zu vermeiden und faire Preise zu verhandeln.
  • Seit wachsam: Seit Euch sich Eurer Umgebung bewusst und vermeidet es, alleine in abgelegenen Gegenden unterwegs zu sein.
Es gibt immer noch Möglichkeiten, Medellín abseits der ausgetretenen Pfade zu erleben. Informieren Euch über lokale Touren, besucht die weniger bekannte Stadtteile oder verbringt die Zeit in der Natur rund um die Stadt.

Ich hoffe, dass dieser Beitrag dazu beiträgt, das Bewusstsein für die Gefahren des Massentourismus zu schärfen und einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Tourismus in Medellín zu fördern.
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Gefahren des Massentourismus in Medellín: Ein Aufruf zur Vorsicht

Beitrag von Eisbaer »

[Séptimo Día] Tödlicher Tourismus? Ausländische Besucher werden Opfer von Verbrechen in Medellín

Der Charme Medellíns wird durch die steigende Zahl ermordeter ausländischer Touristen getrübt.

Diego Guauque berichtet über Betrug, Drogen und Gewalt.
Séptimo Día ist eine von Caracol Televisión produzierte und von Manuel Teodoro und María Lucía Fernández moderierte journalistische Sendung, die sonntags um 21.30 Uhr im frei empfangbaren Fernsehen Kolumbiens ausgestrahlt wird.


Quelle Video: Séptimo Día
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Tragische Ereignisse in Medellín: Ausländische Touristen begehen Selbstmord

Beitrag von Eisbaer »

In Medellín haben sich in diesem Jahr bereits mehrere ausländische Touristen das Leben genommen. Drogenkonsum und psychische Probleme spielen eine dabei eine große Rolle.

Einige der Opfer wurden tot in ihren Hotelzimmern aufgefunden, wo hohe Dosen von Medikamenten und bereits konsumierte Drogen gefunden wurden. Experten vermuten, dass die emotionale Belastung des Tourismus und die leichte Verfügbarkeit von Drogen eine gefährliche Mischung bilden könnten.

Der leblose Körper des Schweizer Fotografen Jean-Olivier Curdy wurde auf dem Bürgersteig eines Hotels im Stadtteil El Poblado, nur wenige Blocks vom Lleras-Park entfernt, aufgefunden. Der 67-Jährige war aus dem siebten Stock des Hotels gesprungen, in dem er wohnte. Es war am frühen Morgen des vergangenen Dienstags, dem 14. Mai. In seinem Zimmer befanden sich Medikamente und Betäubungsmittel, darunter auch Heroin!

Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass diese tragischen Vorfälle in Medellín eher zufällig sind und nicht unbedingt auf eine Präferenz für Medellín als Sterbeort hindeuten. Vielmehr dürften individuelle Umstände und psychische Probleme der Betroffenen eine Rolle spielen.
Oft ereignen sich diese Todesfälle unter Umständen, d.h. der Suizidgedanke entsteht während des Drogenkonsums, in anderen Fällen handelt es sich um eine eher geplante Situation, die sich unter dem Einfluss des Rauschmittels schließlich verstärkt.

Es ist beunruhigend, dass es zu solchen Ereignissen kommt.

Hier findet Ihr eine Einschätzung zu diesem Thema unseres Mitglieds @Glboetrotter.
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