Fentanyl-Schmuggel in die USA gestoppt: Kolumbianischer Ex-Bürgermeister wegen Drogenhandels festgenommen

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Fentanyl-Schmuggel in die USA gestoppt: Kolumbianischer Ex-Bürgermeister wegen Drogenhandels festgenommen

Beitrag von News Robot »

Im Bereich der inneren Sicherheit und Drogenkriminalität gibt es beunruhigende Neuigkeiten, die im Land gerade für hohen Wirbel sorgen. Wie das kolumbianische Nachrichtenportal Publimetro sowie weitere nationale Medien übereinstimmend berichten, hat Präsident Gustavo Petro Alarm geschlagen, nachdem die Behörden den ersten verifizierten Fall von Fentanyl-Schmuggel aus Kolumbien in die USA aufgedeckt haben.

Hintergrund ist ein koordinierter Großeinsatz der kolumbianischen Nationalpolizei in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Anti-Drogen-Behörde DEA. Bei den Razzien in den Regionen La Guajira, Norte de Santander und Valle del Cauca wurden insgesamt fünf Personen festgenommen, gegen die bereits Auslieferungsanträge der US-Justiz vorliegen.

Besonders brisant für die lokale Politik: Unter den Verhafteten befindet sich ein ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Guachené (Cauca), der in Ermittlerkreisen unter dem Pseudonym „Alias Chucho“ bekannt ist. Dem studierten Chemieingenieur wird vorgeworfen, direkt für die illegale Herstellung von Fentanyl-Hydrochlorid in verdeckten Laboren verantwortlich gewesen zu sein.

Laut offiziellen Angaben unterhielt dieses kriminelle Netzwerk enge Verbindungen zu den berüchtigten mexikanischen Kartellen, darunter das Sinaloa-Kartell und das Jalisco Nueva Generación. Im Zuge der Operation wurden fünf Kilogramm Fentanyl sichergestellt, die für den US-Markt bestimmt waren. Bisher handelte es sich bei Fentanyl-Sicherstellungen in Kolumbien meist um abgezweigte Medikamente aus dem legalen Gesundheitssektor – die Entdeckung von illegalen Eigenproduktionen für den Export hebt das Problem nun jedoch auf ein völlig neues, besorgniserregendes Niveau.

Präsident Petro nutzte die Gelegenheit, um gleichzeitig vor einer weiteren Bedrohung zu warnen: Den Behörden liegen gesicherte Erkenntnisse vor, dass zunehmend illegale Ketamin-Lieferungen auf dem Land- und Seeweg über die Grenze aus Ecuador nach Kolumbien geschmuggelt werden, wo bereits mehrere Lastwagenladungen beschlagnahmt wurden. Die Kontrollen an den Grenzen und Häfen sollen nun massiv verschärft werden, um eine weitere Ausbreitung dieser synthetischen Drogen im Land zu verhindern.
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