[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

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Ernesto
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von Ernesto »

⇒ Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

Von meiner Seite wurde alles zum Thema gesagt.

Wenn Kolumbien Rodolfo Hernández als Präsident ohne Wahlbetrug will, ja dann ist es so.

"¿Eso qué es?" Rodolfo Hernández no ubica al departamento del Vichada y genera indignación :lol: :oops:
Genau aus diesem Departement hat er beim ersten Wahlgang mehr Stimmen als Petro erhalten. (Hernandez 39% - Petro 32%)
Einer der Einwohner sagte: “Sacó la mayor votación el candidato Rodolfo Hernández porque la gente cree que es un tipo con experiencia, viejo, y es lo que necesitamos, que Colombia sea gobernado por un viejo”, dijo un habitante."

Rodolfo Hernández hat die meisten Stimmen bekommen, weil die Leute denken, dass er ein erfahrener, alter Mann ist, und das ist es, was wir brauchen, damit Kolumbien von einem alten Mann regiert wird", sagte ein Einwohner.

Daher ist es für mich kein Wunder, dass er nicht in Bildung investiert und dem Lehrpersonal das schwer verdiente Gehalt kürzen will.



Palocabildo, schon jemand von euch gehört?

Rodolfo Hernández sagt dazu öffentlich, was für ein hässlicher Name Palocabildo!

Rodolfo Hernández dice que Palocabildo es un nombre muy feo



Zum Nachdenken noch dieses Video.


Madlo
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von Madlo »

Ich verstehe nicht wie jemand der Gerichtsverfahren anstehend hat überhaupt zur Wahl des Präsidenten zugelassen werden kann.
Wenn diese Person jetzt Präsident wird, was passiert mit den ausstehenden Gerichtsverhandlungen?
Kann mir das jemand erklären?
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Genuasd
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von Genuasd »

versteh ich auch nicht.
er wirbt damit die Korruption bekämpfen zu wollen und hat genau deswegen selbst ein Verfahren laufen.
ein richtiges Programm hat er scheinbar auch nicht, gehört keiner Partei an und trotzdem wählen ihn die Leute - hauptsache nicht Petro!

Woyzeck
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Beitrag von Woyzeck »

Bezug: News vom 20.06.22 / Gustavo Petro ist Kolumbiens neuer Präsident

Den Whatsapp-Stories nach zu urteilen scheinen meine kolumbianischen Bekanntschaften von diesem Wahlergebnis ziemlich euphorisiert zu sein... denen scheint nicht klar zu sein, dass sich dadurch in ihrem Land nicht signifikant was ändern wird. Aber gut, bei 20- bis 25-jährigen Frauen kann man ein Auge zudrücken, wenn die sowas nicht durchblicken... und die Tatsache, dass es nicht der Trump-/Erdogan-Verschnitt Hernandez geworden ist, würde mich als Kolumbianer tatsächlich auch beruhigen.
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nordman
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von nordman »

Ein Sieg fuer Kolumbien und fuer die meisten seiner Menschen :klat:
Meine Familie in Popayan feiert und ich mach mir jetzt auch ein Bier auf.
Das Kolumbien einen linken Praesiedenten gewahlt hat, ist eine wirkliche Zeitenwende !!!
Das Fragezeichen aus dem Themenmotto kann entfernt werden und durch ein Ausrufezeichen ersetzt werden
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Ernesto
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von Ernesto »

Gustavo Petro, Phönix aus der Asche, musste gewinnen, da er keinen ernstzunehmenden Gegenkandidaten hatte.
Hoffen wir das Beste. Ich wünsche ihm in seinem schweren Amt eine glückliche Hand.
Die immer noch glauben, dass ein zweites Venezuela bevorsteht, können entsprechend reagieren. :mrgreen:
Sergio Fajardo war für mich die einzige Alternative. Als Bürgermeister von Medellín hat er viel Gutes getan, was ihm später als Gubernator von Antioquia verwehrt blieb.

medved40
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von medved40 »

Offtopic
Es hat jetzt nicht sofort etwas mit der Wahl zu tun, ich möchte nur @ Globetrotter zustimmen. Ein Besuch von Bucaramanga lohnt sich auf jeden Fall.
Ich bin, wie an anderer Stelle berichtet, Anfang März dort gewesen, und ich freue mich schon auf meinen nächsten Besuch.
Bezüglich der Wahlen,möchte ich sagen, dass meine Freundin, aus Venezuela mit ihrer Familie geflohen ist, und sie die große Angst hat, dass mit Petro Verhältnisse entstehen werden, wie in Venezuela, oder Peru. Ihre Familie hat Angst, das sie wieder fliehen muss.
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Genuasd
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Beitrag von Genuasd »

Venezuela war eine volkswirtschaftliche Blase, die dann endgültig um 2015 herum durch den fallenden Öl-Preis geplatzt ist.
das auf die politische Ausrichtung zu schieben ist nur die halbe Wahrheit.
dieser Sozialismus ist doch ohnehin nur ein Etikettenschwindel, wenn man sieht was genau gemacht wurde.
Chavez hat die Uhren zurückgedreht, nur Vetternwirtschaft betrieben, alles wieder verstaatlicht, usw. und nichts in die Zukunft investiert.
das teure Öl hat jahrelang die wirtschaftlichen Missstände kaschiert.. denen ging es zu lange zu gut.
warum der Busfahrer noch "Präsident" ist, hat übrigens auch was mit Putin und Ping zu tun, aber anderes Thema.

Glückwunsch an Petro, es war wirklich knapp, aber er hat die Chance verdient.
ich hoffe die Leute, die jetzt auf den Straßen feiern, haben Geduld und schlagen nicht sofort wieder in die andere Richtung um.

Hamid
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[Diskussion] Präsidentenwahl - Kolumbien 2022

Beitrag von Hamid »

Bis hierher war es für ihn, seiner Familie und allen anderen um ihn herum ein steiniger Weg, den nur starke Charaktere stand halten können und dennoch dabei ab und zu ans Handtuchwerfen denken.

¡Meinen Glückwunsch zur Wahl des Präsidenten Sr. Petro!

Das Ergebniss zeigt, wie auch Kolumbien gespalten ist: Fast die Hälfte war bereit, das Land dem Teufel preiszugeben, anstatt einem Richtungswechsel zu vertrauen, den man bei der nächsten Wahl abstrafen kann.

Dass Uribes Marionette Hernandez nicht Präsident wird, ist jede Euphorie wert, egal welches Geschlecht und Alter da nicht durchblicken könne. Ja - es wird aus vielen Gründen zunächst eine Richtungsänderung mit wenig Fortschritten sein, denn regieren ist keine One-Men-Show.

Es wird bestimmt weiterhin steinig bleiben, denn nichts ist einfacher, als von der Wechselbank Mißstände die man selbst produziert hat, dem neuen Präsidenten anzulasten und ihn bei Gesetzesänderungen zu blockieren. Jetzt eine "Lame Duck" aus Petro zu machen und damit Reformen für das Land ungehemmt zu lähmen, wird jetzt die Agenda der Oposition sein.

Schlammschlachten ohne Respekt vor dem Amt und dem Ansehen eines Landes wird man sich von den USA abschauen. Vielleicht wird jemand noch vor der Vereidigung hinterm Ofen mit einem Wagen voller Urnen hervorkommen, in denen 700.000 und 1 Stimmzettel für den TikTok-Kr0ppel liegen.

Für venezulanische Flüchtlinge, die in Kolumbien auch ihren Senf dazugeben, es würden dort bald maduroanische Verhältnisse herrschen, hab ich wenig übrig - reine Polemik á la Loro!
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nordman
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Beitrag von nordman »

Was ich denke habe ich ja schon gesagt, aber wir sind ab Do. in Popayan und wir freuen uns nun riesig, dieses Gefuehl der Freude mit den Menschen dort teilen zu koennen. Es ist noch nicht lange her, da wurde ein Greis namens Biden us-am. Praesi und eine (angeblich) schwarze Frau sein Vize. Was schrieb die Presse da nicht an Superlativen herbei und jetzt sollen auf einmal mehr als 700.000 Stimmen mehr, fast schon ein Beweis dafuer sein, das es so super knapp war und er vielleicht ja doch nicht ganz legitim ist. Fakt ist: Nie zuvor wurde eine Presidente in Kolumbien mit so vielen Stimmen gewaehlt und die allermeisten Stimmen die Petro im zweiten Umgang bekam, waren ganz offensichtlich Stimmen von Menschen die nie zuvor gewaehlt hatten-zumindest nicht im ersten Wahlgang. Ganze 2,7 Mio Stimmen bekam er und Francia im zweiten Wahlgang mehr und man kann davon ausgehen, dass so gut wie keine Stimmen vom Zweit-und Drittpatzierten der ersten Runde dabei waren. Jetzt ist erstmal feiern angesagt, Arbeit gibt es danach mehr als genug.
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Tenere-wue
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Beitrag von Tenere-wue »

Ich will den vorherigen Kommentar von Nordman nicht so stehen lassen. Hier in Frankfurt wurde meine Frau beim Konsulat von der Wahl abgewiesen da sie beim ersten mal nicht wählen war. Auch andere Kolumbianer konnten hier nicht ihre zweite Stimme abgeben, mit der gleichen Begründung. Wer nicht 6 Wochen vor der ersten Wahl seinen Antrag gestellt hatte durfte auch bei der 2ten nicht wählen gehen. So sind die Regeln, probieren kann man es trotzdem.
Also gab es keine zusätzlichen Erstwähler sondern nur "Neuorientierte" (zweiter Wahlgang) für Petro.
In meinem Bekanntenkreis gab und gibt es nicht viele Anhänger von Petro. Von meinem Motorradclub in Kolumbien sind nun einige am überlegen auszuwandern.
Dem neuen Präsidenten wünsche ich Erfolg bei seinen Bemühungen das Land ein wenig zu befrieden.
Wirtschaftlich lasse ich mich überraschen was kommt.
Saludos
-vive tu sueno !
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Ernesto
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Beitrag von Ernesto »

@Tenere-wue

Wenn ich mich nicht täusche, gehörst du zu denen, die Gustavo Petro mit dem "zweiten Venezuela" in Verbindung bringen.
Unverkäufliche Immobilien etc. etc ...

In einer Ansprache sagte Gustavo Petro gestern:
"Nur wenn wir wirtschaftlich wachsen, wenn wir produzieren, können wir auch umverteilen. Wenn wir umverteilen wollen, damit die Gesellschaft insgesamt gerechter wird, müssen wir produzieren, auf dem Land, in der Industrie, im Tourismus", ohne die Menschenwürde, das Wasser oder die Tiere zu beeinträchtigen."

International wie national wurde das Wahlergebnis gut aufgenommen.

Vielleicht habt ihr es schon gehört, der kolumbianische Botschafter in den USA ist, bevor er ausgetauscht wurde, lieber zurückgetreten. ;-)

Hamid
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Beitrag von Hamid »

,,[...]Vielleicht habt ihr es schon gehört, der kolumbianische Botschafter in den USA ist, bevor er ausgetauscht wurde, lieber zurückgetreten[...]": Adios, bye, tschüss... - que le vaya bien :kla:
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nordman
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Beitrag von nordman »

@Tenere-wue
Ich moechte mich nicht zu deinen politischen Praeferenzen aeussern, sollte jeder sein Lager waehlen und hat auch jeder seine Gruende dafuer. Wenn deine Freunde wegen eines Regierungswechsels gleich auswandern wollen bleibt ja ausser USA nicht mehr viel. Die Zahlen zur Wahlbeteiligung sind nicht von mir, sondern offizielle Ergebnisse der kol. Wahlbehoerde. Die Wahlbeteiligung lag im 1. Durchgang bei etwa 53% im Zweiten bei 58%. Welche Erklaerung hast du denn fuer die 5% hoehere Beteiligung ? Nach meinem Kenntnisstand-meine Frau hat in Oslo gewaehlt, registriert man sich einmal und dann erst wieder wenn man umzieht. Fuer die Wahl extra registiert hat sich von meiner Familie niemand. Ich nehme an, dass deine Frau in D von den kol. Behoerden einfach niemals registriert wurde und dann kann man auch nicht waehlen.

coentros
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Beitrag von coentros »

Ich habe mit beiden Kandidaten Mühe. Da der verrückte Alte nun Geschichte ist möchte ich vorsichtig zu bedenken geben, dass es zwar toll klingt was Petro verspricht, aber... "alleine zählt was hinten, am Ende, dabei herauskommt" (Mutti zitiert Birne).

"Nur wenn wir wirtschaftlich wachsen, wenn wir produzieren, können wir auch umverteilen." Korrekt, nur was erwirtschaftet wird kann auch verteilt werden. Dazu möchte ich zwei Faktoren zu bedenken geben, einen der nach "aussen" wirksam ist, der andere nach "innen".

1.) 50% des gesamten Exports werden alleine mit Kohle, Erdöl & Nickel erzielt (Kolumbien ist weltweit & absolut der viertgrösste Exporteur von Kohle). Spätestens wenn man dann noch die weiteren wichtigen Exportgüter Gold, Platin und Silber dazunimmt sollte jedem dämmern, dass, wenn es die Linke wirklich ernst nimmt mit dem Umweltschutz (den ich persönlich ausdrücklich begrüsse !), zunächst einmal erhebliche Einbussen im Export zu kompensieren wären. Wie das gehen soll erschliesst sich mir bislang nicht.

2.) Petro möchte Unternehmen stärker besteuern. Die Unternehmens- und Körperschaftssteuern in Kolumbien sind bereits die höchsten der Welt. Wohin würde das wohl führen wenn diese Steuersätze weiter erhöht werden ?? Das Gegenteil hat Duque versucht, fahrlässig und fehlerhaft, um zusammen mit den Belastungen der Covid-Pandemie diese Mehrkosten der Mittelschicht und den Armen aufzubürden. Das Ergebnis waren Aufstände, Gewalt und letztlich auch die Abwahl der Rechten.

Ich sage nicht, dass die Abwahl der Rechten ein grundsätzlicher Fehler ist. Ich glaube allerdings dass Petro Dinge verspricht, die er nicht halten kann. In vier Jahren wird entweder seine Abwahl in Ermangelung von Ergebnissen erfolgen plus die Wiederwahl der Rechten oder .... eine Radikalisierung weiter nach links, eben weil sein Plan nicht funktioniert hat. In letzterem Fall würde Kolumbien dann tatsächlich & langfristig ins offside geraten.

Bleibt allein die Hoffnung. Denn die Zukunft ist auch weiterhin unvorhersehbar.

Mit den besten Grüssen von coentros

Hamid
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Beitrag von Hamid »

@coentros

Es ist doch immer dasselbe: Opposition mit all ihren Idealen trifft auf Realpolitik und wird Komprmisse eingehen müssen, die letztendlich ein Verrat an den Idealen und Wählern ist.

Umstände und der innere Frieden werden mitberücksichtig, d. h., ob Petro will oder nicht, der Umweltschutz wird wirtschafts- und sozialverträglich gefahren - aber das weiss er, außer die, die jedes Versprechen für wahre Münze nehmen.

Zu 2: Nicht jeder Unternehmer zahlt überhaupt Steuern. Es gibt tausende Microunternehmer, welche wöchentlich einen bereinigten Gewinn von 6 Millionen erwirtschaften, ohne Steuern abzuführen - vielleicht ist jetzt deren Zeit gekommen, sich zu beteiligen.

Frag mal in deinem kolumbianischen Freundeskreis nach, wer aus Vermietung Steuern bezahlt. Ich kenne niemanden. Hier wird auch Petros Administration bestimmt nicht genau hingucken.

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