Santos unterzeichnet Gesetz "Entschädigung von Gewaltopfern"

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Santos unterzeichnet Gesetz "Entschädigung von Gewaltopfern"

Beitrag von News Robot »

Grundlegender Schritt um den jahrzehntelangen Konflikt zu lösen. Der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos hat im Rahmen einer Zeremonie ein Gesetz zur Entschädigung der über vier Millionen Gewaltopfer des Landes in den vergangenen Jahrzehnten in Kraft gesetzt.



Quelle: latina press
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Re: Santos unterzeichnet Gesetz "Entschädigung von Gewaltopf

Beitrag von News Robot »

Entschädigungsgesetz für Opfer in Kolumbien in Kraft

Im Beisein von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos ein Gesetz über die Entschädigung der Opfer des jahrzehntelangen Bürgerkrieges in Kraft gesetzt. Santos bezeichnete das Gesetz am Freitag als «historisch» und betonte, es werde Kolumbien grundlegend ändern. In dem südamerikanischen Land haben die den staatlichen Sicherheitskräften nahestehenden rechten Paramilitärs, linke Rebellen und auch Polizei und Militär selbst seit 1985 schwere Menschenrechtsverbrechen begangen.

Zehntausende Menschen starben, schätzungsweise vier Millionen Menschen wurden vertrieben oder erlitten Einbußen an Hab und Gut. Auch Millionen Hektar Agrarland, das von den Paramilitärs geraubt wurde, soll zurückgegeben werden. Ban, der am Vortag zu einem offiziellen Besuch in dem südamerikanischen Land eingetroffen war, sagte UN-Hilfe bei der Umsetzung des Gesetzes zu.

Die Wirklichkeit sieht jedoch noch etwas anders aus. Erst am Donnerstag hatten die UN einen effektiveren Schutz von Menschenrechtlern in dem südamerikanischen Land gefordert. Damit reagierte die internationale Organisation auf die Ermordung von Ana Fabricia Córdoba, die eine regierungsunabhängige Gruppe von Vertriebenen leitete, die ihre Ländereien zurückfordern.

Die 51-Jährige war am Dienstag in der Großstadt Medellín von einem Killer in einem Autobus mit einem Kopfschuss getötet worden. Der Direktor des Büros des UN-Menschenrechtskommissariats in Kolumbien, Christian Salazar, sprach von einem «traurigen und besorgniserregenden» Verbrechen. Er frage sich, was der Staat eigentlich angesichts der schon lange bekannten Drohungen gegen Menschen wie Córdoba unternommen habe. Córdoba ist nur das letzte Opfer in einer langen Reihe von Vertriebenen, die beim Versuch, ihr geraubtes Land zurückzubekommen, ermordet wurden.

Die Vertriebenen legen sich mit ihrer Forderung nach Rückgabe von Land mit mächtigen und einflussreichen Personen an, die auf dem geraubten Land inzwischen oft lukrative Monokulturen wie Ölpalmen oder Bananen anbauen. Die Regierung betonte, Córdoba sei Schutz angeboten worden. Sie habe aber nicht reagiert. Die Vertriebenen haben jedoch zu oft erlebt, dass Teile von Polizei und Militär mit den Todesschwadronen unter einer Decke stecken und fürchten sie ebenso wie die Paramilitärs.

Veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis des greenpeace magazin
http://www.greenpeace-magazin.de
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