Schockierende Zahlen aus dem Lebensqualitätsindex 2026: Kolumbien rutscht unter die 15 schlechtesten Länder weltweit
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Eisbaer
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Schockierende Zahlen aus dem Lebensqualitätsindex 2026: Kolumbien rutscht unter die 15 schlechtesten Länder weltweit
Ich habe gerade eine Nachricht gelesen, die heute in kolumbianischen Medien viel diskutiert wird und mich doch sehr überrascht hat. Laut dem aktuellen Lebensqualitätsindex 2026 der Plattform Numbeo gehört Kolumbien zu den 15 Ländern mit der schlechtesten Lebensqualität weltweit.
Mit einem Wert von nur 105,92 Punkten landet Kolumbien auf Platz 75 von 89 bewerteten Ländern – und damit mathematisch betrachtet unter den letzten 15 des gesamten Rankings. Eine ernüchternde Bilanz für ein Land, das doch eigentlich so viel Potenzial hat.
Was misst dieser Index genau? Numbeo kombiniert Daten von tausenden realen Nutzern und verknüpft sie mit verschiedenen gewichteten Indikatoren. Die Hauptkomponenten zeigen ein gemischtes, aber insgesamt besorgniserregendes Bild:
Die Kaufkraft liegt in Kolumbien bei niedrigen 40,97 Punkten. Richtig alarmierend ist die Sicherheitswahrnehmung mit nur 38,74 Punkten – einer der schlechtesten Werte im gesamten Ranking. Immerhin erreicht die Qualität der Gesundheitsversorgung statistisch gesehen mit 68,86 Punkten ein mittleres bis hohes Niveau. Die Lebenshaltungskosten sind mit 31,73 Punkten sehr niedrig, was einen gewissen Vorteil darstellt. Das Verhältnis von Wohnimmobilienpreisen zu Einkommen ist mit 16,93 Punkten jedoch sehr angespannt – Wohnraum ist im Verhältnis zu den Einkommen teuer. Die im Verkehr verlorene Zeit wird mit 46,45 Punkten als hoch bewertet, besonders in den großen Städten. Die Umweltverschmutzung erreicht mit 62,24 Punkten ebenfalls hohe Werte in vielen urbanen Gebieten. Einzig das Klima sticht mit hervorragenden 82,32 Punkten positiv hervor.
Zusammengefasst: Das angenehme Klima, die relativ niedrigen Lebenshaltungskosten und ein Gesundheitssystem, das nicht komplett abgeschlagen ist, verhindern ein noch schlechteres Abschneiden. Doch die gefühlte Unsicherheit, die geringe Kaufkraft, die hohen Wohnkosten im Verhältnis zu den Löhnen sowie Verkehrsinfarkt und Umweltverschmutzung in den Großstädten drücken das Gesamtergebnis massiv nach unten.
Im regionalen Vergleich zeigt sich: Thailand (106,85) und Albanien (105,57) liegen knapp über Kolumbien. Unter uns folgen Kenia, Pakistan, Libanon, Vietnam, Peru, Indonesien – und ganz am Ende Länder wie Nigeria oder Bangladesch. In Lateinamerika steht Kolumbien damit im unteren Mittelfeld, hinter Chile, Uruguay, Costa Rica und Ecuador, aber noch vor Peru, Bolivien oder Venezuela.
Was bedeutet das nun für uns? Dieser Index sagt nicht, dass man in Kolumbien "schrecklich" lebt. Aber er zeigt schonungslos auf, wo die strukturellen Baustellen liegen: Sicherheit, reale Einkommen, bezahlbarer Wohnraum und urbane Mobilität bleiben enorme Herausforderungen.
Gleichzeitig erklären die guten Werte bei Klima und Lebenshaltungskosten, warum trotzdem viele Expats und digitale Nomaden weiterhin Städte wie Medellín oder Bogotá ansteuern.
Mich würde interessieren: Spiegelt der Index eure eigene Erfahrung wider? Was wiegt für euch schwerer – die Sicherheitslage, die wirtschaftliche Situation oder der tägliche Verkehrswahnsinn? Und wie seht ihr die Entwicklung der letzten Jahre?
Ich habe die Daten heute in La República und Infobae gesehen.
Mit einem Wert von nur 105,92 Punkten landet Kolumbien auf Platz 75 von 89 bewerteten Ländern – und damit mathematisch betrachtet unter den letzten 15 des gesamten Rankings. Eine ernüchternde Bilanz für ein Land, das doch eigentlich so viel Potenzial hat.
Was misst dieser Index genau? Numbeo kombiniert Daten von tausenden realen Nutzern und verknüpft sie mit verschiedenen gewichteten Indikatoren. Die Hauptkomponenten zeigen ein gemischtes, aber insgesamt besorgniserregendes Bild:
Die Kaufkraft liegt in Kolumbien bei niedrigen 40,97 Punkten. Richtig alarmierend ist die Sicherheitswahrnehmung mit nur 38,74 Punkten – einer der schlechtesten Werte im gesamten Ranking. Immerhin erreicht die Qualität der Gesundheitsversorgung statistisch gesehen mit 68,86 Punkten ein mittleres bis hohes Niveau. Die Lebenshaltungskosten sind mit 31,73 Punkten sehr niedrig, was einen gewissen Vorteil darstellt. Das Verhältnis von Wohnimmobilienpreisen zu Einkommen ist mit 16,93 Punkten jedoch sehr angespannt – Wohnraum ist im Verhältnis zu den Einkommen teuer. Die im Verkehr verlorene Zeit wird mit 46,45 Punkten als hoch bewertet, besonders in den großen Städten. Die Umweltverschmutzung erreicht mit 62,24 Punkten ebenfalls hohe Werte in vielen urbanen Gebieten. Einzig das Klima sticht mit hervorragenden 82,32 Punkten positiv hervor.
Zusammengefasst: Das angenehme Klima, die relativ niedrigen Lebenshaltungskosten und ein Gesundheitssystem, das nicht komplett abgeschlagen ist, verhindern ein noch schlechteres Abschneiden. Doch die gefühlte Unsicherheit, die geringe Kaufkraft, die hohen Wohnkosten im Verhältnis zu den Löhnen sowie Verkehrsinfarkt und Umweltverschmutzung in den Großstädten drücken das Gesamtergebnis massiv nach unten.
Im regionalen Vergleich zeigt sich: Thailand (106,85) und Albanien (105,57) liegen knapp über Kolumbien. Unter uns folgen Kenia, Pakistan, Libanon, Vietnam, Peru, Indonesien – und ganz am Ende Länder wie Nigeria oder Bangladesch. In Lateinamerika steht Kolumbien damit im unteren Mittelfeld, hinter Chile, Uruguay, Costa Rica und Ecuador, aber noch vor Peru, Bolivien oder Venezuela.
Was bedeutet das nun für uns? Dieser Index sagt nicht, dass man in Kolumbien "schrecklich" lebt. Aber er zeigt schonungslos auf, wo die strukturellen Baustellen liegen: Sicherheit, reale Einkommen, bezahlbarer Wohnraum und urbane Mobilität bleiben enorme Herausforderungen.
Gleichzeitig erklären die guten Werte bei Klima und Lebenshaltungskosten, warum trotzdem viele Expats und digitale Nomaden weiterhin Städte wie Medellín oder Bogotá ansteuern.
Mich würde interessieren: Spiegelt der Index eure eigene Erfahrung wider? Was wiegt für euch schwerer – die Sicherheitslage, die wirtschaftliche Situation oder der tägliche Verkehrswahnsinn? Und wie seht ihr die Entwicklung der letzten Jahre?
Ich habe die Daten heute in La República und Infobae gesehen.
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axko
- Kolumbienfan

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- Registriert: 15. Oktober 2013, 08:53
Schockierende Zahlen aus dem Lebensqualitätsindex 2026: Kolumbien rutscht unter die 15 schlechtesten Länder weltweit
Eisbär danke für das teilen dieser aufschlussreichen Information. Mein Kommentar dazu ist; die grossen Städte wie Bogota, Medellin, Cali, Barranquilla, etc. repräsentieren besonders bei Ausländer ein sehr positves Bild über die Lebensumstände in Kolumbien. Aber das ist der Punkt diese Städte sind nicht ganz Kolumbien sondern nur ein Bruchteil von Kolumbien.
Im grossen und ganzen Kolumbien hat genügend Ressourcen um sich in LATAM hervorzuheben. Die Frage ist wie ? So wie die Chinesen? Mit Autorität die Korruption und Kriminalität bekämpfen dafür aber die Angepassten ein gutes Leben zu ermöglichen? Oder kann es mit einer Demokratie wie in Europa funktionieren. Die Korruption unter einen bestimmten Nivel halten und dafür einen bestimmten Wohlstand zu erlauben? Die Zukunft wird es zeigen mit welcher Ideologie Kolumbien vorwärts kommt.
Im grossen und ganzen Kolumbien hat genügend Ressourcen um sich in LATAM hervorzuheben. Die Frage ist wie ? So wie die Chinesen? Mit Autorität die Korruption und Kriminalität bekämpfen dafür aber die Angepassten ein gutes Leben zu ermöglichen? Oder kann es mit einer Demokratie wie in Europa funktionieren. Die Korruption unter einen bestimmten Nivel halten und dafür einen bestimmten Wohlstand zu erlauben? Die Zukunft wird es zeigen mit welcher Ideologie Kolumbien vorwärts kommt.


