Kolumbien setzt wieder Herbizide zur Kokain-Vernichtung ein
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coentros
ThemenstarterVerified - Kolumbienfan

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- Registriert: 22. Juni 2014, 22:59
Kolumbien setzt wieder Herbizide zur Kokain-Vernichtung ein
https://www.handelsblatt.com/dpa/kampf- ... 86244.html
Effizient aber nicht umweltfreundlich. Was mag für diesen Wandel wohl ursächlich sein ?
Effizient aber nicht umweltfreundlich. Was mag für diesen Wandel wohl ursächlich sein ?
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Eisbaer
- Moderator(in)

- Beiträge: 10373
- Registriert: 10. Juli 2009, 05:34
Kolumbien setzt wieder Herbizide zur Kokain-Vernichtung ein
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coentros
ThemenstarterVerified - Kolumbienfan

- Beiträge: 349
- Registriert: 22. Juni 2014, 22:59
Kolumbien setzt wieder Herbizide zur Kokain-Vernichtung ein
Kein Thema. Mach ich gerne.
Nun diesen Einsatz mit den Herbiziden finde ich interessant, da man offensichtlich ein politisches Signal aussenden möchte. Ansonsten würde mich diese Vorgensweise wundern. Man hatte ja bereits vor zehn Jahren Gründe keine solchen Mittel mehr einzusetzen.
Nun diesen Einsatz mit den Herbiziden finde ich interessant, da man offensichtlich ein politisches Signal aussenden möchte. Ansonsten würde mich diese Vorgensweise wundern. Man hatte ja bereits vor zehn Jahren Gründe keine solchen Mittel mehr einzusetzen.
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Eisbaer
- Moderator(in)

- Beiträge: 10373
- Registriert: 10. Juli 2009, 05:34
Kolumbien setzt wieder Herbizide zur Kokain-Vernichtung ein
@coentros: Das ist in der Tat eine sehr treffende Beobachtung. Die Entscheidung, nach rund zehn Jahren wieder Herbizide – konkret Glyphosat – zur Koka-Vernichtung einzusetzen, ist weniger eine neue landwirtschaftliche Erkenntnis als vielmehr eine Reaktion auf massiven politischen Druck.
Die aktuelle Situation lässt sich so zusammenfassen - Kolumbien steht unter enormem Zugzwang, da die Anbauflächen für Koka zuletzt Rekordwerte von über 250.000 Hektar erreicht haben. Besonders die US-Regierung unter Donald Trump hat den Druck massiv erhöht, Kolumbien zwischenzeitlich als „nicht kooperierend“ im Drogenkampf eingestuft und sogar mit weiteren Sanktionen gegen Präsident Petro gedroht. Die Rückkehr zum Versprühen von Herbiziden, die nun primär mittels Drohnen in niedriger Höhe stattfinden soll, dient dabei als sichtbares Signal der Entschlossenheit gegenüber Washington und der heimischen Opposition.
Inhaltlich bleiben die Gründe für den ursprünglichen Stopp von 2015 jedoch bestehen. Die gesundheitlichen Risiken für die Landbevölkerung und die ökologischen Schäden in sensiblen Ökosystemen sind nach wie vor nicht gelöst. Zudem gilt die manuelle Vernichtung zwar als gefährlicher für die Einsatzkräfte, aber als nachhaltiger, da das bloße Besprühen oft nur dazu führt, dass Plantagen tiefer in den Regenwald verlagert werden. Die Justiz hat den Einsatz zwar unter strengen Auflagen wieder ermöglicht, doch die politische Debatte zeigt, dass es hier vor allem um eine symbolische Rückkehr zu repressiven Methoden geht, um internationale Unterstützung und Hilfsgelder nicht zu gefährden.
Die aktuelle Situation lässt sich so zusammenfassen - Kolumbien steht unter enormem Zugzwang, da die Anbauflächen für Koka zuletzt Rekordwerte von über 250.000 Hektar erreicht haben. Besonders die US-Regierung unter Donald Trump hat den Druck massiv erhöht, Kolumbien zwischenzeitlich als „nicht kooperierend“ im Drogenkampf eingestuft und sogar mit weiteren Sanktionen gegen Präsident Petro gedroht. Die Rückkehr zum Versprühen von Herbiziden, die nun primär mittels Drohnen in niedriger Höhe stattfinden soll, dient dabei als sichtbares Signal der Entschlossenheit gegenüber Washington und der heimischen Opposition.
Inhaltlich bleiben die Gründe für den ursprünglichen Stopp von 2015 jedoch bestehen. Die gesundheitlichen Risiken für die Landbevölkerung und die ökologischen Schäden in sensiblen Ökosystemen sind nach wie vor nicht gelöst. Zudem gilt die manuelle Vernichtung zwar als gefährlicher für die Einsatzkräfte, aber als nachhaltiger, da das bloße Besprühen oft nur dazu führt, dass Plantagen tiefer in den Regenwald verlagert werden. Die Justiz hat den Einsatz zwar unter strengen Auflagen wieder ermöglicht, doch die politische Debatte zeigt, dass es hier vor allem um eine symbolische Rückkehr zu repressiven Methoden geht, um internationale Unterstützung und Hilfsgelder nicht zu gefährden.
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