25. März 2011, 03:10
Bogotá (dpa) - Das kolumbianische Militär hat ein Lager der linken FARC-Rebellen im Westen des Landes angegriffen und dabei nach eigenen Angaben vom Donnerstag (Ortszeit) zehn Gegner getötet. Weitere vier Mitglieder der marxistischen Rebellengruppe «Revolutionäre Streitkräfte Kolumbiens» (FARC) seien bei den Kämpfen im Grenzgebiet der Departements Valle del Cauca und Chocó gefangen genommen worden. Der Angriff sei zwei Monate lang vorbereitet worden, nachdem das Rebellenlager auf Satellitenfotos entdeckt worden war.
Unterdessen wurde in der Großstadt Medellín ein Anführer der Bewegung zur Rückgabe geraubten Landes von Killern erschossen. David de Jesús Góez (70) setzte sich zusammen mit Mitstreitern dafür ein, dass riesige Ländereien im Chocó, die sich rechtsextreme Paramilitärs Ende der 1990er Jahre angeeignet hatten, an die früheren Eigentümer, meist Kleinbauern, zurückgegeben werden.
Die Paramilitärs hatten damals mit Terror ganze Landstriche entvölkert. Anschließend wurden die gesamte Vegetation vernichtet und alle Bauernhöfe und Dörfer dem Boden gleich gemacht, meist um Palma Africana anzupflanzen. Die Paramilitärs sind zwar inzwischen offiziell aufgelöst, aber dennoch wurden in den vergangenen sechs Monaten neun Menschen umgebracht, die sich für die Rückgabe der Ländereien einsetzten. Präsident Juan Manuel Santos hat die Rückgabe zu einem der Hauptziele seiner Regierung erklärt.
Veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis des greenpeace magazin: http://www.greenpeace-magazin.de
Rebellen in Kolumbien getötet - Bürgerrechtler erschossen
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Rebellen in Kolumbien getötet - Bürgerrechtler erschossen
Du hast einen simplen Roboter sehr glücklich gemacht. Vielen Dank.


