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Makopp, in Ordnung.Ich gebes es auf.
Bin absolut davon überzeugt,dass du tatsächlich glaubst, was du schreibst und dann lassen wir es dabei.
Saludos,
William

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Makopp, in Ordnung.
Die gibt es ja schon reichlich genug in der rechten Jubelpresse. Solange Kolumbien die ungleichste Einkommensverteilung in ganz Südamerika hat, solange die Bedingungen für Gewerkschafter so schlecht sind, dass selbst in den USA das Freihandelsabkommen nicht durch den Kongress kommt, solange amnesty international alle paar Wochen zur Unterstützung irgendwelcher verfolgter Indigenas oder Afrokolumbianer in abgelegenen Gegenden aufruft, kann man wohl nicht allzuviel positive Reaktionen der Linkspresse erwarten.makopp5 hat geschrieben: Es gibt in der linken Presse keine positiven Nachrichten ueber Kolumbien.
...stimmt leider nicht bzw. Gott sei Dank nicht. Die Armut ist lt Weltbank von rd. 50% in den 90er Jahren auf rd. 20%2004 gesunken. Ist doch etwas oder?Gast hat geschrieben:@makopp5:
Was bringt der TLC? Mexiko steht nach über 10 Jahren TLC nicht besser (und auch nicht schlechter) da als andere Länder Lateinamerikas.

Zweifellos, es fragt sich nur in welcher zahlenmäßigen Relation sie zueinander stehen. In Kolumbien jedenfalls ändert sich da wenig zum positiven hin:makopp5 hat geschrieben: Es gibt immer Gewinner und Verlierer.
http://de.wikipedia.org/wiki/Kolumbien# ... _SituationWenngleich die Zahl der absolut Armen seit mehreren Jahren kontinuierlich sinkt, hat sich am innergesellschaftlichen Ungleichheitsverhältnis in den letzten 50 Jahren kaum etwas geändert. Nach dem Entstehen einer zahlenmäßig geringen Mittelschicht während der 1940er, 50er und 60er Jahre stagnierte die ungleiche Einkommensverteilung weiterhin auf hohem Niveau. So liegt der von der CEPAL für den Zeitraum 2003/05 errechnete Gini-Koeffizient gegenwärtig bei 0,584 und hat sich damit im Vergleich zu 1998/99 (0,572) weiter verschlechtert. Nach einer im Jahr 2009 veröffentlichten Untersuchung der Nationalen Universität in Bogotá beträgt er 0,59. Der Leiter der Studie, Ricardo Bonilla, betonte, dass Kolumbien damit den schlechtesten Wert „dieser entehrenden Kategorie“ in ganz Lateinamerika aufweise. Gerade die Bevölkerungsteile mit niedrigen und mittleren Einkommen seien in den letzten Jahren in prekäre Beschäftigungsverhältnisse gedrückt worden, ihre Einkommen sind gesunken. Nur ein Drittel der Beschäftigten des Landes verfüge über Sozial- und Krankenversicherungen. Die reichen 20 Prozent der Bevölkerung verfügten über 62 Prozent des gesamten Einkommens und seien damit verantwortlich für den wesentlichen Teil des landesweiten Konsums. Den Anteil der sehr Armen an der Bevölkerung gibt die Studie mit 18 % an.
In prosperous years of the century, between 2003 and 2008, Colombia raised as never seen before: grew on average 5.5 percent of GDP each year, and exceeded Brazil, Chile and Mexico. However, while for several Latin American countries this bonanza meant that many of its inhabitants got a decent job, in Colombia the rise of investor confidence didn’t move us from the club of the poorest.
Thus, an enormous country like Brazil could rescue from poverty 40 million people. And Peru, where one of every four people was hungry in 2001, reduced extreme poverty by half. Even Venezuela, despite political polarization, reduced its poor and indigent people in half and Ecuador dropped poor rate in 10 percent.
Colombia, however, improved slowly in social terms. Poverty dropped from 51 to 46 percent, only 5 points. And among the poor, the number of indigents again became almost as it was in 2002, on the edge of 18 percent. This means that almost one out of every five Colombians do not have enough income to cover their basic caloric needs, which is the technical way of saying that they’re hungry.
Another ingredient is added to this sad scenario. According to the Economic Commission for Latin America (Cepal), the economic boom widened the gap between rich and poor in Colombia. At the beginning of XXI century, Colombia was among the countries with high inequality rates, as Peru, and Brazil was almost the worst in Latin America. By 2008, Peru had fallen to the middle category and Brazil was out from the list of extreme inequality. Colombia, however, entered the list of the very uneven.

Als wenn man das voneinander trennen könnte. Ohne eine Verbesserung der sozialen Situation großer Teile der kolumbianischen Bevölkerung wird man die Lage nicht stabilisieren können, und wenn das Militär noch so viele Guerilleros tötet. Es wird immer ein großer Reservoir von Armen, die nichts zu verlieren haben geben, aus denen sich neue Guerillerso und Paracos rekrutieren.makopp5 hat geschrieben:ich habe in den Wahlversprechungen von Uribe aus dem Jahr 2002 nachgeschaut, dort versprach er den Kolumbianern mehr Sicherheit an erster Stelle. Er hatte in seinem Wahlprogramm nicht an erster Stelle soziale Gerechtigkeit.