Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Plastik, Scheck´s, Überweisungen, Automaten, Banken und alles was zum Thema passt.

desertfox
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Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Beitrag von desertfox »

⇒ Letzter Beitrag der vorhergehenden Seite:

@GueMue,

wo steht dass man Geld bald nur noch in kleinen/begrenzten Beträgen aus Europa weg transferieren kann?
Es ist schon seit langem so dass Geld wenn über € 10000 ins Nicht-EU Ausland überwiesen wird es der Bundesbank gemeldet wird..., sonst gibt es da keine Restriktionen...
Wenn ich größere Auktionsrechnungen z.B. in die USA überweise fragt mich niemand…, OK, ich überweise da mittels Wise und da geht das Geld erst mal nach Belgien.

Ansonsten, solange Du nicht in Kolumbien lebst würde ich das Geld lieber in Europa lassen, dann hast Du jederzeit Zugriff.

Gold ist sehr teurer derzeit, wo es hingeht, wer wie…, Aktien sind auch unsicherer…
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CaribicStefan
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Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Beitrag von CaribicStefan »

Ich habe seit Jahren zwei Fonds bei alianza.com.co ist aber rein Peso bezogen und man kann vom Deutschen Konto hin überweisen soviel ich weiß.
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Bogotano
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Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Beitrag von Bogotano »

@GueMue

Einige kolumbianische Großbanken betreiben Filialen im Ausland, die Einlagen in US-Dollar und Euro ermöglichen. Es empfiehlt sich, direkt bei den Banken wie Bancolombia oder Davivienda nachzufragen, um spezifische Informationen zu erhalten.

Um als Ausländer ohne kolumbianischen Ausweis (Cédula) ein Konto bei einer kolumbianischen Bank zu erhalten, empfehle ich das Vorsprechen mit guten Argumenten bei verschiedenen Banken und/oder deren Filialen. Suche gezielt das Gespräch mit dem Filialleiter, da dieser oft mehr Entscheidungsbefugnisse besitzt. Es ist wichtig, keine Bestechungsgelder zu erwähnen oder anzubieten, da dies in den meisten Fällen nicht nur zu einer Ablehnung führt, sondern auch rechtliche Konsequenzen haben kann. Stattdessen liegt der Fokus auf einem selbstbewussten Auftreten, verhandlungssicherem Spanisch und überzeugenden Argumenten. Gute Argumente könnten beispielsweise die Schilderung eines langfristigen Geschäftsinteresses oder die Vorstellung eines stabilen finanziellen Hintergrunds sein. Ich kenne einige Menschen, denen dies durch geschickte Verhandlungen und einen professionellen Umgang gelungen ist. Der Schlüssel ist Geduld und eine klare Strategie beim Umgang mit den Bankmitarbeitern.

Nicht unerwähnt will ich den Thread zur Einlagensicherung hier im Forum lassen.

GueMue
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Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Beitrag von GueMue »

@desertfox

Derzeit wird in Brüssel viel überlegt und auch auf den Weg gebracht.

Da ich ohnehin auswandern will, ist es ein Teil meienr strategie, dies sukzessive zu tun.

Die Ausfuhrbeschränkungen kommen, es ist nur eine Frage der Zeit. - Rden wir über 3 Jahre oder 10!

10.000 ist ja nur die Obergrenze des "Nachweises"! - Damit habe ich keine Probleme.

Ich nutze für Überweisungen in Nicht-EU-Länder Revolut, sicher, schnell und halbwegs zu fairen Konditionen (gerigne Gebühr und der aktuelle Umtauschkurs), die kommen aus Litauen, und sind in London regsitriert, ich kann dort eine deutsche IBAN für mein Konto nutzen oder eben die litausche. Meldungen an die deutschen Behörden erst ab 2026.

Zum Thema Gold und Aktien oder andere Wertpapiere, das ist sicher eine subjektive Sache. - Für mich ist das passend. (Derzeit habe ich auch Goldzertifikate, weil ich eben nicht mit einem Baren unterm Arm fliegen möchte. Somit habe ich die Zertifikate vor über 12 Moantne güsntig eingekauft. - Mein Banker hatte mir davon abgeraten, weil Gold keine Zinsen bringt. Mit dem Wertzuwachs die letzten 12 Monate kann ich gut (auch ohne Zinsen) leben. Wenn man ishc mit Wertpaieren nicht auskennt, gebe ich dir Recht. Ich berschäftige mich seit über 30 Jahrne damit, und kann weltweit über mein Tablet per Knopfdruck handeln. Für mich ist es passend. Z.B. habe ein Depot bei IBKR (börsennotiert in den USA, altmodisch, unmodern, aber höchst-seriös!). Problem, als Europäer geben die mir "nur" eine Registrierung in Irland, somit unterliege ich mit diesem Depot immer (auch nach Auswanderung) der europäischen Aufsicht! - Vorteil, von diesme depot kann ich über Swift auch auf Konten außerhalbs Europas überweisen). - Ich möchte mich eben sozusagen "neu aufstellen" für den Lebensabschnitt in Kolumbien. - Und z.B: 500 gr. God von Degussa im Wohnzimmerschrank stehen zu haben,ist nett (!) (weniger wird es nicht wert)(kann aber geklaut werden).

Heute ist die Frage "Zugriff" relativ, da du die meisten Dinge über´s Internet erledigen kannst.

Vielleicht liegt ja die digitale monetäre Zukunft auch bei NU (Stammsitz Sao Paulo). Dort kann ich derzeit als Europäer auch keinen Account eröffnen.



@Bogotano

Danke Bogotano!

Ich weiß, die Einlagensicherung in Kolumbien ist für eurpäische Verhältnis verschwindend.

Danke für die anderen Hinweise! - Dann werd eich bei meinem nächsten Aufenthalt einmal die beiden Großbanken aufsuchen.

Meine kolumbianische Freundin möcht selbst ein Restaurant aufmachen. - Derzeit arbeitet sie fleißig und spart darauf. - Ichhabe ihr gesagt, ich werde mich daran beteiligen. - Vlt. kann ich dann erstmal (sozusagen) mit einem gemeinsmane Geschäftskonto anfangen.

Ich war Projektleiter international in Großprojekten, wenig ist mir fremd. - Es ist oft eher die Frage, wie sind die lokalen Begegenheiten. - (Als ich zuletzt in Panama war, dort ist das Level der Korruption "offiziell" sehr gering. Aber oft ist eben auch die Frage, wo beginnt diese, wo hört sie auf.

Ich musste mir (in Projketen) auch schon Jahre später anhören, "Wir waren enttäuscht, dass Sie uns nicht zumindest zum Essen eingeladen haben". - Auch in Kolumbien gibt es tolle und teure Restaraunts.! - Das habe ich nun aber nicht gesagt! - Prinzipiell finde ich Korruption Sche... - aber es ist heutzutage leider immer noch die Realität. - Ein brasilianischer Polizist hat z.B. zu mir gesagt: "Das ist zwar illegal, aber du bist Ausländer, wer glaubt dir. Du möchtest doch sicherlich keine Probleme haben...!"



Danke CaribicStefan,

für den Tipp!

Die Sache mit den Fonds ist sicher eine gute Sache. Würde ich vlt. sogar für meine Freundin abschließen. - Vor allem kennen die dort auch den lateinamerikanischen Markt sehr gut. - Bei einem Fonds muss man sich nicht kümmern. Da ist auch gut.

Ich persönlich bin eher der "Trader" der aktiv dirket in seinem Depot Wertpapiere kauft und verkauft. Das bedeutet aber eben auch, man muss sich selbst aktiv drum kümmern, auch im Urlaub.



@desertfox

Anmerkung: Wenn der CDT eine Wertpapiernummer hat, also du dein Geld nicht direkt bei deiner Bank anlegst, dan sollte die Obergrenze des Sicherungsfonds keine Rolle spielen. Der sollte nur für Sichteinalgen und "Produkte" der Bank gelten im Falle des Ausfalls.

Die Wertpapiere, die die Bank für dich kauft und in deinem Namen verwahrt, gehören dir.

Aber es könnte bei einem Ausfall/Insolvenz der Bank lange dauern und Recht umständlich sein, deine Wertpapiere auf eine andere Bank/Depot übertragen zu lassen.

So ist es zumindest in Europa geregelt und so sollte es vom Privatrecht her auch in Kolumbien sein.

Ich hatte einmal so einen Fall vor langer Zeit bei der Pleite einer Privabank in Deutschland, hat mehr als 6 Monate gedauert. - Aber, die wetpaiere waren nicht futsch. Aber du kannst in dieser Zeit eben auch nicht darüber verfügen.



@Holger78

Das ist leider weltweit eind Masche!

In der Werbung wird versprochen, kaum bist du dann eine Geschäftsbeziehung eingegangen, müssen die Konditionen "bedauerlicherweise "angepasst" werden, wegen der veränderten Marktsituation! - So etwas gibt es sogar in Detushladn bei Einlagen als auch bei Hypothkenkreidten. Unterschreiben, und danach kommt die Zinskorrektur nach oben. - Die meisten lassen es sich gefallen.



Bei dieser Antwort wurde fünf Vollzitate laut unseren Forenregeln automatisiert entfernt sowie mehrere kurzzeitig nacheinander geschriebene Beiträge zusammengefügt.
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coentros
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Beitrag von coentros »

Die üblichen Banken in Kolumbien haben meines Wissens (bislang) keine vergleichbare Angebotsvielfalt bzgl. Währungskonten, Investitionen in Aktien, Anleihen, ETFs und andere Produkte. Da ist man bei Brokern wie Revolut, Swissquote, Interactive Brokers, etc sicherlich besser aufgehoben. Was spricht bei letzteren gegen die europäischen Aufsichtsbehörden ? Immerhin dienen diese u.a. ja auch dem Anlegerschutz.

GueMue
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Beitrag von GueMue »

Es ist davon auszugehen, dass das "Kapitalflucht" verhindert werden soll, um die Schuldenorgie der Europäer zu finanzieren. Der digitale Euro wird kommen usw. - Die wahrscheinlich neue Regierung aus CDU und SPD will schon wieder Steuern erhöhen in breiter Front. Und von der Leyen in Brüssel spricht davon, wie Vermögen in Investition in Infrast "umgelenkt" werden sollen.

Das ist genug Grund einen wesentlichen Anteil der Kapitalanlagen und der Sichteinlagen rechtzeitig aus der EU heraus zu haben.

Andererseits, wenn ich in Kolumbien leben werde, dann wird mein regionaler Markt Lateinamerika sein.

Mein "Vermögen" ist nicht groß, dennoch ist eine Diversifikation immer gut!

Derzeit komme ich beispielsweise an meine Wertpapiere in Moskau nicht mehr Ran. - In ein paar Jahren wieder, wenn ich Glück habe.

Das hätte vor 6 Jahren auch niemand erwartet.

coentros
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Beitrag von coentros »

Nun, wenn solche Befürchtungen bestehen vielleicht noch erwähnenswert die Grundidee der Kryptowährungen. Bitcoin, Ethereum, einige wenige Altcoins, keinesfalls die Mehrzahl der meme coins. Sofern in einem cold wallet (!) verwahrt hat nur der Besitzer die volle Kontrolle über Schlüssel und Guthaben. Alleine mit dem passcode kann man in jedes Land der Welt reisen, jede Grenze passieren, um von jedem Ort der Welt dezentral auf sein Guthaben zuzugreifen. Die nahezu perfekte, unabhängige Wertaufbewahrung an die keine Behörde der Welt rankommt, es sei denn sie greifen Dich und legen Dir Daumenschrauben an. Bleibt alleine das Thema "gute Nerven" zu haben bei den gewaltigen Schwankungen von Bitcoin & Co. Die coins weiterhin sehr spekulativ.

Mit physischem Gold als weiterem Wertaufbewahrungs-Speicher wird das Reisen in andere Länder schon aufwendiger. Abgesehen von der Aufbewahrung vor Ort in Kolumbien. Meines Wissens bieten die Banco de Bogota und BBVA Schliessfächer an in die man z.B. Edelmetalle einlagern könnte. Eigene Erfahrungen mit Schliessfächern in Kolumbien habe ich keine.

Wenn man wirklich komplett weg will von Finanzinstituten die einer europäischen Finanzaufsicht unterliegen wären weitere US-Anbieter zu prüfen (Charles Schwab,Fidelity Investments). Auch damit kenne ich mich nicht aus.

GueMue
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Beitrag von GueMue »

Danke!

Das meiste ist mir klar

Ich hatte schon geschrieben, ich habe ein Depot bei IBKR, also U.S., aber als Europäer mit Wohnsitz bin ich juristisch IBKR Irland zugeordnet, also innerhalb der EU Meldepflichten und des Zugriffs. - Aber zumindest ist es dort zumindest für die deutschen Behörden schwieriger direkt darauf zuzugreifen.

BTC: Länder wie z.B. Argentinien sind da schon lange weiter, da die seit vielen Dekaden ohnehin kein Vertrauen in ihre Regierung haben, kannst du größere Ausgaben wie Hotel usw. oft schon mit BTC bezahlen.

Guten Start in die neue Woche!



Nachtrag: Die von dir genannten Unternehmen: Revolut ist gut für Debitkartr und Geldüberweisungen weltweit zu günstigen Konditionen und dabei meist schnell.

Als Broker ungeeignet, geringe Auswahl, schlechte Benutzeroberfläche (sowie auch bei TradeRepublic). Swissquote hat hohe Gebühren. Interactive sind nicht (!) vertrauenswürdig (von Russen betrieben, sitzen auf Zypern), genauso wie XTB (Warschau/London); die beiden letzten haben einen extrem schlechten Service und bombardieren dich mit "Handlungsempfehlungen", weil sie dich wie im Casino zum Trafen "verführen" wollen. Klar Geld verdient wird mit Kommissionen. - Meine Bewertung für diesen beiden "unseriös".

Mit IBKR bin ich tlw. zufrieden. Tlw. weil die als U.S. Unternehmen stark U.S. fixiert bin. - Für Laien ist die Trading Plattform sehr erklärungsbedürftig. Aber ich handle U.S. Werte direkt an den U.S. Börsen.

Mit Wertpapieren wird es dann manchmal speziell. Meine Erfahrungen: Bei IBKR kann ich U.S. Papiere handeln, die in Europa "nicht erlaubt" sind, und umgekehrt mit europäischen Brokern bleiben mir viele U.S. Papiere verweigert. Ich kann z.B. Derivate auf U.S. Zinspapiere, die derzeit mit tlw. 5% Zinsen durchaus attraktiv sind, nur von europäischen Anbietern (meist Luxemburg) kaufen.




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coentros
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Beitrag von coentros »

Vielen Dank für die Informationen. Den Hinweisen zu den einzelnen Brokern kann ich folgen. Die Ausnahme mache ich bei Swissquote die ein sehr reichhaltiges Produktangebot hat und zunächst einmal der Schweizer Aufsicht unterliegt (FINMA), immerhin ein Nicht-EU-Land. Der Minuspunkt in der Tat die hohen Gebühren. Wenn aber nicht viel getradet/umgeschichtet wird vertretbar.

GueMue
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Beitrag von GueMue »

Sorry, ich will wieder einmal das letzte Wort haben! ;- )

Swissquote sitzt in der Schweiz, für deutsche und österreichsiche Kundne ist allerdings Swissquote EU zuständig, mit jurisitischem Sitz, klar, ... nicht in der Schweiz sondern EU!

Diese Info erhalte ich mit einer deutschen IP-Adresse:
Infotext
"Lokale Beschränkungen - Grenzüberschreitende Dienstleistungen

Wir bedauern, dass wir Ihrer Anfrage aufgrund lokaler Beschränkungen nicht nachkommen können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Swissquote Bank AG"

coentros
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Beitrag von coentros »

Kein Thema. Freue mich dazuzulernen.

Hatte Dich allerdings auch mit einem anderen Forumsmitglied verwechselt, der vor kurzem einen threat eröffnet hat, wo das Thema war aus der Schweiz kommend die Frühpension anzutreten und komplett nach Kolumbien auszuwandern. Daher kam mir swissquote in den Sinn.

Somit scheidet diese Option ebenfalls für Dich aus. Bin gespannt und freue mich zu hören welche Möglichkeiten bestehen bzgl. einer Geldanlage in Kolumbien vor dem Hintergrund einer "Komplettauswanderung" aus Europa und Unabhängigkeit von FMA & Co wie Du sie anstrebst.

GueMue
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Beitrag von GueMue »

Unterm Strich ist Swissquote seriös und o.k.! - Wir Europäer sind eben durch die ganzen günstigen Broker verwöhnt.

Da ich ja, wie du merkst, auch schon tiefer im Thema bin, es ist heutzutage nciht merh so, dass du in ein Land fliegst und sagst, "ich will 100.000 € (oder USD) anlegen und du wirst ins Büro eingeladen, trinkst einen Kaffee und alles wird in 5 Minuten erledigt.

Und aufgrund der ganzen Bewchränkungen, an welchen Börsen du dann handlen darfst, und welche Nachwiese du erbrignn musst, damit du z.B: einen ETF kaufen darfst, und welche Papiere beiwlechem Broker plus aktueller Wohnsitz... das ist heutzutage "anstrengend" und sicher ist es o.k., wenn man 3 gleisig fährt.

Frühlingsgruß aus Berlin

Glboetrotter
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Beitrag von Glboetrotter »

Vielleicht ist die Saxo Bank in Zürich eine Möglichkeit (Schweizer Banklizenz). Die Bank ist von Dänemark.

Aktien in Bogota gehandelt haben wenig Volumen. Aktien muss man über einen Broker (Wertschriftenfirma) kaufen, genannt Corredores. Man kauft keine Aktien bei der Bank.

Ein paar kolumbianische Grossfirmen sind an der Börse in New York gehandelt (Bancolombia, Ecopetrol und Bank Nu, vielleicht noch andere ... also sogenannte ADR) und der ETF auf den Aktienindex in Bogota, in USD gehandelt mit dem Symbol GXG in New York.

Bancolombia und Banco Davivienda bieten US Dollar Konto an, die jedoch in Panama liegen. Nichts mit Euro oder Franken. Generell wenig Produkteauswahl bei Banken in Kolumbien (kein aktiver Devisenhandel), weit weg vom Angebot/Service in DE und CH.

Kolumbianer investieren lokal häufig in Immobilien und Grundstücke. Von der Börse verstehen nur wenige davon, und das breite Angebot wie in Europa kennt man nicht.

coentros
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Beitrag von coentros »

"Kolumbianer investieren lokal häufig in Immobilien und Grundstücke. Von der Börse verstehen nur wenige davon..."

Gute Zusammenfassung. Bei Kolumbianern welche die Mittel haben geht es tatsächlich vorrangig/ausschliesslich "nur" um Immobilien. Grundsätzlich ja ein schönes Thema. Typische Finanzprodukte, abgesehen von CDTs, selten vorhanden. Barreserven, Fehlanzeige. Logisch bei der Inflation. Typische Anlageobjekte die fleissig getauscht werden (permuta): Immobilien, Autos, Motorräder, TV, Kühlschränke, etc.

Die fehlenden Angebote bei Banken habe ich bisher selten hinterfragt oder thematisiert. In den aktuellen Zeiten stellt sich die Frage allerdings mehr denn je, auch vor dem Hintergrund einer gewissen Immobilienblase die ich in Kolumbien sehe. Im Kontext der ungehemmten Verschuldungsorgien in den USA und Europa sehe ich auch für den weniger begüterten Kolumbianer der ein kleines Guthaben als eiserne Reserve sicherstellen will die dringende Notwendigkeit nach Alternativen jenseits einer geeigneten Immobilie. Analog wie es z.B. Chinesen oder Inder machen: CHF-Reserve ?! Gold ?! Krypto ?!

Freue ich mich über weitere Anregungen, Gedanken.

GueMue
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Strategien zur Vermögenssicherung und Geldanlage in Kolumbien

Beitrag von GueMue »

Moin Corntros!

Danke für den Exkurs und die zusätzlichen Informationen!

Ich weiß, meine Freundin sagt immer, der Traum jedes Kolumbianers ist eine Agricultura!

Prinzipiell finde ich das nicht schlecht/falsch.

Aber ich möchte mich heute noch nicht festlegen.

Wenn's richtig kracht, ist es aber nicht schlecht Selbstversorger zu sein. Dann musst du dein Hab und Gut wahrscheinlich aber auch mit Waffengewalt verteidigen.

Das mit der Immobilienblase ist mir bewusst. Deswegen zögere ich auch. Im Zweifel , wenn du noch einmal umziehen willst, wirst die das Objekt nicht mehr los

Der Schweizer Franken ist derzeit stark unter Druck/Abwertung. - Perspektivisch muss der EUR & der USD untergehen oder es muss eine Währungsreform geben

Die Schuldenorgie in Europa und in den USA haben den Punkt des "No-Retutn" überschritten. - Ich habe eine Abhandlung gelesen, die besagt, sowie Milei in ARG, nun Trump in den USA das "Ausmisten und Sparen" ist richtig, aber die US Schulden sind bereits zu groß.

Merz. sagt, von der 1 Billion neuer Schulden in D sollen dann 2% Schuldendienst geleistet werden. Das bedeutet eine Rückzahlung innerhalb von 50 Jahren. - Das glaubt am Finanzmarkt niemand.

Es bleibt spannend, Diversifizieren in Ländern, Währungen und Assets ist sicher dringend notwendig.

Also um zumindest einen Totalverlust zu vermeiden.

zuzzuz
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Beitrag von zuzzuz »

Danke an die letzten beiden Beiträge. Hatte mich schon gewundert, wieso in meiner kolumbianischen Familie alle wie wild in Immobilien investieren, aber das scheint ja üblich zu sein. Halte mein Geld aktuell in Euro und hebe per Karte ab, bisher bester Wechselkurs. Überlegen aber auch ein Konto zb bei nu zu eröffnen, um etwas Geld "lokal" in Pesos zu haben. Da haben wir aber eher den Gedanken, was wir bei einer technischen Störung machen. (Wenn Geldstrafer von Euro in peso nicht funktioniert). Lese hier gespannt mit.

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